Geschichte
Wir bieten attraktive Zugänge zur Beschäftigung mit (inter-)nationaler und regionaler Vergangenheit. Zusammen mit Experten und fachnahen Einrichtungen ... mehr lesen
Wir bieten attraktive Zugänge zur Beschäftigung mit (inter-)nationaler und regionaler Vergangenheit. Zusammen mit Experten und fachnahen Einrichtungen setzen wir uns mit der Geschichte bayerischer Städte und Regionen auseinander. In Kooperation mit Gedenkstätten und geschichtspädagogischen Institutionen entwickeln wir insbesondere zu Fragen der Menschenrechte Bildungsangebote. Viel Freude beim Entdecken!
Mit Augustus beginnt eine neue Epoche der römischen Geschichte. Er selbst gab noch vor, die Prinzipen der Republik weiterführen zu wollen. Er selbst bezeichnete sich als „primus inter pares“, als „Erster unter Gleichen“. Diese Illusion wurde von seinen Nachfolgern rasch aufgegeben. Der Vortrag beschäftigt sich mit den frühen Kaisern der julisch-claudischen Dynastie von Tiberius, dem Stiefsohn des Augustus, über die drei Kaiser, die in der Überlieferung besonders schlecht davonkommen, Caligula, Claudius und Nero, bis zum Ende der ersten römischen Kaiserdynastie und den Wirren des Vierkaiserjahres 69 n.Chr.
Der Vortrag beleuchtet die hohe Kaiserzeit von Kaiser Hadrian über den Philosophenkaiser Marcus Aurelius bis zum zweiten Vierkaiserjahr 193 n.Chr. und der Machtübernahme durch Septimius Severus – eine Phase zwischen Stabilisierung und tiefgreifendem Wandel, die das Imperium nachhaltig prägen und bereits die sogenannte Krise des 3. Jahrhunderts andeuten.
Schon Goethe versuchte sich an ihr mit Schreibübungen und Picasso bewunderte sie: die Kalligraphie der arabischen Buchstaben. Ihre Geschichte ist von Anfang an eng mit dem Islam verbunden. Seit jeher schmückt sie Moscheen wie Amtsgebäude der islamischen Welt und wir rätseln über Inschriften auf Brunnen oder Grabsteinen der osmanischen Zeit. Über Jahrhunderte wurde sie geschrieben und gelehrt, bis ihr die Gründer der türkischen Republik eine Pause verordneten. Nach langer Vernachlässigung erlebt sie nun, zwischen Dubai und der Türkei, ein Revival in der zeitgenössischen Kunst.
Die Epoche Karls V. (1500-1558) war es, in der Nürnberg und das übrige Europa in die erste Globalisierung katapultiert wurden. Amerika war entdeckt, die Schiffe kreuzten über die Weltmeere, die Reformation veränderte Europas Gesicht. Karl V. war der Kaiser der beginnenden Neuzeit. Für Nürnberg und Europa startete ein neues Kapitel der Geschichte.
Deutsche Städte wie Hamburg und Rostock, aber auch Werben an der Elbe oder Korbach in Hessen schmücken sich mit dem Attribut „Hansestadt“. Als „Europas heimliche Supermacht“ und „eine der mächtigsten Handelsorganisationen des Mittelalters“ wird die Hanse bezeichnet. Wie fanden sich etwa 200 Städte zwischen Roermond in den heutigen Niederlanden und Reval, dem heutigen Tallinn in Estland, zu einem Handelsnetzwerk zusammen? Wie wurde der Handel zwischen Lissabon und Novgorod organisiert? Der Vortrag gibt einen Einblick in die Geschichte dieser faszinierenden Organisation, die über mehr als drei Jahrhunderte existierte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Der reich bebilderte Vortrag führt ins Erlangen des 18. Jahrhunderts. Zum einen fällt der Blick auf das glanzvolle höfische Leben rund um Schlossgarten, Orangerie und dem vor über 300 Jahren eröffneten „Hochfürstlichen Opern- und Komödienhaus“. Einen Kontrast hierzu bildete das Leben der einfachen Bürger. Fleißige Handwerker machten Erlangen zu einer barocken "Boomtown". Die Ansiedelung französischer Glaubensflüchtlinge erwies sich als Erfolgstory und prägt noch heute das Bild unserer Stadt.
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Barock! Unter dem Motto „Geschichte und Geschichten“ entführt der Vortrag in die bewegte Vergangenheit des Pegnesischen Blumenordens – der ältesten bis heute bestehenden Sprach- und Literaturgesellschaft Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen historische Hintergründe und berühmte Persönlichkeiten, aber auch überraschende Anekdoten und ein Überblick über das heutige Ordensleben inklusive Irrhain. Referentin ist die Kuratorin des Sigmund von Birken-Jubiläums 2026 und erste weibliche Vizepräses des Blumenordens, die uns einen fundierten Einblick in fast 400 Jahre Nürnberger Kulturgeschichte geben wird.
Obwohl weit im Binnenland gelegen, war Erlangen tief in das System der globalen Ausbeutung eingebunden. Hiesige Forscher wie der Botaniker C. F. Martius erkundeten ferne Kontinente. Erlanger Soldaten, darunter Franz Xaver Epp, der in der NS-Zeit als Führer des Reichskolonialbundes Karriere machte, zogen in die Kolonialkriege jener Zeit. Aus den Kolonien flossen Rohstoffe wie Baumwolle und Elfenbein in die Erlanger Fabriken. Und die Erlanger waren erfreut über das bunte Angebot in den vielen Kolonialwarenläden. Noch heute erinnern zahlreiche Hinterlassenschaften an die koloniale Vergangenheit der Hugenottenstadt.
Die Instrumentalisierung eines nationalen Symbols Neben Porträts von Herrschern sind auch Gebäude oder repräsentative Bauten häufig auf Münzen zu sehen. In diesem Vortrag geht es um das Brandenburger Tor auf Münzen und Medaillen, wobei auch darauf eingegangen wird, wie dieses Symbol über die Jahrhunderte instrumentalisiert wurde, im positiven wie im negativen Sinne.
Unter dem Einfluss Leo von Klenzes geplant, vom Baukunstausschuss in München überarbeitet und von König Ludwig I. genehmigt, ist die im Frühjahr 1844 begonnene und nach endlosen Pannen erst 1851 fertiggestellte Mauritiuskirche in Röttenbach ein Paradebeispiel für die staatliche bayerische Baupolitik im Vormärz. Der Vortrag ordnet die Architektur in die Reihe gleichzeitiger Sakralbauten u.a. in Eggolsheim (St. Martin), Erlangen (Herz Jesu) und Fürth (Unsere Liebe Frau) ein. Er zeigt Licht und Schatten des staatlichen Bauwesens sowie die damalige prekäre Situation der Pfarrei und der Handwerker.
Die St. Xystuskirche hat Büchenbach geprägt, auch für Besucher aus dem restlichen Erlangen ist die (Wehr)-Kirche einen Besuch wert. Bei einem großen Fest mit Gespräch, Werkstatt, und Konzert kann generationenübergreifend erlebt und gelernt werden, wie der Künstler Donato Polli vor 300 Jahren gearbeitet hat. Stuckherstellung unter Anleitung ausprobieren, mit Historikerinnen ins Gespräch kommen über die Geschichte von Kirche und Stadtteil, Musik aus der Epoche der Entstehung der Stuckaturen hören: Für Lernstoff und Lernspaß ist gesorgt. Treffpunkt: St. Xystus, Alter Markt 10, Erlangen Büchenbach In Kooperation mit der Kolpingsfamilie Erlangen-Büchenbach, der Geschichtswerkstatt Büchenbach und der Kath. Gemeinde St. Xystus
In den Unterlagen der Eltern finden sich alte Dokumente und Fotos. Wer sind diese Personen? Wie sind sie mit mir verwandt? Sie möchten mehr erfahren, wissen aber nicht so recht, wie man beginnen soll? Der Vortrag beschreibt die ersten Schritte und stellt Ihnen die wichtigsten Hilfsmittel vor. Mit der Familiengeschichtsforschung beginnt eine faszinierende Reise in die Vergangenheit der eigenen Familie. Auch werden einige für Einsteiger wichtige Datenbanken vorgestellt, mit denen dann zuhause selber recherchiert werden kann.
Ergänzend zu den Vorträgen zur Familiengeschichtsforschung beschäftigt sich dieser Kurs mit der Kurrentschrift. Über Jahrhunderte hinweg wurden Dokumente in Kurrentschrift geschrieben: Urkunden, Verträge, Einträge in Kirchenbücher, Briefe, Postkarten, Familienbücher, aber wer kann das noch lesen? Der Grundkurs vermittelt elementare Grundkenntnisse und Hilfestellungen für das Lesen von Kurrentschrift. Danach üben wir das Lesen anhand von ausgewählten Dokumenten.
Während der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs wurden die Burgbergkeller im Auftrag des NS-Regimes ausgebaut, um kriegswichtige Fertigungsstätten bombensicher unterbringen zu können. An dem Untertage-Verlagerungsprojekt mit dem Decknamen „Erna“ waren die Siemens-Reiniger-Werke, Gossen und Unternehmen aus anderen Regionen beteiligt. Der Referent stellt die wichtigsten Ergebnisse seiner umfangreichen Recherchen zum Thema vor und geht dabei auch auf das Schicksal der Zwangsarbeiter ein, die beim Kellerausbau eingesetzt waren.
Die Ausstellung zeigt in Fotos, Filmen, Graphic Novels, Medieninstallationen und Gegenständen die Geschichte der bayerischen Diakonie im »Dritten Reich«. Ein Schwerpunkt ist die Verstrickung diakonischer Einrichtungen in die NS-Rassenpolitik und in die NS-»Euthanasie«. Ausstellungsführung mit dem Leiter des Diakoniemuseums. Adresse Diakoniemuseum: Schwarzenbruck, Rummelsberg 47 In Kooperation mit den mittelfränkischen Volkshochschulen
Wie lebte es sich zwischen 1933 und 1945 in Erlangen? Der Alltag wurde durch die Einbindung des Einzelnen in die „Volksgemeinschaft“ politisiert. Antisemitismus, Bücherverbrennung und Euthanasie warfen ihre Schatten auf eine Stadt, die mit dem Kriegsausbruch an der „Heimatfront“ lag. Eine besondere Rolle spielte die FAU, die als „erste national-sozialistische Hochschule im Reich“ bekannt wurde. Der Rundgang spannt einen Bogen von der „Machtergreifung“ bis zum Kriegsende, klammert aber auch bedrohliche Kontinuitäten nicht aus. Treffpunkt: Ecke Hauptstraße / Südliche Stadtmauerstraße (gegenüber vom Geschäft Betten Bühler)
Der Vortrag vermittelt neue Einblicke in den Ablauf der „T4“-Aktion, die Umsetzung des Hungerkosterlasses und die katastrophalen Anstaltsverhältnisse bei Kriegsende. Darüber hinaus werden die Einstellungen und Motive der Anstaltsleitung deutlich, die für die Krankenmorde mitverantwortlich war. Grundlage hierfür sind u. a. persönliche Aufzeichnungen des Direktors Einsle, darunter sein Terminkalender 1945, das Gefängnistagebuch und seine Gelegenheitsgedichte. Bemerkenswert ist auch ein langer Brief an Heinrich Lades (später Erlanger OB), in dem Einsle jenseits bloßer Schuldabwehr seine NS-Vergangenheit reflektiert.
Seltene Einblicke in die sonst verschlossenen Magazine des Stadtarchivs gewährt diese Führung: Das Archiv ist Gedächtnis der Stadt und Ansprechpartner zu allen Fragen der Stadtgeschichte. Hier werden alle Unterlagen der Stadtverwaltung aufbewahrt, die historisch oder rechtlich bedeutsam sind. Darüber hinaus sammelt das Stadtarchiv viele weitere Zeugnisse zur Stadtgeschichte wie Vereins- und Firmenarchive, Nachlässe und Sammlungen von Privatpersonen. Der Leiter des Stadtarchivs informiert über die Arbeit eines Archivs und zeigt Originaldokumente aus mehreren Jahrhunderten Erlanger Stadtgeschichte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Seltene Einblicke in die sonst verschlossenen Magazine des Stadtarchivs gewährt diese Führung: Das Archiv ist Gedächtnis der Stadt und Ansprechpartner zu allen Fragen der Stadtgeschichte. Hier werden alle Unterlagen der Stadtverwaltung aufbewahrt, die historisch oder rechtlich bedeutsam sind. Darüber hinaus sammelt das Stadtarchiv viele weitere Zeugnisse zur Stadtgeschichte wie Vereins- und Firmenarchive, Nachlässe und Sammlungen von Privatpersonen. Der Leiter des Stadtarchivs informiert über die Arbeit eines Archivs und zeigt Originaldokumente aus mehreren Jahrhunderten Erlanger Stadtgeschichte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Die Erlanger Freimaurerloge "Libanon zu den 3 Cedern" wurde 1757 gegründet und ist somit eine der ältesten Vereinigungen in Erlangen. Sie kann auf über 260 Jahre nahezu ununterbrochene Tätigkeit zurückblicken. Bei dieser Führung durch das Logenhaus erfahren Sie, was Sie schon immer über die Freimaurerei wissen wollten: Was sind ihre geschichtlichen Ursprünge? Was sind die Grundideen? Wer sind die Freimaurer und was sind ihre Ziele? Treffpunkt: Erlanger Logenhaus, Universitätsstraße 25 In Kooperation mit der Freimaurerloge Libanon zu den 3 Cedern Erlangen
Wenn wir geschichtsträchtige Orte besuchen, so sind wir gewohnt, dass die Umgebung, die Atmosphäre, die Mauern und Gebäude uns ihre Geschichte erzählen und einen Eindruck ihrer Zeit vermitteln. Manchmal ist aber auch von einem noch so wichtigen Ort nicht mehr viel übrig. Und trotzdem muss seine Geschichte erzählt und bewahrt werden. So ist das auch im Falle des KZ-Außenlagers Hersbruck. Seit dem Krieg wurde das Gelände des Lagers weitgehend überbaut und heute erinnert nur wenig an die traurige Vergangenheit des Geländes. In Hersbruck befand sich von Juli 1944 bis April 1945 das zweitgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Neben der Geschichte des Lagers und seiner Topographie werden bei der Exkursion der Dokumentationsort sowie der Eingang zu einem Doggerstollen aufgesucht. In Kooperation mit den mittelfränkischen Volkshochschulen
Viele Landsynagogen im Fränkischen wurden zweckentfremdet und zerstört, in den letzten Jahrzehnten aber auch renoviert. Die Landsynagoge von Allersheim (Landkreis Würzburg) stand vor dem totalen Verfall, konnte aber gerettet und im Freiladmuseum wieder aufgebaut werden. Wir fahren mit dem Bus nach Bad Windsheim und haben dort die Tour „Von armen Juden und reichen Bauern“ gebucht, die zum Museumsdorf mit der Synagoge führt. In der Museumsgaststätte „Zur Krone“ besteht Gelegenheit Mittag zu essen und wir werden auch etwas Zeit haben, Teile des übrigen, sehr weitläufigen Museumsgeländes zu entdecken. Auf der Hinfahrt sind zwei Haltepunkte in Zirndorf und Wilhermsdorf geplant, wo zwei heute als Wohnhäuser genutzte ehemalige Synagogen stehen. Der Preis beinhaltet Fahrt-, Besichtigungs- und Führungskosten, Verpflegung ist nicht im Preis enthalten. Fahrtleitung: Dr. Alexander Schmidt, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg. Abfahrtszeiten/-orte: 07:30 Uhr Feucht, Bahnhof, Bahnhofstr. 32 08:00 Uhr: Nürnberg, Langwasser Süd, Bushaltestelle, Glogauer Straße 08:30 Uhr: Stein, Parkplatz Palm Beach Freizeitbad 08:45 Uhr: Oberasbach, Rathaus In Zusammenarbeit mit den mittelfränkischen Volkshochschulen und dem Forum für jüdische Geschichte und Kultur
Die knapp 350 Meter hohe Erhebung im Nordosten Nürnbergs, der Rechenberg, ist eine kleine Erholungsinsel am Rande der Großstadt. Im Winter laden Hänge zum Rodeln ein und im Sommer lässt es sich hier unter alten Bäumen vortrefflich picknicken. Bei Dunkelheit ermöglicht die alte Sternwarte einen beeindruckenden Blick ins All. Ein berühmter Philosoph baute sich hier ein Haus, auch wohlhabende Nürnberger ließen sich hier nieder. Erkunden Sie mit uns auf einem Spaziergang das Areal im alten Stadtteil St. Jobst und erhalten Sie spannende Ein- und Ausblicke. Treffpunkt: Am Ostbahnhof in Nürnberg (Nordausgang), erreichbar mit RB und Tramlinie 8.
In Pretzfeld liegt das größte Kirschenanbaugebiet Europas, der Ort hat den schönsten Bierkeller Oberfrankens, stattliche Höfe und gilt als die Perle des Trubachtals. Pretzfeld zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Orten der Fränkischen Schweiz, wie es schon die ersten Reisenden im 18. Jahrhundert notierten. Auch die jüdische Geschichte machte den Ort weit über die Grenzen Frankens hin bekannt. Auf unserem Spaziergang erkunden wir seine Historie. Rundweg, 3 km. Treffpunkt: Am Bahnhof in Pretzfeld
Reuth ist seit der Eingemeindung 1972 der östlichste Stadtteil Forchheims - gegenüber vom berühmten Walberla. Trotz seiner Lage an der vielbefahrenen B470 in Richtung Ebermannstadt lohnt es sich, gerade hier einmal anzuhalten und sich den Stadtteil genauer anzusehen. Abseits der Straße gibt es zahlreiche reizvolle Orte, herrliche Ausblicke, eine wunderschöne Natur und historische Schätze. Treffpunkt: Parkplatz am Schweizer Keller in Forchheim-Reuth (Am Schwedengraben 7)
Das Knoblauchsland ist geprägt von Gewächshäusern, Industrie, Gewerbe und verkehrsreichen Straßen. Auch der nahe Flughafen ist sicht- und hörbar. Dennoch befinden sich hier, wenn auch versteckt, ursprüngliche Orte wie Kirchen und der Jahrhunderte alte Irrhain des Pegnesischen Blumenordens am Rande von Kraftshof. Wir wollen eintauchen in die besondere Geschichte dieser Region im „Erlanger Hinterland“. Treffpunkt: An der St. Georgskirche in Nürnberg-Kraftshof (Hauptstraße 170)
Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR-Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk, radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und Umbruchserfahrungen sind wichtiger denn je. Und auch Prävention von Rechtsextremismus bleibt ein zentrales Thema.
Werner Schwanfelder (Text) und Siegfried Staab (Musik) nehmen Sie mit auf eine Reise durch die bewegte Geschichte unserer Region, in der Menschen aus aller Welt – von Juden und Hugenotten über Österreicher und Sudetendeutsche bis hin zu Syrern und Ukrainern – dazu beigetragen haben, das Gesicht unserer Städte und Dörfer zu formen. In einer Zeit, in der über Zuwanderung Debatten geführt werden, schaffen wir Raum für Reflexion und Verständnis. Begleitet von einfühlsamer Musik wird diese Lesung eine positive Sicht auf Migration öffnen. In einer globalisierten Welt erkennen wir, dass Migration nicht nur Herausforderungen mit sich bringt, sondern auch eine Chance für kulturelle Bereicherung und gesellschaftliche Innovation darstellt.
Wenn Jonathan Sacks auf eine einsame Insel nur ein einziges Buch mitnehmen dürfte, würde er den Talmud wählen. Nicht, weil dort alle Antworten stehen, sondern weil dort alle Fragen stehen. Der Talmud ist das Ergebnis von Jahrtausenden des Streitens und Diskutierens. Zwei Gelehrte denken unterschiedlich – und beide können recht haben. Das ist kein Fehler, es ist der Kern: Wahrheit kann mehr als nur eine Perspektive umfassen. Darüber hat Rabbiner Sacks sein ganzes Leben gesprochen. Seine Botschaft: Man kann fest an das Eigene glauben – und zugleich den Andersdenkenden respektieren.
Das Automobil ist eine der zentralen Erfindungen. Getrieben vom technischen Fortschritt, wandelte sich das Automobil vom Nischenprodukt zu einem Motor der Gesellschaft, der Massen mobilisiert. Ein ganzer Kosmos unterschiedlicher Typen spiegelt den jeweiligen Zeitgeschmack und die Bedürfnisse der Gesellschaft wider. Die notwendige Infrastruktur wurde bereitwillig und fortschrittsgläubig geschaffen. Manches wurde heute zum Problem. Eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte des Automobils. In Kooperation mit der Seniorenquartiersarbeit Büchenbach und dem AWO Stadtteilprojekt Erlangen-Büchenbach
Das Auto transportiert nicht nur Personen von A nach B, sondern ist auch eine Projektionsfläche für ganz Unterschiedliches. Es ist Ausdruck von Lebensart und/oder gesellschaftlichem Status, Kultobjekt oder schlicht Mittel zum Zweck. Daher gibt es rund um das Auto jede Menge Geschichten: Kurioses, Verblüffendes und Erstaunliches. Der Vortrag ist eine Reise in eine Welt der Eitelkeiten, der technischen Irrwege, oder einfach des Staunens. In Kooperation mit der Seniorenquartiersarbeit Büchenbach und dem AWO Stadtteilprojekt Erlangen-Büchenbach
As small as Erlangen is, its history is astonishing. Why is the old town younger than the new town? Where does the city map with its squares come from? And why is the city's motto “Open by tradition”? All this is explained during a guided tour of the city museum, where you have time to rediscover your own city. Treffpunkt: Foyer Kosten: 3,50 Euro sind zzgl. zum Eintritt an der Museumskasse zu bezahlen