If you enjoy reading and talking about literature, join our weekly meeting of bookworms! Please bring your own copy of the book, your ideas and your questions! Newcomers are always welcome! About this book: A highly acclaimed novel praised for its masterful storytelling and authentic portrayal of 20th century history.
Pour participer, un niveau de français B2 minimum est recommandé. Envie de parler littérature en français ? Alors notre Club de lecture est fait pour vous ! En compagnie de nos trois professeurs de français, plongez dans l'univers des livres français dans une ambiance détendue, avec des discussions passionnantes et de nouvelles découvertes. Lors de trois rendez-vous, nous discuterons d'œuvres choisies de la littérature française. Les rencontres se déroulent en français et nous lisons les livres dans leur version originale. La règle est la suivante : ceux qui le souhaitent peuvent lire le livre en entier, mais il suffit d'en lire une partie pour participer à la discussion ! Au début de chaque rencontre, une brève introduction à l'auteur et à l'œuvre est proposée, suivie d'un temps d'échange, de réflexions sur le livre et de partage d'impressions personnelles. Œuvres lues : 19 mars : La grammaire est une chanson douce – Erik Orsenna (avec Michèle Menuet) 21 mai : Le chapeau de Mitterrand – Antoine Laurain (avec Gaëlle Meyer-Olbersleben) 16 juillet : Les nouvelles de Maupassant – Guy de Maupassant (avec Catherine Choplin) In Kooperation mit dem deutsch-französischen Institut Erlangen
Die Entschlossenheit von Gisèle Pelicot, sexuellen Missbrauch im Rahmen des Prozesses gegen ihre Vergewaltiger ohne Scham vor die Öffentlichkeit zu bringen, bewegte die Welt. Es war die Haltung dieser als „moderne Ikone des Feminismus“ gefeierten Rentnerin, die eine weitreichende gesellschaftliche Diskussion über die Alltäglichkeit von sexueller Gewalt gegen Frauen in Frankreich und anderswo auslöste. Der Vortrag beleuchtet Hintergründe, Kontexte und zentrale Debattenbeiträge zum Fall Pelicot – darunter die autobiographischen Zeugnisse von Mme Pelicot und ihrer Tochter Caroline Darian – und lädt dazu ein, über seine Folgen für die französische und deutsche Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. In Kooperation mit dem deutsch-französischen Institut und BildungEvangelisch
Dienstag, 10. März 2026, Laura KneppeWissen kommunizieren: Aus dem Elfenbeinturm in die Öffentlichkeit Wie gelangen spannende Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit? An der FAU wird Wissenschaftskommunikation groß geschrieben. Ob Lange Nacht der Wissenschaften oder Kinderuni: Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Wissenschaftskommunikation und stellen konkrete Projekte vor, diskutieren, warum Kommunikation in der Wissenschaft so wichtig ist und beleuchten, in welchen Bereichen sie besonders gut funktioniert – und wo sie an ihre Grenzen stößt. Ein praxisnaher Einblick für alle, die Wissenschaft verstehen wollen. Dienstag, 17. März 2026, Prof. Dr. Florian HöhneBekenntnis statt Experiment? Theologie zwischen Wissenschaft und Glaube? Die Theologie ist eine der ältesten Wissenschaften. Die Reformation geht hierzulande auf einen Universitäts-Theologie-Professor zurück: auf Martin Luther. Gleichzeitig scheint Theologie zu gegenwärtigen Wissenschaftsverständnissen nicht zu passen. Sie kommt ohne naturwissenschaftliche Experimente aus und wertet selten Statistiken aus. Ist Theologie überhaupt eine Wissenschaft? Wie wird Theologie heute, unter spätmodernen Bedingungen betrieben? Wie verhält sich die Uni-Theologie zum Glauben? Muss man an Gott glauben, um Theologie zu studieren? Oder gefährdet das Studium gar den Glauben? Dienstag, 24. März 2026, Prof. Markus KaiserWie gelingt es, komplexes Wissen verständlich zu vermitteln? In Zeiten von Klimawandel, Künstlicher Intelligenz und Gesundheitskrisen ist Wissenschaftskommunikation wichtiger denn je. Ihre Aufgabe ist es, Wissenschaft verständlich, glaubwürdig und kreativ zu kommunizieren – in Medien, sozialen Netzwerken und im direkten Dialog mit der Gesellschaft. Es gilt, komplexes Wissen so vermitteln, dass es Menschen erreicht, bewegt und Vertrauen schafft. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie Forschende, Kommunikatorinnen und interessierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam dazu beitragen können, dass Wissenschaft nicht nur erklärt, sondern verstanden wird. Dazu gehört auch das Projekt Campus2Public, das Wissenschaftskommunikation an bayerischen Hochschulen fördert. Dienstag, 14. April 2026, Dr. Erik SengewaldAngewandte Wissenschaft in der Berufseignungsdiagnostik Jugendliche wie auch Erwachsene in den Phasen ihrer beruflichen Erst- oder Neuorientierung zu unterstützen, ist eine wesentliche Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit. Vom Berufspsychologischen Service werden dabei auch eignungsdiagnostische Fragen beantwortet. Bei Jugendlichen stehen zum Beispiel Eignungsfragen für bestimmte Ausbildungsberufe oder die Ermittlung eines generellen Stärken-Schwächen- oder Interessensprofils im Vordergrund. Aus dem Fachbereich Psychologische Forschung und Entwicklung wird dargestellt, wie wichtig hier die wissenschaftliche Fundierung der eingesetzten diagnostischen Verfahren ist. Dienstag, 21. April 2026, Prof. Dr. Jörn GlasenappWarum wird über Taylor Swift geforscht? Neben Naturwissenschaften, Technik, Medizin oder Rechtswissenschaften haben die Geistes- und Kulturwissenschaften einen festen Platz in der universitären Bildung. Gerade die Literatur- und Medienwissenschaft befasst sich mit aktuellen Phänomenen, wozu auch die Popkultur zählt. Wie kaum eine andere Musikerin hat es die US-Amerikanerin Taylor Swift mit 200 Millionen verkauften Tonträgern, milliardenfachen Streams und mit mehreren hundert Millionen Followern in den sozialen Netzwerken in den Pop-Olymp geschafft. Was macht ihren Erfolg aus? Was sind ihre Botschaften und warum ist sie Vorbild für eine ganze Generation? Damit befasst sich inzwischen auch die Forschung. Dienstag, 28. April 2026, Dr. Michael JungertScheitern in den Wissenschaften – Formen, Funktionen, Kulturwandel Das Scheitern ist in den Wissenschaften und in anderen Innovationsbereichen allgegenwärtig und in unterschiedlichen Formen ein wichtiger Bestandteil von Erkenntnisprozessen. Als spezifischer Forschungsgegenstand wurde es bisher allerdings kaum gesehen und im gesellschaftlichen Zusammenhang wird es häufig tabuisiert. Der Vortrag zielt auf einen Imagewandel ab: Nach einem Überblick zu den verschiedenen Ursachen und Typen des Scheiterns wird gezeigt, dass ein interdisziplinärer Ansatz nötig ist, um auch die bisher unbeleuchteten und produktiven Momente des Scheiterns besser zu verstehen und nutzbar zu machen. Dienstag, 5. Mai 2026, Dr.Magda LuthayGleichberechtigung in der Wissenschaft Wissenschaftlerinnen sind an den Universitäten in allen Forschungsgebieten vertreten, dennoch in vielen Fächern weiterhin unterrepräsentiert, etwa im MINT-Bereich. Je höher die Qualifikationsstufe, desto niedriger der Frauenanteil: Woran liegt das und was können Universitäten unternehmen, um eine Gleichstellung und -behandlung von Frauen in der Wissenschaft zu gewährleisten? Das Büro Gender und Diversity der FAU ist die zentrale Einrichtung für Chancengleichheit und Diversität und konzipiert und unterstützt Projekte zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dienstag, 12. Mai 2026, Prof. Dr. Thomas MölgDie Erforschung des Klimawandels: Gegenwart, Zukunft und das Jahr 1982 Die Kenntnis über das Klima der Zukunft besitzt höchste Bedeutung im Sinne der künftigen Stabilität und Gestaltung des menschlichen Lebensraums. Thematisiert wird, wie wir in der physikalischen Klimaforschung in die Zukunft blicken und welche Rolle Simulationen mit Klimamodellen dabei spielen. Auch wenn man diese Modelle bildlich als „Glaskugeln“ für Vorhersagen bezeichnen kann, sind sie klar nachvollziehbar und werden bereits seit Jahrzehnten erfolgreich für Voraussagen eingesetzt. Vieles, schon früher Vorhergesagte, hat sich längst bewahrheitet. Dienstag, 19. Mai 2026, Christina MerkelWissenschaftsjournalismus – eine wichtige "Übersetzungsarbeit" Ob Gentechnik, Digitalisierung oder Corona - immer mehr Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung haben direkten Einfluss auf das Leben der Menschen. Doch wie gelangt das Wissen aus den "Elfenbeintürmen" in die Öffentlichkeit? Der Wissenschaftsjournalismus leistet hier unerlässliche "Übersetzungsarbeit". Freilich schaffen es nicht alle Themen aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen unserer Region in die lokale Tageszeitung. Nach welchen Kriterien hier die Auswahl geschieht, was die Menschen interessiert und was nicht, sind Fragen, die die Redaktionen vor große Herausforderungen stellen. Referent*innen: Prof. Dr. Jörn Glasenapp, Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften, Universität Bamberg Prof. Dr. Florian Höhne, Fachbereich Theologie, FAU Dr. Michael Jungert, FAU Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (ZIWIS) Prof. Markus Kaiser, Dekan der Fakultät Angewandte Mathematik, Physik und Allgemeinwissenschaften, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm Laura Kneppe, Stabsstelle Presse und Kommunikation/Wissenschaftskommunikation, FAU Dr. Magda Luthay, Leitung des Büros für Gender und Diversity, FAU Christina Merkel, Wissenschaftsjournalistin, Verlag Nürnberger Presse Prof. Dr. Thomas Mölg, Institut für Geographie, FAU Dr. Erik Sengewald, Psychologische Forschung und Entwicklung, Bundesagentur für Arbeit Moderation: Dr. Susanne Stemmler, vhs Erlangen
Mit Augustus beginnt eine neue Epoche der römischen Geschichte - gab er selbst noch vor, die Prinzipien der Republik weiterführen zu wollen, und bezeichnete sich lediglich als "princeps inter pares", Erster unter Gleichen, wurde diese Illusion von seinen Nachfolgern rasch aufgegeben. Der Vortrag beschäftigt sich mit den frühen Kaisern der julisch-claudischen Dynastie von Tiberius, dem Stiefsohn des Augustus, über die drei Kaiser, die in der Überlieferung besonders schlecht davonkommen, Caligula, Claudius und Nero, bis zum Ende der ersten römischen Kaiserdynastie und den Wirren des Vierkaiserjahres 69 n.Chr.
Was wir als Geschichte bezeichnen, ist immer der Versuch der Rekonstruktion einer Wirklichkeit. Bei der Antike ist diese Rekonstruktion besonders herausfordernd - die Zeitzeugnisse, aus der wir unsere Kenntnis der Antike beziehen, bilden die Realität nur sehr punktuell ab und sind oft stark tendenziös. Dazu kommt unsere weite Entfernung von den Menschen und Ereignissen und damit die Schwierigkeit, die Zeugnisse angemessen zu interpretieren. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Arbeitsweise der Alten Geschichte und ihrer benachbarten Disziplinen und zeigt an besonders eindrücklichen literarischen Quellen, Inschriften, Münzen, Graffiti und Papyri, wie die Erforschung der Antike Gestalt annimmt.
Im ersten Beitrag zu der Reihe Archäologie in Israel seit 1948 sollen die rechtlichen Grundlagen der (staatlichen) archäologischen Arbeit im Land hinsichtlich ihrer Geschichte vorgestellt werden. Dazu muss die Zeit des britischen Mandats betrachtet werden, denn die gesetzlichen Grundlagen entsprechen bis heute dem Mandatsrecht.
Im zweiten Beitrag wird die Frage gestellt, wo sind Sodom und Gomorrah? De Referent geht der Frage nach, was die Bedeutung von „Biblischer Archäologie“ heute ist. Auch in einer zunehmend säkularen Gesellschaft sind Sodom und Gomorrah ein Begriff, und wenn es nur eine Mutter ist, die ihrem Kind sagt, dass es in seinem Zimmer so aussieht.
Die acht Jahreskreisfeste und ihre Traditionen blicken auf eine uralte Geschichte zurück. Begibt man sich auf Spurensuche, führt sie uns zu den Kelten und Germanen, deren Feste später von christlichen Inhalten überlagert wurden. Der Jahreskreis umfasst vier Sonnenfeste und vier Mondfeste, die eng mit den Rhythmen der Natur verbunden sind. Im Vortrag werden Einblicke in die Ursprünge, die Bedeutung und Symbolik dieser Feste gegeben, sowie die dazugehörigen Räucherpflanzen vorgestellt. Entdecken Sie, wie diese alten Traditionen heute wieder an Bedeutung gewinnen und einen neuen Zugang zur Natur bieten könnten.
„Gott lacht nicht“ – diese Worte legt Umberto Eco in seinem Roman „Der Name der Rose“ dem Dogmatiker und Mörder Jorge von Burgos in den Mund. Und tatsächlich erscheint uns heute das Mittelalter als rigide, engstirnig und wissenschaftsfeindlich. Aber war es das? Anhand zentraler Fragen wollen wir zum Kern des mittelalterlichen Denkens vorstoßen: War das Mittelalter irrational? War das Mittelalter nur religiös? Wer waren die Ketzer? Gab es im Mittelalter Wissenschaft und so etwas wie eine „Aufklärung“?
Der kriminalgeschichtliche Vortrag berichtet über die eher düsteren Seiten der Vergangenheit und handelt von einer Justiz, die noch nicht auf Resozialisierung, sondern Sühne und Abschreckung ausgerichtet war. Im Fokus stehen u.a. die rechtlichen Grundlagen, die Art der Strafen, ihre Umsetzung, Orte der Justiz, die Person und das „Handwerkszeug“, des Scharfrichters, ausgewählte Kriminalfälle und Hinrichtungen. Anhand zahlreicher Quellen aus den Städten Erlangen und Nürnberg zeichnet der Erlanger Historiker Hartmut Heisig ein anschauliches Bild der Tätigkeit städtischer Scharfrichter in Mittelalter und früher Neuzeit.
Die Geschichte der Renaissance: eine Zeitenwende. Ausgehend von Italien ein Wendepunkt für Politik, Gesellschaft, Menschenbild, Kunst und Wissenschaft. Ein Tummelplatz schillernder Persönlichkeiten jedweder Couleur. Eine Zeit geprägt von Krieg, Mord, Intrigen aber auch unsäglicher Schönheit. Die bisherige klerikal geprägte Weltordnung - mit Gott im Mittelpunkt - wird zunehmend in Frage gestellt. Der Handel nimmt eine immer bedeutendere Rolle ein und schafft ein neues Bürgertum, das diesseits orientiert ist und die alten Feudalstrukturen aufbricht. In Kooperation mit der Seniorenquartiersarbeit Büchenbach und dem AWO Stadtteilprojekt Erlangen-Büchenbach
Die Auswanderung der in Frankreich verfolgten Hugenotten war ein die europäische Geschichte prägendes Flucht- und Migrationsereignis und für die Stadt Erlangen von zentraler kultureller Bedeutung. Von 1560 bis 1760 waren über zweihunderttausend Hugenotten von religiöser Verfolgung und der daraus folgenden Diaspora betroffen. Die Hugenottenzeit ist in Erlangen ein elementarer Bestandteil der Stadtgeschichte und prägt das Stadtbild und Lebensgefühl bis heute. Die Ankunft der Hugenotten in Erlangen ist aber auch aus wirtschaftsgeschichtlicher Perspektive ein Ereignis von herausragendem Rang. Der Vortrag zeigt anhand von neu edierten Originalquellen, wie die Hugenotten und ihre neuen handwerklichen Techniken das Leben in Erlangen nachhaltig veränderten. Die neuen Erkenntnisse über die wirtschaftliche Organisation der Hugenottenmanufakturen wurden im Rahmen des interdisziplinären Universitätsbund-Projekts „E-HugO – Erlanger Hugenotten-Ordnungen Digital“ an der FAU Erlangen erarbeitet.
Die Geschichte des größten Erlanger Adelspalais Das Egloffsteinsche Palais wurde 1718-1733 von Ritterhauptmann Carl Maximilian von Egloffstein am damaligen Stadtrand als Dreiflügelanlage errichtet. Nach dem Verkauf durch dessen Erben 1739 war es Sitz des Amtshauptmanns, Universitätsgebäude, Waisen- und Armenhaus, Wohnhaus und lange Zeit Schulhaus, bis es 1957 zum städtischen Kulturzentrum umgebaut wurde. Der Referent zeichnet diese wechselvolle Geschichte auf der Grundlage eigener Forschungen nach. Neu erschlossene Quellen ermöglichen überraschende Erkenntnisse über die Erbauung und die Wohnverhältnisse im Adelspalais. Am Schluss steht die Frage, wie man mit dem noch erhaltenen historischen Baubestand umgehen sollte.
Ludwigskanal und Eisenbahnanbindung waren ab der Mitte des 19. Jahrhunderts Voraussetzung, dass Erlangen sich zur Industriestadt entwickelte. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts galt die Hugenottenstadt als eine der ärmsten Kommunen Bayerns. Um 1900 waren Medizintechnik, Bier und Elfenbeinkämme aus der Regnitzstadt weithin begehrt. Während der Kanal nicht die hohen Erwartungen erfüllte, erwies sich die Bahn als Antriebsfeder des wirtschaftlichen Aufschwungs. Am Bahnhof trafen zeitweise drei Eisenbahnlinien aufeinander. Der reich bebilderte Vortrag erinnert an ein entscheidendes Kapitel der Erlanger Verkehrsgeschichte.
Einige Jahrhunderte älter als die Hugenottenstadt ist der nördliche Stadtkern Erlangens, die Altstadt. Das große Feuer im Jahre 1706 veränderte das Gesicht des einst mittelalterlichen Ortes. Wie Brautradition, Heiliger Martin und Eisenbahn diesen Teil der Stadt prägten, ist bei unserem Rundgang zu erfahren. Ebenso warum die beiden Schwesternstädte trotzdem lange Zeit verschiedene Welten blieben, indem wir den alten Rechten und Traditionen der Altstadt nachspüren. Treffpunkt: Martin-Luther-Platz, Portal Altstädter Kirche
Die lateinische Sprache ist allgegenwärtig. Nicht selten begegnen wir ihr im Alltag, ohne uns dessen überhaupt bewusst zu werden. Natürlich wissen wir um den erheblichen Einfluss des alten Roms und der Sprache auf die kulturelle Entwicklung nicht nur Europas weit über den Untergang des römischen Weltreichs hinaus. Freilich aber scheint das alles auch schon recht lange her zu sein. Nicht wenigen gilt Latein als eine „tote“ Sprache, die man im Grunde nicht mehr wirklich braucht, gewissermaßen als ein „Zombie“, der nur noch umgeht, um Schulkindern Angst zu machen. Der Vortrag lädt ein zu einer unterhaltsamen wie aufschlussreichen Suche nach dieser vermeintlich nutzlosen „Untoten“. Kurstipp: Sind Sie interessiert an der lateinischen Sprache? Die vhs Erlangen bietet in diesem Semester einen Schnupperkurs Latein ab dem 13. April an. Sie finden den Kurs unter der Kursnummer 26S621001.
Ergänzend zu den Vorträgen zur Familiengeschichtsforschung im Wintersemester beschäftigt sich dieser Kurs mit der Kurrentschrift. Über Jahrhunderte hinweg wurden Dokumente in Kurrentschrift geschrieben: Urkunden, Verträge, Einträge in Kirchenbücher, Briefe, Postkarten, Familienbücher - aber wer kann das noch lesen? Der Einsteigerkurs vermittelt elementare Grundkenntnisse und Hilfestellungen für das Lesen von Kurrentschrift. Danach üben wir das Lesen anhand von ausgewählten Dokumenten.
Im Kurs wird das Lesen von Dokumenten in Kurrentschrift geübt, vielleicht an einem Pfarrbuch oder einer anderen geeigneten Handschrift des 19. Jh. Die Teilnehmer können eigene Dokumente kleinen Umfanges als Übungstexte mitbringen. Wir üben und lesen nicht nur im Gesamtkurs, sondern auch in Kleingruppen. Das Ergebnis wird besprochen, ggf. ergänzt, berichtigt und fertiggestellt. Am letzten Kursabend sehen wir auf den Lern- und Übungsprozess zurück und bewerten unsere erworbenen Kenntnisse.
Die Erlanger Freimaurerloge "Libanon zu den 3 Cedern" wurde 1757 gegründet und ist somit eine der ältesten Vereinigungen in Erlangen. Sie kann auf über 260 Jahre nahezu ununterbrochene Tätigkeit zurückblicken. Bei dieser Führung durch das Logenhaus erfahren Sie, was Sie schon immer über die Freimaurerei wissen wollten: Was sind ihre geschichtlichen Ursprünge? Was sind die Grundideen? Wer sind die Freimaurer und was sind ihre Ziele? Treffpunkt: Erlanger Logenhaus, Universitätsstraße 25 In Kooperation mit der Freimaurerloge Libanon zu den 3 Cedern Erlangen
Seltene Einblicke in die sonst verschlossenen Magazine des Stadtarchivs gewährt diese Führung: Das Archiv ist Gedächtnis der Stadt und Ansprechpartner zu allen Fragen der Stadtgeschichte. Hier werden alle Unterlagen der Stadtverwaltung aufbewahrt, die historisch oder rechtlich bedeutsam sind. Darüber hinaus sammelt das Stadtarchiv viele weitere Zeugnisse zur Stadtgeschichte wie Vereins- und Firmenarchive, Nachlässe und Sammlungen von Privatpersonen. Der Leiter des Stadtarchivs informiert über die Arbeit eines Archivs und zeigt Originaldokumente aus mehreren Jahrhunderten Erlanger Stadtgeschichte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Siehe Ausschreibung des Kurses 26S201026
Der jüdische Friedhof auf der Bubenreuth zugewandten Seite des Burgbergs hat eine bewegte und bewegende Geschichte. 1891 in einer interreligiösen Feier eingeweiht, wurde er schon vor dem 50. Jahrestag seiner Eröffnung geschändet. Auf dieser Führung tauchen Sie ein in die Geschichte des Friedhofs, aber auch in die Geschichten der hier begrabenen Menschen, die nach jüdischem Glauben auf dem Friedhof ihre ewige Ruhe gefunden haben. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. In Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde Erlangen Treffpunkt: Eingang zum jüdischen Friedhof am westlichen Ende der Rudelsweiherstraße
Der Film von Hermann Weiskopf zeigt eindrucksvoll Leben und Leiden des österreichischen Priesters Otto Neururer, der im Konzentrationslager Buchenwald aufgrund seiner Priestertätigkeiten ermordet wurde. Obwohl es im KZ strengstens verboten war, seelsorgerisch tätig zu sein, predigt Otto Neururer heimlich und nimmt KZ-Häftlingen unerlaubt die Beichte ab. Neururer war der erste Priester Österreichs, der in einem Konzentrationslager durch die Nationalsozialisten ermordet wurde.1996 wurde Otto Neururer von Papst Johannes Paul II. als Märtyrer seliggesprochen. Eine Kooperation mit BildungEvangelisch und der keb MitteIfranken
Wie lebte es sich zwischen 1933 und 1945 in Erlangen? Der Alltag wurde durch die Einbindung des Einzelnen in die „Volksgemeinschaft“ politisiert. Antisemitismus, Bücherverbrennung und Euthanasie warfen ihre Schatten auf eine Stadt, die mit dem Kriegsausbruch an der „Heimatfront“ lag. Eine besondere Rolle spielte die FAU, die als „erste nationalsozialistische Hochschule im Reich“ bekannt wurde. Der Rundgang spannt einen Bogen von der „Machtergreifung“ bis zum Kriegsende, klammert aber auch bedrohliche Kontinuitäten nicht aus. Treffpunkt: Ecke Hauptstraße / Südliche Stadtmauerstraße (gegenüber vom Geschäft Betten Bühler)
Wenn wir geschichtsträchtige Orte besuchen, so sind wir gewohnt, dass die Umgebung, die Atmosphäre, die Mauern und Gebäude uns ihre Geschichte erzählen und einen Eindruck ihrer Zeit vermitteln. Manchmal ist aber auch von einem noch so wichtigen Ort nicht mehr viel übrig. Und trotzdem muss seine Geschichte erzählt und bewahrt werden. So ist das auch im Falle des KZ-Außenlagers Hersbruck. Seit dem Krieg wurde das Gelände des Lagers weitgehend überbaut und heute erinnert nur wenig an die traurige Vergangenheit des Geländes. In Hersbruck befand sich von Juli 1944 bis April 1945 das zweitgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Neben der Geschichte des Lagers und seiner Topographie werden bei der Exkursion der Dokumentationsort sowie der Eingang zu einem Doggerstollen aufgesucht. In Kooperation mit den mittelfränkischen Volkshochschulen
Zwangsjacken, Ausbruchswerkzeuge, Suizidmittel, diagnostische Geräte, persönliche Dokumente: Das Bezirksklinikum Erlangen hat eine umfangreiche psychiatriehistorische Sammlung bewahrt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Vielfalt der Sammlung, zeigt auf, was diese Objekte über Behandlung, Kontrolle und den Alltag in der Anstalt erzählen – und diskutiert die ethischen Grenzen ihrer musealen Präsentation. In Kooperation mit den mittelfränkischen Volkshochschulen
Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg ist bis heute stark westeuropäisch ausgerichtet. Der Krieg „im Osten“ hingegen bleibt hierzulande eine große Leerstelle. Dieses Unwissen steht in starkem Kontrast zu den Erinnerungen in den betroffenen Gesellschaften Osteuropas, für die der Krieg und die Besatzung zentrale historische Bezugspunkte sind. Der Vortrag thematisiert die lokale Dimension des Krieges – die Schicksale der Osteuropäer als Zwangsarbeiter in Erlangen. In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte
Spielhöllen, Freudenhäuser, Wettbüros: Auch Erlangen hat eine „lasterhafte Geschichte“, die wir bei einem kulturhistorischen Spaziergang erkunden wollen. Wir begegnen dabei bekannten und weniger bekannten Personen der Stadtgeschichte aus unterschiedlichsten Epochen. Auch kommen wir an Orte, wo man das Laster wohl am wenigsten vermutet hätte. Treffpunkt: Am WashPoint (Waschsalon) am Lorlebergplatz in Erlangen
Das zerklüftete Altdorfer Land birgt zahlreiche Geheimnisse. Noch heute bietet es Archäologen ein breites Arbeitsfeld. Wir besuchen auf unserer Wanderung einen der rätselhaftesten Orte der Gegend: die Kirche St. Michael. Nicht nur der Bau selbst hütet einige Geheimnisse. Auch ihr Standort und die unmittelbare Umgebung sind besonders. Erst in jüngerer Zeit gelang es hier, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Rundweg, 11 km. Im Anschluss bestehen in Altdorf Einkehrmöglichkeiten. Treffpunkt: Am Bahnhof in Altdorf (S-Bahn-Endhaltestelle)
Die Gegend um Pettensiedel gehört nicht zu den klassischen Ausflugs- und Wanderzielen, liegt der Ort doch etwas abseits beliebter Wanderwege. Dabei mangelt es hier nicht an landschaftlichen und kulturhistorischen Höhepunkten. Auch das nahe Forth hat einiges zu bieten, so seine Jahrhunderte währende jüdische Geschichte. Wanderung (10 km) Treffpunkt: Am Bahnhof in Forth (Gräfenbergbahn)
Eine mächtige Burg prägt die einmalige Landschaft zwischen Heidenberg und dem Spalter Hügelland. Von hier aus bietet sich einer der wohl faszinierendsten 360-Grad-Blicke Mittelfrankens. Der Ort und sein Umland, besonders auch der Abenberger Wald, sind eine wahre Schatzkiste! Unser Weg führt zu den interessantesten Orten und Sehenswürdigkeiten des Abenberger Landes. Wanderung, 8 km. Im Anschluss bietet sich auf der Burg Abenberg die Möglichkeit zur Einkehr bei Kaffee und Kuchen an. Treffpunkt: Am Caritas Seniorenzentrum St. Josef in Abenberg (Mäbenberger Str. 7-9, 91183 Abenberg)
Am 8. März wird im Süden Deutschlands gewählt: In Bayern auf kommunaler Ebene, in Baden-Württemberg ein neuer Landtag. Vor dem Hintergrund der Mitte-Studie wollen wir darüber diskutieren, wie sich die Ergebnisse der Wahlen in Bayern und Baden-Württemberg einordnen lassen und was sie über den Zustand der politischen Mitte in wirtschaftlich starken Regionen aussagen. Die neue Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt: Die große Mehrheit der Bevölkerung ist demokratisch eingestellt und lehnt Rechtsextremismus weiterhin ab. Gleichzeitig wächst jedoch in der Mitte der Gesellschaft eine politische Grauzone. Immer mehr Menschen grenzen sich nicht mehr eindeutig von demokratiefeindlichen Positionen ab. Die Mitte der Gesellschaft ist angespannt, durch polarisierende Debatten, äußere Konflikte, innere Krisen, geschürte Ängste und reale Probleme. Ist die „angespannte Mitte“ auch im Süden Deutschlands politisch anschlussfähig für antidemokratische Angebote? Welche Rolle spielen dabei sozioökonomische und regionale Faktoren? Und was bedeuten diese Entwicklungen für die politische Praxis und die Demokratie? Mit: - Prof. Dr. Beate Küpper, Herausgeberin der Mitte-Studie, Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein - Prof. Dr. Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing - Dr. Bastian Heider, Stv. Leiter des Bereichs Geoinformation und Monitoring am Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund, Studienautor „Antidemokratische Wahlerfolge im ungleichen Deutschland“ - Moderation online: Anja Dondl, Leitung KommunalAkademie Bayern der FES Moderation vor Ort: Wolfgang Niclas
Bonn in den Jahren 1948/49: Die Juristin Dr. Elisabeth Selbert sitzt als Abgeordnete im "Parlamentarischen Rat", der zuständig ist für die Verabschiedung des Grundgesetzes der entstehenden Bundesrepublik. Hier kämpft sie für die Aufnahme des Satzes: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Die Sternstunde ihres Lebens kommt, als ihre Formulierung wörtlich in den Artikel 3 des neuen Grundgesetzes aufgenommen wird. Diese Veranstaltung ist ein Beitrag der vhs zum Programm rund um den Internationalen Frauentag am 8. März. Nach dem Film besteht die Möglichkeit zur moderierten Diskussion. (Sternstunde ihres Lebens, D, 2014, 88 Minuten)
Menschen sind ständig unterschiedlichen Quellen ionisierender Strahlung ausgesetzt – sei es natürlich oder durch menschliche Einflüsse. Dieser Vortrag bietet einen verständlichen Überblick über die verschiedenen Arten der Strahlenbelastung und ihre Ursprünge. Dabei werden die grundlegenden Prinzipien des Strahlenschutzes erläutert und aufgezeigt, wie sich Personen effektiv vor entsprechenden Risiken schützen können.
Der Tamang Heritage Trail ist ein bekannter Trekking-Höhenweg im Himalaya-Staat Nepal, der Wandernden das Tor zu einer magischen Welt aus Spiritualität, lebendiger Kultur und majestätischen Bergen öffnet. Christian Zombek nimmt Sie mit auf eine Bilderreise durch diese faszinierende Gebirgsregion. Die Autorin Andie Arndt wird zudem aus ihrem preisgekrönten Nepal-Roman „Das Herz des Leoparden“ lesen, der während ihrer zwei Jahre in Kathmandu beim Wiederaufbau der Region nach einem schweren Erdbeben entstand. Ein inspirierender Abend, der das Herz berührt und das Fernweh weckt.
Mit den Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Völkerrechts. Und nach dem Kalten Krieg schien die regelbasierte Weltordnung realistisch. Doch die Wirklichkeit ist eine andere, nicht erst seit Russlands Einmarsch in die Ukraine. Auch Israels Reaktion auf das Massaker vom 7. Oktober und der Militäreinsatz der USA im Iran werfen Fragen auf. Der Vortrag zeichnet den Weg seit 1945 nach und benennt doppelte Standards und blinde Flecken vor allem der deutschen Politik. Gerade Deutschland muss die völkerrechtlichen Standards einfordern. Das Recht verträgt keine Kompromisse. Der Vortrag findet im Rathaus Herzogenaurach (Sitzungssaal, 3. OG), Marktplatz 11, 91074 Herzogenaurach statt. In Kooperation mit der Volkshochschule Herzogenaurach
Bubenreuth ist seit über 70 Jahren Zentrum des deutschen Geigenbaus. In dieser Tradition steht Günter H. Lobe, Innungsobermeister, seit fast 50 Jahren in diesem tollen Beruf, mit ihm seine Tochter Hannah M. Lobe, Geigenbaumeisterin, als seine Nachfolgerin. Gemeinsam verbinden sie altes traditionelles Handwerk mit modernem Wissen, um Instrumente zu schaffen, die Musiker:innen weltweit begeistern. Erfahren Sie im Vortrag mehr über die Geschichte des Ortes, die Kunst des Geigenbaus und die gemeinsame Leidenschaft der Referent*innen.
Der Doku-Spielfilm entstand im ‚Frankenhof‘, dem Hallenbad in der Erlanger Innenstadt, das 1963 eröffnet und 2017 geschlossen wurde. Die Erlanger Regisseurin Diana Zeiler hat am letzten Öffnungstag eine Drehgenehmigung erhalten, um die quirlige Atmosphäre dieses beliebten Treffpunkts für Alt und Jung zu porträtieren. Die Schwimmhalle, das Solarium, die Sauna und der Ruheraum stellen nun ein einzigartiges historisches Dokument dar und werden beim Anschauen Erinnerungen an eigene Aufenthalte im Frankenhof wecken. Der Film führt anschließend auch noch ins Untergeschoss in die Technikräume, wo der Zutritt für Badegäste damals natürlich verboten war. Diana Zeiler sowie Schauspieler*innen und Mitwirkende berichten über das "Making of" des Films. D 2017, ca. 20 Min., Regie: Diana Zeiler. Mit: Agnes Heublein mit Sohn Felix, Rainer Thonn.
Die Forschungsstelle für religiöse Vielfalt der FAU und die Volkshochschule Erlangen bieten mit AGORA einen Raum für Gespräche über ein komplexes Thema, den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Das Gespräch über dieses Thema ist immer schwierig, oft schmerzlich und führt regelmäßig in Konfrontation und zu verbalen Verletzungen. AGORA bietet einen Raum, in dem klare Regeln für die Debatte gelten. Die drei Nachmittage/Abende werden doppelt moderiert: einmal, um die Gesprächskultur zu wahren und zum anderen inhaltlich. AGORA möchte und kann keine Lösungen präsentieren, sondern einen Raum anbieten, an dem Menschen unterschiedliche Perspektiven austauschen können. Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des Konfliktes auf Deutschland. In Kooperation mit der Forschungsstelle für religiöse Vielfalt an der FAU