FORUM Gesellschaft
Liebe Freund*innen der vhs Erlangen!
Seit jeher bieten wir unter der Rubrik "FORUM Gesellschaft" kostenfreie Vorträge zu aktuellen und zeitlosen gesellschaftlichen Themen an.
Wir freuen uns auf spannende Veranstaltungen mit Ihnen.
Ihr Team der vhs Erlangen
Schon Goethe versuchte sich an ihr mit Schreibübungen und Picasso bewunderte sie: die Kalligraphie der arabischen Buchstaben. Ihre Geschichte ist von Anfang an eng mit dem Islam verbunden. Seit jeher schmückt sie Moscheen wie Amtsgebäude der islamischen Welt und wir rätseln über Inschriften auf Brunnen oder Grabsteinen der osmanischen Zeit. Über Jahrhunderte wurde sie geschrieben und gelehrt, bis ihr die Gründer der türkischen Republik eine Pause verordneten. Nach langer Vernachlässigung erlebt sie nun, zwischen Dubai und der Türkei, ein Revival in der zeitgenössischen Kunst.
Die Epoche Karls V. (1500-1558) war es, in der Nürnberg und das übrige Europa in die erste Globalisierung katapultiert wurden. Amerika war entdeckt, die Schiffe kreuzten über die Weltmeere, die Reformation veränderte Europas Gesicht. Karl V. war der Kaiser der beginnenden Neuzeit. Für Nürnberg und Europa startete ein neues Kapitel der Geschichte.
Deutsche Städte wie Hamburg und Rostock, aber auch Werben an der Elbe oder Korbach in Hessen schmücken sich mit dem Attribut „Hansestadt“. Als „Europas heimliche Supermacht“ und „eine der mächtigsten Handelsorganisationen des Mittelalters“ wird die Hanse bezeichnet. Wie fanden sich etwa 200 Städte zwischen Roermond in den heutigen Niederlanden und Reval, dem heutigen Tallinn in Estland, zu einem Handelsnetzwerk zusammen? Wie wurde der Handel zwischen Lissabon und Novgorod organisiert? Der Vortrag gibt einen Einblick in die Geschichte dieser faszinierenden Organisation, die über mehr als drei Jahrhunderte existierte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Barock! Unter dem Motto „Geschichte und Geschichten“ entführt der Vortrag in die bewegte Vergangenheit des Pegnesischen Blumenordens – der ältesten bis heute bestehenden Sprach- und Literaturgesellschaft Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen historische Hintergründe und berühmte Persönlichkeiten, aber auch überraschende Anekdoten und ein Überblick über das heutige Ordensleben inklusive Irrhain. Referentin ist die Kuratorin des Sigmund von Birken-Jubiläums 2026 und erste weibliche Vizepräses des Blumenordens, die uns einen fundierten Einblick in fast 400 Jahre Nürnberger Kulturgeschichte geben wird.
Obwohl weit im Binnenland gelegen, war Erlangen tief in das System der globalen Ausbeutung eingebunden. Hiesige Forscher wie der Botaniker C. F. Martius erkundeten ferne Kontinente. Erlanger Soldaten, darunter Franz Xaver Epp, der in der NS-Zeit als Führer des Reichskolonialbundes Karriere machte, zogen in die Kolonialkriege jener Zeit. Aus den Kolonien flossen Rohstoffe wie Baumwolle und Elfenbein in die Erlanger Fabriken. Und die Erlanger waren erfreut über das bunte Angebot in den vielen Kolonialwarenläden. Noch heute erinnern zahlreiche Hinterlassenschaften an die koloniale Vergangenheit der Hugenottenstadt.
Die Instrumentalisierung eines nationalen Symbols Neben Porträts von Herrschern sind auch Gebäude oder repräsentative Bauten häufig auf Münzen zu sehen. In diesem Vortrag geht es um das Brandenburger Tor auf Münzen und Medaillen, wobei auch darauf eingegangen wird, wie dieses Symbol über die Jahrhunderte instrumentalisiert wurde, im positiven wie im negativen Sinne.
Die St. Xystuskirche hat Büchenbach geprägt, auch für Besucher aus dem restlichen Erlangen ist die (Wehr)-Kirche einen Besuch wert. Bei einem großen Fest mit Gespräch, Werkstatt, und Konzert kann generationenübergreifend erlebt und gelernt werden, wie der Künstler Donato Polli vor 300 Jahren gearbeitet hat. Stuckherstellung unter Anleitung ausprobieren, mit Historikerinnen ins Gespräch kommen über die Geschichte von Kirche und Stadtteil, Musik aus der Epoche der Entstehung der Stuckaturen hören: Für Lernstoff und Lernspaß ist gesorgt. Treffpunkt: St. Xystus, Alter Markt 10, Erlangen Büchenbach In Kooperation mit der Kolpingsfamilie Erlangen-Büchenbach, der Geschichtswerkstatt Büchenbach und der Kath. Gemeinde St. Xystus
Während der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs wurden die Burgbergkeller im Auftrag des NS-Regimes ausgebaut, um kriegswichtige Fertigungsstätten bombensicher unterbringen zu können. An dem Untertage-Verlagerungsprojekt mit dem Decknamen „Erna“ waren die Siemens-Reiniger-Werke, Gossen und Unternehmen aus anderen Regionen beteiligt. Der Referent stellt die wichtigsten Ergebnisse seiner umfangreichen Recherchen zum Thema vor und geht dabei auch auf das Schicksal der Zwangsarbeiter ein, die beim Kellerausbau eingesetzt waren.
Wie lebte es sich zwischen 1933 und 1945 in Erlangen? Der Alltag wurde durch die Einbindung des Einzelnen in die „Volksgemeinschaft“ politisiert. Antisemitismus, Bücherverbrennung und Euthanasie warfen ihre Schatten auf eine Stadt, die mit dem Kriegsausbruch an der „Heimatfront“ lag. Eine besondere Rolle spielte die FAU, die als „erste national-sozialistische Hochschule im Reich“ bekannt wurde. Der Rundgang spannt einen Bogen von der „Machtergreifung“ bis zum Kriegsende, klammert aber auch bedrohliche Kontinuitäten nicht aus. Treffpunkt: Ecke Hauptstraße / Südliche Stadtmauerstraße (gegenüber vom Geschäft Betten Bühler)
Die Erlanger Freimaurerloge "Libanon zu den 3 Cedern" wurde 1757 gegründet und ist somit eine der ältesten Vereinigungen in Erlangen. Sie kann auf über 260 Jahre nahezu ununterbrochene Tätigkeit zurückblicken. Bei dieser Führung durch das Logenhaus erfahren Sie, was Sie schon immer über die Freimaurerei wissen wollten: Was sind ihre geschichtlichen Ursprünge? Was sind die Grundideen? Wer sind die Freimaurer und was sind ihre Ziele? Treffpunkt: Erlanger Logenhaus, Universitätsstraße 25 In Kooperation mit der Freimaurerloge Libanon zu den 3 Cedern Erlangen
"Vor Ort sein und Hören“ – ein offenes, niederschwelliges Angebot politischer Bildungsarbeit in Erlangen vor Ort in Büchenbach. In Gesprächen auf der Straße und im Umfeld der Wohnungen hat der Dozent ein offenes Ohr für Gedanken der Menschen zu Fragen der Zeit. Bei Bedarf kann das Gespräch bei einem Kaffee beim Bäcker um die Ecke fortgesetzt werden. Mit diesem Angebot will die Volkshochschule den Bürger*innendialog fördern. Ort: Straßen und Plätze in Büchenbach, ein Vormittag in der Woche. Start: 5. Oktober, die Termine können über das Servicetelefon der vhs, 09131 86-2668 vereinbart werden.
Weihnachtslieder werden und wurden durch die Zeitläufte beeinflusst und verändert. Heiner Bielefeldt begleitet adventliche und weihnachtliche Lieder zum Mitsingen am Flügel und erklärt historische Entwicklungen, die uns deutlich machen, dass auch Liedgut historisches, politisches und kulturelles Zeugnis bestimmter Epochen ist.
Mit Napoleons Eroberung Ägyptens 1798 beginnt der Einbruch europäischer Moderne im Nahen Osten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts brachten Frankreich und England nach und nach die Region unter ihre Kontrolle. Mit dem geheimen Sykes-Picot-Abkommen 1916 und der Balfour-Declaration 1917 ordneten sie den Nahen Osten neu. Die Folgen sind bis heute gravierend, Europas Einfluss jedoch ist verschwunden. In Kooperation mit "Werkstatt Demokratie heute"
Nach dem – vorläufigen? – Ende der Kämpfe in Gaza im Oktober 2025 verkündete US-Präsident Donald Trump, er habe einen „3000-jährigen Krieg“ beendet, dem nun ein „ewiger Frieden“ folgen werde. Doch davon ist die Region noch weit entfernt. Der Wiederaufbau in Gaza ist eine Herkulesaufgabe, die israelische Besatzung im Westjordanland hält unvermindert an. Das Wohlergehen der palästinensischen Bevölkerung scheint überhaupt keine Priorität zu haben. Zudem steht nach dem militärischen Eingreifen Israels und der USA im Iran die ganze Region vor einer Neuordnung. Wie kann es zu einer dauerhaften Aussöhnung Israels mit den arabischen Staaten kommen? Wo verlaufen die Konfliktlinien, und welche Weichen müssten gestellt werden für eine friedlichere Zukunft?
Noch hat der Krieg in der Ukraine nicht geendet. Schon jetzt aber ist es notwendig, sich auf Szenarien vorzubereiten, wie ein möglicher Friedensschluss abgesichert werden und wie eine stabile Nachkriegsordnung für die Region aussehen könnte. Ist ein friedliches Miteinander mit Russland denkbar, selbst mit Wladimir Putin im Kreml? Was hat eigentlich zu dem Krieg geführt? Soll sich die Ukraine der Nato und der EU anschließen? Welche Rolle spielt im Hintergrund China? Es geht um viel mehr als einen regionalen Konflikt.
Der Bedarf an zusätzlichem bezahlbarem Wohnraum wird seit Jahren von Politik, Mietervereinigungen und sozialen Trägern eingefordert – ebenso wie mutige und umsetzbare Konzepte zur Behebung des Mangels. Angesichts steigender Baukosten, hoher Grundstückskosten, hoher Zinsen und dadurch stockender Neubautätigkeit hat sich die Lage weiter verschärft. Zugleich rücken Instrumente wie die Verlängerung der Mietpreisbremse, neue Förderprogramme für sozialen Wohnungsbau und Debatten um serielle Bauweisen und Umnutzung stärker in den Fokus. Architektinnen und Architekten zeigen Wege auf, wie bezahlbarer Wohnraum wirtschaftlich, nachhaltig und mit hoher Baukultur entstehen kann – im Neubau ebenso wie durch intelligente Transformation bestehender Strukturen. Zugleich benennen sie aber auch klare Grenzen, etwa durch regulatorische Hürden, Flächenknappheit und Finanzierungslücken.
Wir möchten alle, dass am Ende des Monats noch Geld übrig ist. Doch welche Möglichkeiten gibt es, auch angesichts steigender Preise bei Lebensmitteln und Benzin? Gemeinsam verschaffen wir uns einen Überblick, was Supermärkte mit Psychologie zu tun haben, und wie wir unser Gehirn und unseren Geldbeutel in Einklang bringen. Auskommen mit dem Einkommen – und vielleicht noch etwas übrighaben, das wäre das Ziel! Die unabhängige finanzielle Beratung der Beratungsstelle der Caritas bietet diese Möglichkeit.
Fake News nennt man gezielte Desinformationen, die über das Internet und in den sozialen Netzwerken verbreitet werden, um die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen. Lernen Sie in diesem Vortrag die Hintergründe und Zielrichtungen solcher Meldungen kennen, die Gefahren, die damit verbunden sind und letztendlich, wie Sie Falschmeldungen im Internet erkennen können.
Einführungsveranstaltung zu den Effekten und Vorteilen von Gehen und Laufen Die Auswirkungen von Bewegung und körperlicher Aktivität sind hinreichend bekannt, wissenschaftlich belegt und doch bewegt sich der Großteil unserer Bevölkerung zu wenig. Doch was passiert eigentlich dabei im Gehirn und im Körper, was macht Bewegung mit und in uns? Dieser Vortrag vermittelt aktuelle Erkenntnisse und wichtige praktische Anwendungshilfen zu dieser Thematik. Dabei sind die richtige Atemtechnik, eine gute Dosierung von Belastung und Erholung sowie eine individuell angepasste Intensität wichtig, die veranschaulicht und verdeutlicht werden sollen. In Kooperation mit medi train Bewegungstherapie • Physiotherapie und der Praxis für psychische Gesundheit Dr. med. Jan Wielopolski
Einführungsveranstaltung zu den Effekten und Vorteilen von Gehen und Laufen. Die Auswirkungen von Bewegung und körperlicher Aktivität sind hinreichend bekannt, wissenschaftlich belegt und doch bewegt sich der Großteil unserer Bevölkerung zu wenig. Doch was passiert eigentlich dabei im Gehirn und im Körper, was macht Bewegung mit und in uns? Dieser Vortrag vermittelt aktuelle Erkenntnisse und wichtige praktische Anwendungshilfen zu dieser Thematik. Dabei sind die richtige Atemtechnik, eine gute Dosierung von Belastung und Erholung sowie eine individuell angepasste Intensität wichtig, die veranschaulicht und verdeutlicht werden sollen. In Kooperation mit medi train Bewegungstherapie • Physiotherapie und der Praxis für psychische Gesundheit Dr. med. Jan Wielopolski
Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil der Prävention und leistet einen wertvollen Beitrag zur psychischen Gesundheit. Bewegung hilft, Stress abzubauen, innere Anspannung zu reduzieren, das Wohlbefinden zu steigern und die psychische Widerstandskraft zu stärken. Doch was genau passiert dabei im Körper? Und wie lässt sich Bewegung auch dann in den Alltag integrieren, wenn Motivation, Zeit oder Energie fehlen? In diesem Vortrag erfahren Sie auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse im Rahmen nationaler Bewegungsempfehlungen, wie Bewegung auf Körper und Psyche wirkt, welche Bedeutung sie für die psychische Gesundheit hat und wie sie im Alltag zur Prävention, Stabilisierung und Selbstfürsorge beiträgt. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um alltagsnahe Möglichkeiten, Bewegung unabhängig vom individuellen Fitnesslevel in das eigene Leben zu integrieren Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten, die mehr über die Zusammenhänge von körperlicher Aktivität und seelischer Gesundheit erfahren möchten. Der Vortrag bildet den Auftakt zur anschließenden Bewegungsreihe "Aktiv im Alltag". Ab dem 13. Oktober können Sie an acht wöchentlich stattfindenden kostenfreien Online-Terminen ganz einfach verschiedene Bewegungsformen ausprobieren und alltagstaugliche Ideen für mehr Bewegung kennenlernen. Diese Termine sind unabhängig voneinander, nicht aufeinander aufbauend und ein Einstieg ist dadurch jederzeit möglich. Hier geht es direkt zum Online-Angebot. In Kooperation mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Erlangen und medi train Bewegungstherapie • Physiotherapie