Diese Online-Fortbildung, durchgeführt durch die Bildungsinitiative SPREUWEIZEN, richtet sich hauptsächlich an Lehrkräfte und Pädagoginnen im Grundschulbereich bzw. von Klasse 3 bis 8 oder auch interessierte Eltern. Auch Apps wie Spotify, WhatsApp und Co. entwickeln sich mehr und mehr zu Videocontent- bzw. Social Media Plattformen. In diesem Live-Online-Seminar erarbeiten Sie Strategien und erhalten Hintergründe, Methoden und Tipps für einen achtsamen Start im Umgang mit Social Media Apps. Seminarinhalte: - Social Media Plattformen kennen und Entwicklungen verstehen - Gefahren für Kinder und Jugendliche wie Cybergrooming und Co. erkennen - Tipps für gute Handlungsoptionen der Begleitung als Pädagogin und Eltern Kursleitung: Ronald Becker Veranstaltungsort: Online-Zoom-Raum 01 Ausführende vhs: vhs Filderstadt
Babys kommunizieren vom ersten Lebenstag an – lange bevor sie weinen. Mit feinen Signalen zeigen sie, was sie brauchen, wann sie bereit für Interaktion sind und wann sie eine Pause benötigen. Wer diese Feinzeichen erkennt, kann das Wohlbefinden des Kindes stärken, Stress reduzieren und eine sichere Bindung fördern. Inhalte der Veranstaltung: Definition Das Konzept der Feinzeichen Die 3 Stufen der Baby-Signale Feinzeichen für spezifische Bedürfnisse Körpersprache verstehen Bedeutung von Kontext Wie Eltern feinfühlig reagieren können Die Präsentation richtet sich an Eltern und alle, die die Signale von Babys besser verstehen möchten. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit Säuglingen zu gewinnen und frühzeitig auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können – noch bevor Tränen fließen. Kursleitung: Janina Zimmermann Veranstaltungsort: 75031, Eppingen Ausführende vhs: vhs Eppingen-Gemmingen-Ittlingen
Für Eltern ist es oft eine große Herausforderung, ihr Kind mit einer Rechtschreibschwäche zu unterstützen und gleichzeitig seine Lernfreude zu erhalten. In diesem Vortrag erfahren Sie, mit welchen Problemen betroffene Kinder konfrontiert sind und wie Sie ihnen mit Verständnis, Geduld und praktischen Strategien helfen können. Sie erhalten konkrete Tipps, um die Lernmotivation Ihres Kindes zu stärken und es auf seinem Weg zu begleiten – ohne es zu überfordern. Kursleitung: Claudia Hartl-Blisse Veranstaltungsort: online, Zoom, online, Zoom Ausführende vhs: vhs im Würmtal
Viele Eltern stehen vor der Herausforderung, ihr Kind zu fördern, ohne seine Lernfreude zu verlieren. Kinder, die den Zahlenraum bis zehn am Ende der 1. Klasse nicht sicher beherrschen, verlieren schnell den Anschluss. Der Vortrag vermittelt Einblicke in die Schwierigkeiten rechenschwacher Kinder und zeigt praxisnahe Wege, wie Sie Ihr Kind gezielt unterstützen können. Mit passenden Methoden und Spielen lässt sich die Lernmotivation stärken und Rechnen zu einer positiven Erfahrung machen. Kursleitung: Claudia Hartl-Blisse Veranstaltungsort: online, Zoom, online, Zoom Ausführende vhs: vhs im Würmtal
Gemeinsame Mahlzeiten mit Kindern sollten ein Moment der Freude und Verbindung sein – dennoch kommt es in vielen Familien immer wieder zu Stresssituationen am Esstisch. Der Vortrag „Stressfrei essen am Familientisch“ bietet praxisnahe Tipps, wissenschaftliche Erkenntnisse und alltagsnahe Impulse rund um das entspannte Familienessen. Inhalte der Veranstaltung: Gründe für Stress beim Essen mit Kleinkindern und wie Eltern gelassen reagieren können. Bedeutung gemeinsamer Essenszeiten Gesunde Ernährung: Was ist altersgerecht, welche Portionsgrößen sind sinnvoll? Umgang mit Herausforderungen Entwicklungspsychologische Aspekte und Ernährungstipps Praktische Rituale und Routinen für entspannte Mahlzeiten. Selbstbestimmtheit fördern: Wie Kinder eigenständig essen lernen und dabei Spaß haben. Tipps für den Umgang mit schwierigen Esssituationen und „schlechten Essern“. Erfahrungsaustausch und Fragerunde am Ende. Kursleitung: Janina Zimmermann Veranstaltungsort: 75031, Eppingen Ausführende vhs: vhs Eppingen-Gemmingen-Ittlingen
Kinder und Jugendliche bekommen in einer Montessori-Schule die Möglichkeit, auf ihre Stärken zu vertrauen und mit ihren Schwächen umzugehen. Sie werden darin bestärkt und unterstützt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Zur Erreichung dieses Zieles vermittelt die Montessori-Pädagogik neben Fertigkeiten, Lernstrategien und Wissen gleichzeitig einen Sinn für die Gemeinschaft und ihre ethischen Werte. Aktuelle Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und besonders der Hirnforschung werden berücksichtigt. Die Referent*innen aus dem Schulleitungsteam informieren an diesem Abend darüber, wie Kinder und Jugendliche an der Montessori-Schule Erlangen auf eine sinnvoll erlebte Zukunft vorbereitet und bis zum Abitur begleitet werden. Es handelt sich um eine Veranstaltung der Montessori-Schule.
Kochen macht Spaß. Beim Kochen kann man viel lernen. Was sind gesunde Lebensmittel? Warum muss eine Küche sauber sein? Wieso muss man Hände waschen? Ihr könnt selbst Fragen stellen. Ihr besprecht gemeinsam, was ihr kochen wollt. Die Anmeldung erfolgt nur über die OBA (Offene Beratung und Freizeit-Angebote), Telefon: 09131 9207181.
Kochen macht Spaß. Beim Kochen kann man viel lernen. Was sind gesunde Lebensmittel? Warum muss eine Küche sauber sein? Wieso muss man Hände waschen? Ihr könnt selbst Fragen stellen. Ihr besprecht gemeinsam, was ihr kochen wollt. Die Anmeldung erfolgt nur über die OBA (Offene Beratung und Freizeit-Angebote), Telefon: 09131 9207181
Ein Kurs für den Umgang mit schwerkranken Menschen und Menschen am Lebensende Ich lerne: Wenn ein Mensch stirbt: Was kann ich dann machen? Wer kommt und hilft mir? Was kann ich vor meinem Tod bestimmen? Wenn ich traurig bin: Was kann ich dann machen? Für wen ist dieser Kurs? Dieser Kurs ist für alle Menschen. Und für Menschen, die in Wohn-Gruppen leben, und für Menschen, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten. Sie können zusammen mit einem Betreuer oder einer Betreuerin teilnehmen, oder mit einem Freund oder einer Freundin. In Kooperation mit der Lebenshilfe Erlangen e.V. Hinweis: Sie können sich über die vhs, aber auch über die OBA (Offene Beratung und Freizeit-Angebote), Telefon: 09131 9207181 anmelden.
Mutiger sprechen und selbstbewusst auftreten Viele Menschen sind unsicher, wenn sie vor anderen sprechen. Mit einfachen Übungen, Spielen und kleinen Auftritten üben wir, mutiger zu sprechen und uns auszudrücken. Die Übungen machen Spaß und stärken das Selbstvertrauen. Wir probieren aus: vor anderen zu sprechen laut und deutlich zu sprechen eigene Wünsche und Meinungen zu sagen Der Kurs bietet einen geschützten und unterstützenden Raum zum Üben. Für wen ist der Kurs? Der Kurs ist für Menschen mit und ohne Behinderung, die mehr Mut bekommen möchten, vor anderen zu sprechen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Die Anmeldung erfolgt über die OBA (Offene Beratung und Freizeit-Angebote), Telefon: 09131 9207181 In Kooperation mit der Lebenshilfe Erlangen e.V.
Die vhs Erlangen bietet Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen in den Regnitz-Werkstätten für Mitarbeiter*innen mit Behinderungen. Die Kurse sind aber auch für Interessierte offen, die nicht in den Regnitz-Werkstätten arbeiten. Informationen und Anmeldung: Regnitz-Werkstätten: Cécile Reinhardt, Tel. (0 91 31) 9 20 72 44 E-Mail: Cecile.Reinhardt@Regnitz-Werkstaetten.de und Melanie Fürst, Tel. (0 91 31) 9 20 72 45 E-Mail: Melanie.Fuerst@Regnitz-Werkstaetten.de Die Veranstaltungen beginnen in der Regel in der ersten Semesterwoche, aus organisatorischen Gründen können aber Abweichungen von den angegebenen Terminen nötig werden.
Die vhs Erlangen bietet Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen in den Regnitz-Werkstätten für Mitarbeiter*innen mit Behinderungen. Die Kurse sind aber auch für Interessierte offen, die nicht in den Regnitz-Werkstätten arbeiten. Informationen und Anmeldung: Regnitz-Werkstätten: Cécile Reinhardt, Tel. (0 91 31) 9 20 72 44 E-Mail: Cecile.Reinhardt@Regnitz-Werkstaetten.de und Melanie Fürst, Tel. (0 91 31) 9 20 72 45 E-Mail: Melanie.Fuerst@Regnitz-Werkstaetten.de Die Veranstaltungen beginnen in der Regel in der ersten Semesterwoche, aus organisatorischen Gründen können aber Abweichungen von den angegebenen Terminen nötig werden.
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Für Teilnehmende mit und ohne Vorkenntnisse Kritik zu äußern fällt oft ebenso schwer wie Kritik zu empfangen. Aus Angst zu verletzen, wird Vieles heruntergeschluckt. Andererseits wiederum kann erhaltenes Feedback verletzen. Im Kurs erfahren Sie, wie Sie in schwierigen Situationen reagieren können, so dass konstruktive Klärungen entstehen und wie Sie Feedbacks gelassen empfangen können – auch, wenn sie nicht empathisch formuliert sind. Sie üben an praktischen Beispielen. Grundlage ist unter anderem die Gewaltfreie Kommunikation. Eine Kooperation mit wabene
Louise, eine verwitwete Mutter von zwei Kindern, bewirtschaftet allein einen Hof mit Birnen- und Lavendelanbau in der Provence. Eines Tages fährt sie Pierre an, den sie daraufhin mit zu sich nach Hause nimmt, um ihn zu pflegen. Bald stellt sich heraus, dass Pierre das Asperger-Syndrom hat. Er bringt mit seiner ordentlichen, überaus korrekten, ehrlichen und sensiblen Art das Leben der kleinen Familie ganz schön durcheinander. Aber Pierre ist auch ein Zahlengenie und kann Louise bei der wirtschaftlich schwierigen Lage ihres Hofes unterstützen. Eine wunderbare französische Komödie, in der ganz unterschiedliche Welten aufeinander prallen, die sich aber nicht besser ergänzen könnten. Eine Kooperation mit wabene
Wenn etwas nicht stimmt, kann es entlasten, eine Diagnose zu haben; auch, um Zugang zu Hilfsangeboten zu bekommen. Manche Selbsthilfe-Videos und -Podcasts suggerieren aber, dass eine Diagnose nur das Abhaken einer Checkliste ist. Alltagsempfindungen werden als krankhaft gedeutet oder ernsthafte Symptome bagatellisiert. Begriffe wie "triggern" sind von der Psychologie in die Alltagssprache übergegangen. Was bedeutet das für uns als Gemeinschaft – und was für die betroffenen Personen? Was ist der Auftrag an die Gesellschaft? Prof. Dr. Raab widmet sich diesem Themenkomplex, betrachtet ihn aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und schafft Raum für Austausch. Eine Kooperation mit wabene
Bücher lesen und mit anderen darüber reden, im lockeren Gespräch und doch versiert den eigenen Lektüreerlebnissen auf den Grund gehen. Dieses Semester widmen wir uns zeitgenössischer Literatur zum Thema "Hotel". Wir beginnen mit Vea Kaiser "Fabula rasa". Die übrigen Titel bestimmt der Kurs.
Von welchen Büchern heißt es immer, man müsse sie gelesen haben? Welche Romane nennen Autor*innen als Vorbild und Inspirationsquelle? Gemeinsam lesen wir ein paar dieser modernen Klassiker des 20. und 21. Jahrhunderts. Halten sie, was ihr Ruf verspricht? Auf unseren Bücherstapel kommt, was Spaß macht und nicht in Arbeit ausartet. Den Auftakt macht Boris Vians „Die Gischt der Tage“ (antiquarisch auch unter dem Titel „Der Schaum der Tage“ erhältlich). 2. Termin, 28.10.2026: Osamu Dazai "No Longer Human - Bekenntnisse eines Gezeichneten" 3. Termin, 25.11.2026: Marieluise Fleißer "Eine Zierde für den Verein" 4. Termin, 27.01.2027: Marian Engel "BÄR" 5. Termin, 24.02.2027: über den letzten Titel entscheiden wir im neuen Jahr
In diesem Lesekreis können wir der Frage nachgehen, warum die Begegnung mit dem Geheimnisvollen uns fasziniert und wir Lust am Lösen von Rätseln haben. Unsere Lektüremöglichkeiten reichen von klassischen Schauergeschichten bis zu modernen (literarischen) Krimis. Wir beginnen mit dem Begründer dieser Literaturrichtung: Edgar Allen Poe, "Die schwarze Katze", "Der Untergang des Hauses Usher" (Reclams Universal-Bibliothek 14424). Weitere Texte suchen wir nach Vorschlägen gemeinsam aus.
Texte schreiben leicht gemacht! Die preisgekrönte Autorin Pauline Füg gibt Tipps und verrät Tricks: Wie finde ich eine Idee? Wie setze ich sie um? Wie klingt mein Text gut? Wie schreibe ich gut? In kreativen Schreibübungen werden Schreibanlässe geboten und Ideen weiterentwickelt. Ziel ist es, erste Anregungen zu geben, das Schreiben auch nach dem Workshop in den eigenen Alltag zu integrieren. Der Kurs ist ideal für alle, die erste Schritte im Kreativen Schreiben gehen oder das Schreiben wieder aufnehmen wollen. Sei es für Schreibanfänger*innen oder Menschen, die schon Texte in der Schublade haben. Sei es für geübte, gelegentliche Tagebuchschreiber*innen oder Menschen, die viele Ideen haben und wissen möchten, wie sie diese umsetzen und aufs Papier bringen: Schreibinteressierte Menschen jeden Alters sind hier herzlich willkommen. Bitte mitbringen: Neugier, ein bisschen Mut, gute Laune, einen Stift und Papier
Wir lassen Erinnerungen wiederauferstehen und suchen den kreativen Flow. In dieser Schreibwerkstatt lassen wir uns von anderen Kunstformen inspirieren – Musik, Film, Malerei, Architektur – und verwandeln mit ihrer Hilfe eigene Erfahrungen in Texte. Mit Tipps vom Schreibcoach und im kreativen Austausch entstehen so persönliche Erinnerungskunstwerke.
Ein spaßiges Literaturexperiment für Anfänger*innen und Fortgeschrittene In diesem Workshop begegnen wir berühmten Literaturklassikern einmal ganz ohne Ehrfurcht: Wir schnappen uns lediglich ihre ersten und letzten Sätze und schreiben dazwischen unsere eigenen Kurzgeschichten. Gregor Samsa findet sein Glück als Käfluencer und Werther eine neue Freundin? Alles ist erlaubt. Mit handwerklichen Impulsen des Workshopleiters erschaffen die Teilnehmer*innen so spielerisch Neues aus Altbekanntem.
Die Erzmagierin hat sich in einen Halbdämon verliebt? Seit dem letzten Vollmond zeigen sich Risse im Palast des Kristallherrschers? Und dein Lieblingsdrache hat schon wieder ein Schaf deiner Oma gefressen? Klingt alles echt problematisch. Nur wie wird aus einem guten Problem eine gute Geschichte? In diesem Seminar erfahren Sie nicht nur die etablierten Regeln des Handwerks, sondern bekommt einen Überblick über die Besonderheiten des Schreibens von Fantasy. Im Fokus stehen Thema und Plot, Worldbuilding und Setting, Figuren und Dialoge. Auch ein Sci-Fi-Exkurs ist möglich. Aber Theorie ist nicht alles. Erst, indem Sie selbst schreiben und diskutieren, werden Sie die Magie zum Leben erwecken können.
Wir schreiben über uns selbst, um Erlebtes festzuhalten und zu reflektieren. Doch wie und für wen schreibe ich eigentlich? Wie gestaltet sich der Übergang von der persönlichen Erinnerung zum literarischen Kunstwerk? Diesen Fragen gehen wir im Kurs nach. Das Ausprobieren von Textformen wie Gedicht, Beschreibung oder Dialog liefert Schreibimpulse, um uns verschiedenen Lebensthemen anzunähern und ihnen Ausdruck zu verleihen. Beispiele aus autobiographischer beziehungsweise autofiktionaler Literatur geben uns zusätzlich Anregung und Inspiration. Dabei ermutigt das wertschätzende Feedback in der Gruppe, es liefert überraschende Perspektiven und unterstützt den eigenen Schreibprozess. Bitte mitbringen: Schreibutensilien, ein Erinnerungsfoto und einen persönlich bedeutsamen Gegenstand
Shakespeare bringt immer wieder typische Begegnungen zwischen Frau und Mann auf die Bühne. In den Liebeskomödien wird weibliches oder männliches Verhalten durch Verkleidung und Rollenspiel auf den Kopf gestellt, etwa wenn ein Schauspieler eine Frau spielt, die einen Mann spielt. Der Vortrag stellt Shakespeares populäres Theater, seine Komödien sowie damalige Geschlechter-modelle vor. Die karnevaleske Welt in 'Wie es euch gefällt' werden wir uns genauer anschauen.
Lassen Sie andere an dem von Ihnen verfassten Kurztext teilhaben. Bitte mailen Sie Ihren Text bis spätestens 13. November 2026 an: wabene@wabe-erlangen.de Stefanie Miller beteiligt sich an der Auswahl und wird den Abend auf amüsante Weise moderieren. Musikalische Umrahmung: Barbara Kloiber mit den vhs Gruppen "Singen mit Genuss" und "Singen International" Eine Kooperation mit wabene
Psychische Krankheitsbilder in der Literatur sind ein häufiges erzählerisches Phänomen. Der Wahnsinn hatte in Romantik und Expressionismus geradezu Hochkonjunktur. Dabei ist er kulturgeschichtlich und medizinisch ein mehrdeutiger Begriff, der kritisch hinterfragt werden muss, da sich das Verständnis davon, was „krank“ ist, immer wieder verändert. Auch in der deutschsprachigen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, vor dem Hintergrund differenzierter medizinischer Diagnostik, sind von der Norm abweichende geistige Zustände auf vielfältige Weise präsent. Von autofiktionalen Texten bis zur von der Art Brut inspirierten Dichtung reicht das Spektrum, das in diesem Vortrag aufgezeigt wird.
„Freilich habe ich mich sehr gewundert, dass [...] die Frauen so wenig galten“. Schon im 14. Jahrhundert bemängelt Giovanni Boccaccio, dass kunstschaffende Frauen nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen gebührt. Diese Verwunderung stellt sich auch bei der Lektüre des dem Kunstschaffen gewidmeten literarischen Genres ein: dem Künstlerroman oder der -novelle. An der Seite des genialen Künstlers finden weibliche Figuren vielfach nur als Musen, Modelle, Geliebte oder Versorgerinnen Eingang in die Narration. Doch so wie es erfolgreiche Malerinnen gibt, finden sich auch literarische Texte, die weibliche künstlerische Selbstverwirklichung zum Gegenstand haben. Der Vortrag ist Malerinnenfiguren in Romanen von Gabriele Reuter, Helene Böhlau, Franziska zu Reventlow und Hedwig Dohm gewidmet: ihrem Ringen mit gesellschaftlichen Regulationsmechanismen und innovativen Ausdrucksformen wie dem weiblichen Selbstakt, der literarisch realisiert wird, bevor er seinen Weg auf die Leinwand findet.