Studium Generale: WissensWelten neu entdecken Modul 3: Im Rausch der Gefühle? Liebe theoretisch und literarisch

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Dienstag, 26. Juni 2018 um 14:30 Uhr

Kursnummer 18S201004
Dozent Dozententeam
erster Termin Dienstag, 26.06.2018 14:30–16:00 Uhr
letzter Termin Dienstag, 17.07.2018 14:30–16:00 Uhr
Gebühr 60,00 €
Ort

Friedrichstr. 17, Aula
91054 Erlangen

Kursort

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Dienstag, 26. Juni 2018
Das Ich und die Liebe. Woher kommt das romantische Lebensgefühl?


Dr. Heinz Neumann-Riegner
Dass die körperliche Anziehung zwischen Menschen schon immer zum hautnahen Ausgezogensein führte, ist eine Trivialität. Besonders interessant ist aber, wie sich das Bürgertum im 18. Jahrhundert auf seinem moralischen Emanzipationsweg als Schöpfer der romantischen Liebe gegenüber der adligen Zwangsverheiratung und der lustzentrierten Mätressenwirtschaft entwickelte. In Weimar und Jena wurde die neue Liebe damals literarisiert - und praktiziert. Doch was ist aus ihr geworden in Zeiten der Single-Kultur und der wachsenden Scheidungsraten?

Dienstag, 3. Juli 2018
Verführung, Schuld und Wahnsinn: Gefährliche Liebschaften in der Literatur


Sonja Pohl, M.A.
"Liebe macht blind." - So ergeht es dem Studenten in E.T.A. Hoffmanns "Sandmann", welcher sich unsterblich in eine Puppe verliebt, weil sie ihm uneingeschränkte Bewunderung entgegenzubringen scheint. Fontanes blutjunge Effi verfällt einem charmanten Verführer, wodurch sie letztlich nicht nur ihre gesellschaftliche Stellung, sondern auch ihr Lebensglück verliert. Doch sie ist nicht die einzige literarische Figur, die durch "verbotene" Liebe Schuld auf sich lädt. Mit einer Auswahl an Erzähltexten aus dem 19. und 20. Jahrhundert betreten wir gefährliche Pfade der Liebe.

Dienstag, 10. Juli 2018
Gefühl oder Kommunikation? Niklas Luhmann über die Liebe


Dr. Michael Gubo
Zur Gründung einer Familie ist es erforderlich sich zunächst zu verlieben. Daran anschließend kann mit Liebeserklärungen die Liebe "bewiesen" werden, um letztlich eine Ehe eingehen zu können. Um diese Vorgänge soziologisch aufzuschlüsseln, betrachtet Niklas Luhmann die Liebe in erster Linie nicht als Gefühl, vielmehr geht es ihm um die Aufdeckung eines kommunikativen Codes. Da man aufgrund der Abgeschlossenheit des eigenen Bewusstseins nie genau weiß, was der/die Andere empfindet, bedürfen wir eines solchen Codes, um uns in modernen Liebesbeziehungen orientieren zu können.

Dienstag, 17. Juli 2018
"... nicht zu lieben jedoch ist Unglück":
Zum Motiv der Liebe bei Albert Camus


Dr. Dagmar Kiesel
Camus’ Denken geht aus von der Erfahrung des Absurden, die sich aus der Kluft zwischen dem menschlichen Bedürfnis nach Sinn und der Welt, die "vernunftwidrig schweigt", ergibt. Im Zentrum steht der Versuch, die Zerrissenheit der Welt durch Momente der Einheit zu überwinden. Anhand seiner literarischen und philosophischen Schriften untersuchen wir, wie die Liebe zur Natur, die geschlechtliche Liebe und die brüderliche Solidarität diese Einheit stiften und welche Fehlformen der Liebe zu meiden sind.

Dozentinnen und Dozenten


Dr. Michael Gubo
Soziologe, Philosoph
Dr. Dagmar Kiesel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie, FAU
Dr. Heinz Neumann-Riegner
Gymnasiallehrer i. R.; Dozent in der Erwachsenenbildung; Autor
Sonja Pohl, M.A.
Lehrkraft am Citykolleg Nürnberg; Dozentin in der Erwachsenenbildung

Kurstermine

# Datum Uhrzeit
1. Di., 26.06.2018 14:30–16:00 Uhr
2. Di., 03.07.2018 14:30–16:00 Uhr
3. Di., 10.07.2018 14:30–16:00 Uhr
4. Di., 17.07.2018 14:30–16:00 Uhr

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