Die vhs Erlangen bietet Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen in den Regnitz-Werkstätten für Mitarbeiter*innen mit Behinderungen. Die Kurse sind aber auch für Interessierte offen, die nicht in den Regnitz-Werkstätten arbeiten. Informationen und Anmeldung: Regnitz-Werkstätten: Cécile Reinhardt, Tel. (0 91 31) 9 20 72 44 E-Mail: Cecile.Reinhardt@Regnitz-Werkstaetten.de und Melanie Fürst, Tel. (0 91 31) 9 20 72 45 E-Mail: Melanie.Fuerst@Regnitz-Werkstaetten.de Die Veranstaltungen beginnen in der Regel in der ersten Semesterwoche, aus organisatorischen Gründen können aber Abweichungen von den angegebenen Terminen nötig werden.
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Für Teilnehmende mit und ohne Vorkenntnisse Kritik zu äußern fällt oft ebenso schwer wie Kritik zu empfangen. Aus Angst zu verletzen, wird Vieles heruntergeschluckt. Andererseits wiederum kann erhaltenes Feedback verletzen. Im Kurs erfahren Sie, wie Sie in schwierigen Situationen reagieren können, so dass konstruktive Klärungen entstehen und wie Sie Feedbacks gelassen empfangen können – auch, wenn sie nicht empathisch formuliert sind. Sie üben an praktischen Beispielen. Grundlage ist unter anderem die Gewaltfreie Kommunikation. Eine Kooperation mit wabene
Erfahren Sie in diesem Workshop, wie blinde Menschen lesen und schreiben, wie die Punktschrift, auch Brailleschrift genannt, funktioniert und wie die Schrift Teilhabe, Inklusion und Barrierefreiheit ermöglicht. Sie können erste Erfahrungen mit dem Lesen und Schreiben machen, Hilfsmittel werden gezeigt, und es ist genügend Raum für Ihre mitgebrachten Fragen. Eine Kooperation mit wabene
In diesem Kurs beschäftigen wir uns mit zentralen Grundlagen und praktischen Anwendungen der Leichten Sprache. Wir klären, für welche Zielgruppen sie gedacht ist und welche Textsorten besonders relevant sind. Außerdem lernen Sie wichtige grammatikalische und lexikalische Regeln kennen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Bildern sowie der Gestaltung eines verständlichen Layouts. Darüber hinaus stellen wir hilfreiche Werkzeuge und Kontrollmechanismen vor. In kleinen Arbeitsgruppen üben Sie abschließend die Übersetzung verschiedener Textbeispiele in Leichte Sprache. Der Workshop richtet sich an alle, die Informationen verständlich, barrierearm und zielgruppengerecht vermitteln möchten – insbesondere Mitarbeitende aus Bildung, Verwaltung, Sozial- und Beratungsarbeit. Eine Kooperation mit wabene
Louise, eine verwitwete Mutter von zwei Kindern, bewirtschaftet allein einen Hof mit Birnen- und Lavendelanbau in der Provence. Eines Tages fährt sie Pierre an, den sie daraufhin mit zu sich nach Hause nimmt, um ihn zu pflegen. Bald stellt sich heraus, dass Pierre das Asperger-Syndrom hat. Er bringt mit seiner ordentlichen, überaus korrekten, ehrlichen und sensiblen Art das Leben der kleinen Familie ganz schön durcheinander. Aber Pierre ist auch ein Zahlengenie und kann Louise bei der wirtschaftlich schwierigen Lage ihres Hofes unterstützen. Eine wunderbare französische Komödie, in der ganz unterschiedliche Welten aufeinander prallen, die sich aber nicht besser ergänzen könnten. Eine Kooperation mit wabene
Wenn etwas nicht stimmt, kann es entlasten, eine Diagnose zu haben; auch, um Zugang zu Hilfsangeboten zu bekommen. Manche Selbsthilfe-Videos und -Podcasts suggerieren aber, dass eine Diagnose nur das Abhaken einer Checkliste ist. Alltagsempfindungen werden als krankhaft gedeutet oder ernsthafte Symptome bagatellisiert. Begriffe wie "triggern" sind von der Psychologie in die Alltagssprache übergegangen. Was bedeutet das für uns als Gemeinschaft – und was für die betroffenen Personen? Was ist der Auftrag an die Gesellschaft? Prof. Dr. Raab widmet sich diesem Themenkomplex, betrachtet ihn aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und schafft Raum für Austausch. Eine Kooperation mit wabene
Bücher lesen und mit anderen darüber reden, im lockeren Gespräch und doch versiert den eigenen Lektüreerlebnissen auf den Grund gehen. Dieses Semester widmen wir uns zeitgenössischer Literatur zum Thema "Hotel". Wir beginnen mit Vea Kaiser "Fabula rasa". Die übrigen Titel bestimmt der Kurs.
Von welchen Büchern heißt es immer, man müsse sie gelesen haben? Welche Romane nennen Autor*innen als Vorbild und Inspirationsquelle? Gemeinsam lesen wir ein paar dieser modernen Klassiker des 20. und 21. Jahrhunderts. Halten sie, was ihr Ruf verspricht? Auf unseren Bücherstapel kommt, was Spaß macht und nicht in Arbeit ausartet. Den Auftakt macht Boris Vians „Die Gischt der Tage“ (antiquarisch auch unter dem Titel „Der Schaum der Tage“ erhältlich).
In diesem Lesekreis können wir der Frage nachgehen, warum die Begegnung mit dem Geheimnisvollen uns fasziniert und wir Lust am Lösen von Rätseln haben. Unsere Lektüremöglichkeiten reichen von klassischen Schauergeschichten bis zu modernen (literarischen) Krimis. Wir beginnen mit dem Begründer dieser Literaturrichtung: Edgar Allen Poe, "Die schwarze Katze", "Der Untergang des Hauses Usher" (Reclams Universal-Bibliothek 14424). Weitere Texte suchen wir nach Vorschlägen gemeinsam aus.
In diesem Schreibkurs steht alles im Zeichen der Begegnung. Wir erkunden, wie inspirierende, überraschende oder auch herausfordernde Begegnungen in lebendige Texte verwandelt werden können. Ob flüchtige Alltagsmomente, intensive Gespräche oder Begegnungen mit sich selbst – Sie lernen, daraus berührende Gedichte oder kurze Prosatexte zu entwickeln. Gemeinsam entdecken wir verschiedene Perspektiven und Schreibansätze: Wie lassen sich Begegnungen einfangen? Wie entstehen Nähe, Spannung oder Tiefe im Text? Mit kreativen Übungen lernen Sie, Ihre Wahrnehmung zu schärfen und Ihre Erfahrungen sprachlich eindrucksvoll zu gestalten. Egal ob Anfänger*in oder Schreiberfahrene*r: Sie entwickeln Ihren eigenen Schreibstil weiter und erhalten wertvolle Impulse, um Ihre Texte authentisch und ausdrucksstark zu gestalten. Lassen Sie sich inspirieren und bringen Sie Begegnung in Ihr Schreiben! Eine Kooperation mit wabene
Texte schreiben leicht gemacht! Die preisgekrönte Autorin Pauline Füg gibt Tipps und verrät Tricks: Wie finde ich eine Idee? Wie setze ich sie um? Wie klingt mein Text gut? Wie schreibe ich gut? In kreativen Schreibübungen werden Schreibanlässe geboten und Ideen weiterentwickelt. Ziel ist es, erste Anregungen zu geben, das Schreiben auch nach dem Workshop in den eigenen Alltag zu integrieren. Der Kurs ist ideal für alle, die erste Schritte im Kreativen Schreiben gehen oder das Schreiben wieder aufnehmen wollen. Sei es für Schreib-anfänger*innen oder Menschen, die schon Texte in der Schublade haben. Sei es für geübte, gelegentliche Tagebuchschreiber*innen oder Menschen, die viele Ideen haben und wissen möchten, wie sie diese umsetzen und aufs Papier bringen: Schreibinteressierte Menschen jeden Alters sind hier herzlich willkommen. Bitte mitbringen: Neugier, ein bisschen Mut, gute Laune, einen Stift und Papier
Wir lassen Erinnerungen wiederauferstehen und suchen den kreativen Flow. In dieser Schreibwerkstatt lassen wir uns von anderen Kunstformen inspirieren – Musik, Film, Malerei, Architektur – und verwandeln mit ihrer Hilfe eigene Erfahrungen in Texte. Mit Tipps vom Schreibcoach und im kreativen Austausch entstehen so persönliche Erinnerungskunstwerke.
Ein spaßiges Literaturexperiment für Anfänger*innen und Fortgeschrittene In diesem Workshop begegnen wir berühmten Literaturklassikern einmal ganz ohne Ehrfurcht: Wir schnappen uns lediglich ihre ersten und letzten Sätze und schreiben dazwischen unsere eigenen Kurzgeschichten. Gregor Samsa findet sein Glück als Käfluencer und Werther eine neue Freundin? Alles ist erlaubt. Mit handwerklichen Impulsen des Workshopleiters erschaffen die Teilnehmer*innen so spielerisch Neues aus Altbekanntem.
Die Erzmagierin hat sich in einen Halbdämon verliebt? Seit dem letzten Vollmond zeigen sich Risse im Palast des Kristallherrschers? Und dein Lieblingsdrache hat schon wieder ein Schaf deiner Oma gefressen? Klingt alles echt problematisch. Nur wie wird aus einem guten Problem eine gute Geschichte? In diesem Seminar erfahren Sie nicht nur die etablierten Regeln des Handwerks, sondern bekommt einen Überblick über die Besonderheiten des Schreibens von Fantasy. Im Fokus stehen Thema und Plot, Worldbuilding und Setting, Figuren und Dialoge. Auch ein Sci-Fi-Exkurs ist möglich. Aber Theorie ist nicht alles. Erst, indem Sie selbst schreiben und diskutieren, werden Sie die Magie zum Leben erwecken können.
Wir schreiben über uns selbst, um Erlebtes festzuhalten und zu reflektieren. Doch wie und für wen schreibe ich eigentlich? Wie gestaltet sich der Übergang von der persönlichen Erinnerung zum literarischen Kunstwerk? Diesen Fragen gehen wir im Kurs nach. Das Ausprobieren von Textformen wie Gedicht, Beschreibung oder Dialog liefert Schreibimpulse, um uns verschiedenen Lebensthemen anzunähern und ihnen Ausdruck zu verleihen. Beispiele aus autobiographischer beziehungsweise autofiktionaler Literatur geben uns zusätzlich Anregung und Inspiration. Dabei ermutigt das wertschätzende Feedback in der Gruppe, es liefert überraschende Perspektiven und unterstützt den eigenen Schreibprozess. Bitte mitbringen: Schreibutensilien, ein Erinnerungsfoto und einen persönlich bedeutsamen Gegenstand
Shakespeare bringt immer wieder typische Begegnungen zwischen Frau und Mann auf die Bühne. In den Liebeskomödien wird weibliches oder männliches Verhalten durch Verkleidung und Rollenspiel auf den Kopf gestellt, etwa wenn ein Schauspieler eine Frau spielt, die einen Mann spielt. Der Vortrag stellt Shakespeares populäres Theater, seine Komödien sowie damalige Geschlechter-modelle vor. Die karnevaleske Welt in 'Wie es euch gefällt' werden wir uns genauer anschauen.
Lassen Sie andere an dem von Ihnen verfassten Kurztext teilhaben. Bitte mailen Sie Ihren Text bis spätestens 13. November 2026 an: wabene@wabe-erlangen.de Stefanie Miller beteiligt sich an der Auswahl und wird den Abend auf amüsante Weise moderieren. Musikalische Umrahmung: Barbara Kloiber mit den vhs Gruppen "Singen mit Genuss" und "Singen International" Eine Kooperation mit wabene
Goethe und die Literatur – das ist ein "perfect match". Goethes Person und Werk haben allerdings auch Eingang in andere Medien und Künste gefunden. Einige intermediale Beziehungen – wie Goethes literarisches Werk und die Musik – sind gut erforscht. Andere, insbesondere aktuellere wie Goethes Präsenz in der materiellen Kultur, wurden dagegen kaum beachtet. Der Vortrag verfolgt einige der historischen und gegenwärtigen intermedialen Spuren und fragt danach, was sie uns über den Klassiker Goethe erzählen können.
Psychische Krankheitsbilder in der Literatur sind ein häufiges erzählerisches Phänomen. Der Wahnsinn hatte in Romantik und Expressionismus geradezu Hochkonjunktur. Dabei ist er kulturgeschichtlich und medizinisch ein mehrdeutiger Begriff, der kritisch hinterfragt werden muss, da sich das Verständnis davon, was „krank“ ist, immer wieder verändert. Auch in der deutschsprachigen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, vor dem Hintergrund differenzierter medizinischer Diagnostik, sind von der Norm abweichende geistige Zustände auf vielfältige Weise präsent. Von autofiktionalen Texten bis zur von der Art Brut inspirierten Dichtung reicht das Spektrum, das in diesem Vortrag aufgezeigt wird.
„Freilich habe ich mich sehr gewundert, dass [...] die Frauen so wenig galten“. Schon im 14. Jahrhundert bemängelt Giovanni Boccaccio, dass kunstschaffende Frauen nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen gebührt. Diese Verwunderung stellt sich auch bei der Lektüre des dem Kunstschaffen gewidmeten literarischen Genres ein: dem Künstlerroman oder der -novelle. An der Seite des genialen Künstlers finden weibliche Figuren vielfach nur als Musen, Modelle, Geliebte oder Versorgerinnen Eingang in die Narration. Doch so wie es erfolgreiche Malerinnen gibt, finden sich auch literarische Texte, die weibliche künstlerische Selbstverwirklichung zum Gegenstand haben. Der Vortrag ist Malerinnenfiguren in Romanen von Gabriele Reuter, Helene Böhlau, Franziska zu Reventlow und Hedwig Dohm gewidmet: ihrem Ringen mit gesellschaftlichen Regulationsmechanismen und innovativen Ausdrucksformen wie dem weiblichen Selbstakt, der literarisch realisiert wird, bevor er seinen Weg auf die Leinwand findet.
Seit Goethes „West-Östlichem Divan“ hat die persische Dichtung im deutschen Sprachraum einen größeren Einfluss ausgeübt. In Erlangen sind insbesondere Friedrich Rückert und August von Platen von dieser Lyrik beeinflusst worden. In dem Vortrag sollen zum einen die wichtigen Elemente dieser Dichtung vorgestellt werden; und zum anderen vier wichtige persische Lyriker (Attar, Omar Chayyam, Hafez und Sa’di) zu Wort kommen. Zur Ergänzung des Vortrags werden Bilder von den Wirkungs- und Lebensorten dieser persischen Lyriker gezeigt.
Eine Brücke verbindet und ermöglicht Begegnungen. Wir widmen uns der architektonischen, strategischen und symbolischen Bedeutung von Brücken, ihrem Bau und ihrer Abbildung in Malerei und Fotografie. Im Fokus stehen berühmte Bauwerke in Florenz, London, Paris, Rom, Venedig, die Neckar- und Rheinbrücken, Lyonel Feiningers Eisenbahnviadukte, Claude Monets Stege über den Seerosenteich, die Künstlergruppe „Die Brücke“ u.v.m.
Seit jeher galt das Messen des eigenen künstlerischen Schaffens am Werk des Kollegen als Königsdisziplin. Bereits in der Antike war der edle Wettstreit verbreitet. Dieses Prinzip macht sich dieser Kurs zu eigen, indem er einen kleinen Gang durch die Epochen wagt – stets aus dem Blickwinkel zweier großer Künstlerinnen oder Künstler. Verbunden durch eine eher zeitliche als räumliche Nähe ersannen Cranach und Dürer, Rubens und Rembrandt, Artemisia Gentileschi und Judith Leyster sowie Anna Dorothea Therbusch und Elisabeth Vigée-Lebrun ganz individuelle malerische Lösungen für die relevanten künstlerischen Fragen ihrer Zeit. Der Dialog ihrer Werke, der künstlerische Paragone, macht für uns Heutige die Vergangenheit sichtbar und lässt Kunstgeschichte nahbar und lebendig werden.
Turin ist neben Rom das bedeutendste Zentrum barocker Architektur in Italien. Die Dynastie der Savoyer ließ ihre Residenzstadt in der frühen Neuzeit äußerst planmäßig wie prächtig umgestalten. Davon zeugen die vielen repräsentativen Plätze und kilometerlangen Arkadengänge. Hofarchitekten wie Guarino Guarini und Filippo Juvara schufen majestätische Paläste und grandiose Kirchen. Diese (meist mehrschaligen) Zentralbauten mit ihren ondulierenden Fassaden lassen sich auch im Umland von Turin finden.
Der Aufbruch in die Moderne der Architektur in den 1920er Jahren lässt sich besonders eindrücklich am Kirchenbau nachvollziehen – auch direkt vor den Toren Erlangens. In der Region entstanden damals markante Bauten mit experimenteller Formensprache und neuen Raumkonzepten. Einige dieser Kirchen schuf der Architekt Fritz Fuchsenberger. Im Vortrag wird sein Landkirchentypus am Beispiel von „St. Josef“ in Baiersdorf und „Unsere liebe Frau in Jerusalem“ in Poxdorf vorgestellt. Anhand von Stilvergleichen und Betrachtungen zu Raumkonzept und Materialästhetik lassen sich diese Bauten im Schaffen eines Reformarchitekten einordnen.
Die beiden Kirchen "St. Josef" in Baiersdorf und "Unsere liebe Frau in Jerusalem" in Poxdorf zeigen exemplarisch, wie sich der stilistische Aufbruch in die Moderne des Sakralbaus im ländlichen Umfeld vollzog. Bei dieser Exkursion ins Erlanger Umland lernen Sie zwei Landkirchen des Architekten Fritz Fuchsenberger aus den Jahren 1923 bis 1925 näher kennen. Sie entdecken unerwartete stilistische Besonderheiten, interessante Materialkombinationen und Raumideen, die von der Suche nach neuen Formen im Sakralbau der 1920er Jahre zeugen. Treffpunkt: Vor dem Haupteingang der Pfarrkirche "St. Josef" in Baiersdorf (Forchheimer Str. 25, 91083 Baiersdorf).
Im Fokus steht das visionäre Werk der Avantgardistin Alexandra Exter (1882-1949). Besonders ihre späten Bühnenbildentwürfe faszinieren durch eine Ästhetik, die die Grenze zwischen funktionaler Kulisse und autonomem Kunstwerk auflöste. Mit architektonischer Strenge und dynamischer Farbkraft schuf sie „bewohnbare“ Konstruktionen von zeitloser Modernität. Der Vortrag gibt einen anschaulichen Einblick in das Werk einer Malerin, die das Theater neu dachte.
Sie trafen sich als Köpfe völlig unter-schiedlicher Kunstbewegungen: Sie regten sich an, waren Konkurrenten, hatten verschiedene Auffassungen, kontroverse ästhetische Maßstäbe. Sie fanden Schnittmengen und empfanden zeitlebens Respekt füreinander. Die Geschichte fand Platz für beide.
Die Arbeitsgemeinschaft zwischen Picasso und Braque bestand nur temporär und konnte den Belastungen nicht standhalten. Die künstlerischen Wege trennten sich. Aber diese entscheidenden Jahre, die den Kubismus einleiteten, veränderten die Kunstgeschichte. Eine vorübergehende Begegnung von innovativer Dynamik: „Wir suchten nach einer Art anonymer Persönlichkeit. Wir waren bereit, unsere eigene Person völlig in den Hintergrund treten zu lassen, um das Ursprüngliche zu finden. Laien konnten unsere Bilder nicht unterscheiden, was uns überhaupt nicht störte, denn es ging um unsere Arbeit und das Problem, mit dem sie uns konfrontierte.“ (Braque, 1908)