Kunstgeschichte und moderne Kunst
In dieser Rubrik finden Freund*innen der Kunst unsere aktuellen Vortrags-Angebote und Rundgänge im Kunstpalais oder im Kunstmuseum.
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Eine Brücke verbindet und ermöglicht Begegnungen. Wir widmen uns der architektonischen, strategischen und symbolischen Bedeutung von Brücken, ihrem Bau und ihrer Abbildung in Malerei und Fotografie. Im Fokus stehen berühmte Bauwerke in Florenz, London, Paris, Rom, Venedig, die Neckar- und Rheinbrücken, Lyonel Feiningers Eisenbahnviadukte, Claude Monets Stege über den Seerosenteich, die Künstlergruppe „Die Brücke“ u.v.m.
Seit jeher galt das Messen des eigenen künstlerischen Schaffens am Werk des Kollegen als Königsdisziplin. Bereits in der Antike war der edle Wettstreit verbreitet. Dieses Prinzip macht sich dieser Kurs zu eigen, indem er einen kleinen Gang durch die Epochen wagt – stets aus dem Blickwinkel zweier großer Künstlerinnen oder Künstler. Verbunden durch eine eher zeitliche als räumliche Nähe ersannen Cranach und Dürer, Rubens und Rembrandt, Artemisia Gentileschi und Judith Leyster sowie Anna Dorothea Therbusch und Elisabeth Vigée-Lebrun ganz individuelle malerische Lösungen für die relevanten künstlerischen Fragen ihrer Zeit. Der Dialog ihrer Werke, der künstlerische Paragone, macht für uns Heutige die Vergangenheit sichtbar und lässt Kunstgeschichte nahbar und lebendig werden.
Turin ist neben Rom das bedeutendste Zentrum barocker Architektur in Italien. Die Dynastie der Savoyer ließ ihre Residenzstadt in der frühen Neuzeit äußerst planmäßig wie prächtig umgestalten. Davon zeugen die vielen repräsentativen Plätze und kilometerlangen Arkadengänge. Hofarchitekten wie Guarino Guarini und Filippo Juvara schufen majestätische Paläste und grandiose Kirchen. Diese (meist mehrschaligen) Zentralbauten mit ihren ondulierenden Fassaden lassen sich auch im Umland von Turin finden.
Der Aufbruch in die Moderne der Architektur in den 1920er Jahren lässt sich besonders eindrücklich am Kirchenbau nachvollziehen – auch direkt vor den Toren Erlangens. In der Region entstanden damals markante Bauten mit experimenteller Formensprache und neuen Raumkonzepten. Einige dieser Kirchen schuf der Architekt Fritz Fuchsenberger. Im Vortrag wird sein Landkirchentypus am Beispiel von „St. Josef“ in Baiersdorf und „Unsere liebe Frau in Jerusalem“ in Poxdorf vorgestellt. Anhand von Stilvergleichen und Betrachtungen zu Raumkonzept und Materialästhetik lassen sich diese Bauten im Schaffen eines Reformarchitekten einordnen.
Die beiden Kirchen "St. Josef" in Baiersdorf und "Unsere liebe Frau in Jerusalem" in Poxdorf zeigen exemplarisch, wie sich der stilistische Aufbruch in die Moderne des Sakralbaus im ländlichen Umfeld vollzog. Bei dieser Exkursion ins Erlanger Umland lernen Sie zwei Landkirchen des Architekten Fritz Fuchsenberger aus den Jahren 1923 bis 1925 näher kennen. Sie entdecken unerwartete stilistische Besonderheiten, interessante Materialkombinationen und Raumideen, die von der Suche nach neuen Formen im Sakralbau der 1920er Jahre zeugen. Treffpunkt: Vor dem Haupteingang der Pfarrkirche "St. Josef" in Baiersdorf (Forchheimer Str. 25, 91083 Baiersdorf).
Im Fokus steht das visionäre Werk der Avantgardistin Alexandra Exter (1882-1949). Besonders ihre späten Bühnenbildentwürfe faszinieren durch eine Ästhetik, die die Grenze zwischen funktionaler Kulisse und autonomem Kunstwerk auflöste. Mit architektonischer Strenge und dynamischer Farbkraft schuf sie „bewohnbare“ Konstruktionen von zeitloser Modernität. Der Vortrag gibt einen anschaulichen Einblick in das Werk einer Malerin, die das Theater neu dachte.
Sie trafen sich als Köpfe völlig unter-schiedlicher Kunstbewegungen: Sie regten sich an, waren Konkurrenten, hatten verschiedene Auffassungen, kontroverse ästhetische Maßstäbe. Sie fanden Schnittmengen und empfanden zeitlebens Respekt füreinander. Die Geschichte fand Platz für beide.
Die Arbeitsgemeinschaft zwischen Picasso und Braque bestand nur temporär und konnte den Belastungen nicht standhalten. Die künstlerischen Wege trennten sich. Aber diese entscheidenden Jahre, die den Kubismus einleiteten, veränderten die Kunstgeschichte. Eine vorübergehende Begegnung von innovativer Dynamik: „Wir suchten nach einer Art anonymer Persönlichkeit. Wir waren bereit, unsere eigene Person völlig in den Hintergrund treten zu lassen, um das Ursprüngliche zu finden. Laien konnten unsere Bilder nicht unterscheiden, was uns überhaupt nicht störte, denn es ging um unsere Arbeit und das Problem, mit dem sie uns konfrontierte.“ (Braque, 1908)
Adolf Schinnerer wurde vor allem als Meister subtiler Grafik weit über Erlangen hinaus bekannt. Doch der gebürtige Oberfranke, der ab 1902 mehrere Jahre in Tennenlohe lebte, schuf auch als Maler Werke von großer Poesie. Anhand von Gemälden, die fast alle erstmals in Erlangen zu sehen sind, sowie ausgewählten Radierungen, erläutert die Leiterin des Museums, welche Themen Schinnerer wichtig waren und warum er als „Entdecker der Erlanger Landschaft“ gilt. Treffpunkt: Foyer Kosten: 3,50 Euro sind an der Museumskasse zu bezahlen
Haben Sie Lust auf Neues, Spannendes und Unerwartetes? Sie interessieren sich für zeitgenössische Kunst? Dann nehmen Sie an der Direktorinnenführung mit Amely Deiss teil und erhalten Sie exklusive Einblicke in die aktuellen Ausstellungen im Kunstpalais. Entdecken Sie im Untergeschoss des Kunstpalais gemeinsam die multimediale Ausstellung „CIRCUS” von Lion Bischof, Felix Burger und Otakar Skala, die Sie auf eine visuelle Reise durch die Ausstellungsräume einlädt. In der Ausstellung „Fischers Fang. Die große Buchkunst-Schau” erhalten Sie besondere Einblicke in die bedeutende und facettenreiche Buchkunstsammlung von Karl Manfred Fischer, dem Gründer der Städtischen Galerie Erlangen, aus der das Kunstpalais hervorgegangen ist. Amely Deiss nimmt Sie mit auf einen einzigartigen Rundgang und gibt dabei auch Einblicke in kuratorische Entscheidungen. Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt - Zahlung im Kunstpalais
Sie wünschen sich eine kleine Auszeit vom Alltag und haben Lust auf Kunst? Dann nehmen Sie an unserer Mental Health & Wellbeing Tour teil! Well-Being bedeutet die körperliche, seelische und soziale Gesundheit eines Menschen und meint einen Zustand, in dem man Sinn erlebt, Teilhabe erfährt und sich in seinem Umfeld sicher fühlt. Im Museum können Sie Kunst ganz entspannt erleben: ohne Vorwissen, ohne Druck, aber dafür mit viel Ruhe und in einem geschützten Rahmen. Im Untergeschoss des Kunstpalais entdecken Sie die multimediale Ausstellung "CIRCUS" von Lion Bischof, Felix Burger und Otakar Skala. In der Ausstellung "Fischers Fang. Die große Buchkunst-Schau" erwartet Sie ein besonderer Einblick in die bedeutende und facettenreiche Buchkunstsammlung von Karl Manfred Fischer, dem Gründer der Städtischen Galerie Erlangen. Kommen Sie in unseren Safe Space und tauchen Sie in zwei außergewöhnliche Ausstellungen ein! Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt – Zahlung im Kunstpalais In Kooperation mit wabene
Seit 2016 ist das zuvor ehrenamtlich geführte Kunstmuseum eine städtische Einrichtung. Das Team des Hauses nimmt dies zum Anlass, gemeinsam einen Blick in die Sammlungsgeschichte zu werfen. Dabei werden Herausforderungen, Ziele und verschiedene weitere Aspekte der Sammlungstätigkeit für die Besucher*innen anschaulich gemacht. Ausgestellt werden Schätze der Sammlung und Neuzugänge der letzten zehn Jahre.
Wenn die Fotografie des 20. Jahrhunderts zur Sprache kommt, fällt der Name Irving Penn (1917-2009). Seine Fotografien waren wegweisend und stilbildend. Vor allem bekannt sind seine Porträt- und Mode-aufnahmen. Er porträtierte Prominente aus Kunst, Film, Literatur und Musik. Auf seinen ausgedehnten Reisen fotografierte er indigene Menschen in Peru, Neuguinea und Marokko sowie Kleingewerbler in Paris. Penn arbeitete bevorzugt im Studio, da seine Modelle dort konzentrierter von sich „erzählen" konnten. Seine Ästhetik war minimalistisch und bestand im Weglassen. Seine Fotografien zeichnen sich durch Klarheit, Eleganz, Perfektion und makellose Schönheit aus.