Studium generale
Im Studium generale der vhs Erlangen findet seit über zehn Jahren jedes Semester ein politischer, gesellschaftlicher und philosophischer Diskurs zu ... mehr lesen
Im Studium generale der vhs Erlangen findet seit über zehn Jahren jedes Semester ein politischer, gesellschaftlicher und philosophischer Diskurs zu Themen unserer Zeit statt. Wir wollen hinterfragen, weiterdenken, Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Grundlage hierfür ist das wissenschaftlich fundierte Wissen, das Expertinnen und Experten allgemeinverständlich in ihren Beiträgen vermitteln. In unserer historischen Aula kommen Sie über aktuelle, aber auch zeitlose Themen ins Gespräch.
Dienstag, 10. März 2026, Laura KneppeWissen kommunizieren: Aus dem Elfenbeinturm in die Öffentlichkeit Wie gelangen spannende Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit? An der FAU wird Wissenschaftskommunikation groß geschrieben. Ob Lange Nacht der Wissenschaften oder Kinderuni: Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Wissenschaftskommunikation und stellen konkrete Projekte vor, diskutieren, warum Kommunikation in der Wissenschaft so wichtig ist und beleuchten, in welchen Bereichen sie besonders gut funktioniert – und wo sie an ihre Grenzen stößt. Ein praxisnaher Einblick für alle, die Wissenschaft verstehen wollen. Dienstag, 17. März 2026, Prof. Dr. Florian HöhneBekenntnis statt Experiment? Theologie zwischen Wissenschaft und Glaube? Die Theologie ist eine der ältesten Wissenschaften. Die Reformation geht hierzulande auf einen Universitäts-Theologie-Professor zurück: auf Martin Luther. Gleichzeitig scheint Theologie zu gegenwärtigen Wissenschaftsverständnissen nicht zu passen. Sie kommt ohne naturwissenschaftliche Experimente aus und wertet selten Statistiken aus. Ist Theologie überhaupt eine Wissenschaft? Wie wird Theologie heute, unter spätmodernen Bedingungen betrieben? Wie verhält sich die Uni-Theologie zum Glauben? Muss man an Gott glauben, um Theologie zu studieren? Oder gefährdet das Studium gar den Glauben? Dienstag, 24. März 2026, Prof. Markus KaiserWie gelingt es, komplexes Wissen verständlich zu vermitteln? In Zeiten von Klimawandel, Künstlicher Intelligenz und Gesundheitskrisen ist Wissenschaftskommunikation wichtiger denn je. Ihre Aufgabe ist es, Wissenschaft verständlich, glaubwürdig und kreativ zu kommunizieren – in Medien, sozialen Netzwerken und im direkten Dialog mit der Gesellschaft. Es gilt, komplexes Wissen so vermitteln, dass es Menschen erreicht, bewegt und Vertrauen schafft. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie Forschende, Kommunikatorinnen und interessierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam dazu beitragen können, dass Wissenschaft nicht nur erklärt, sondern verstanden wird. Dazu gehört auch das Projekt Campus2Public, das Wissenschaftskommunikation an bayerischen Hochschulen fördert. Dienstag, 14. April 2026, Dr. Erik SengewaldAngewandte Wissenschaft in der Berufseignungsdiagnostik Jugendliche wie auch Erwachsene in den Phasen ihrer beruflichen Erst- oder Neuorientierung zu unterstützen, ist eine wesentliche Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit. Vom Berufspsychologischen Service werden dabei auch eignungsdiagnostische Fragen beantwortet. Bei Jugendlichen stehen zum Beispiel Eignungsfragen für bestimmte Ausbildungsberufe oder die Ermittlung eines generellen Stärken-Schwächen- oder Interessensprofils im Vordergrund. Aus dem Fachbereich Psychologische Forschung und Entwicklung wird dargestellt, wie wichtig hier die wissenschaftliche Fundierung der eingesetzten diagnostischen Verfahren ist. Dienstag, 21. April 2026, Prof. Dr. Jörn GlasenappWarum wird über Taylor Swift geforscht? Neben Naturwissenschaften, Technik, Medizin oder Rechtswissenschaften haben die Geistes- und Kulturwissenschaften einen festen Platz in der universitären Bildung. Gerade die Literatur- und Medienwissenschaft befasst sich mit aktuellen Phänomenen, wozu auch die Popkultur zählt. Wie kaum eine andere Musikerin hat es die US-Amerikanerin Taylor Swift mit 200 Millionen verkauften Tonträgern, milliardenfachen Streams und mit mehreren hundert Millionen Followern in den sozialen Netzwerken in den Pop-Olymp geschafft. Was macht ihren Erfolg aus? Was sind ihre Botschaften und warum ist sie Vorbild für eine ganze Generation? Damit befasst sich inzwischen auch die Forschung. Dienstag, 28. April 2026, Dr. Michael JungertScheitern in den Wissenschaften – Formen, Funktionen, Kulturwandel Das Scheitern ist in den Wissenschaften und in anderen Innovationsbereichen allgegenwärtig und in unterschiedlichen Formen ein wichtiger Bestandteil von Erkenntnisprozessen. Als spezifischer Forschungsgegenstand wurde es bisher allerdings kaum gesehen und im gesellschaftlichen Zusammenhang wird es häufig tabuisiert. Der Vortrag zielt auf einen Imagewandel ab: Nach einem Überblick zu den verschiedenen Ursachen und Typen des Scheiterns wird gezeigt, dass ein interdisziplinärer Ansatz nötig ist, um auch die bisher unbeleuchteten und produktiven Momente des Scheiterns besser zu verstehen und nutzbar zu machen. Dienstag, 5. Mai 2026, Dr.Magda LuthayGleichberechtigung in der Wissenschaft Wissenschaftlerinnen sind an den Universitäten in allen Forschungsgebieten vertreten, dennoch in vielen Fächern weiterhin unterrepräsentiert, etwa im MINT-Bereich. Je höher die Qualifikationsstufe, desto niedriger der Frauenanteil: Woran liegt das und was können Universitäten unternehmen, um eine Gleichstellung und -behandlung von Frauen in der Wissenschaft zu gewährleisten? Das Büro Gender und Diversity der FAU ist die zentrale Einrichtung für Chancengleichheit und Diversität und konzipiert und unterstützt Projekte zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dienstag, 12. Mai 2026, Prof. Dr. Thomas MölgDie Erforschung des Klimawandels: Gegenwart, Zukunft und das Jahr 1982 Die Kenntnis über das Klima der Zukunft besitzt höchste Bedeutung im Sinne der künftigen Stabilität und Gestaltung des menschlichen Lebensraums. Thematisiert wird, wie wir in der physikalischen Klimaforschung in die Zukunft blicken und welche Rolle Simulationen mit Klimamodellen dabei spielen. Auch wenn man diese Modelle bildlich als „Glaskugeln“ für Vorhersagen bezeichnen kann, sind sie klar nachvollziehbar und werden bereits seit Jahrzehnten erfolgreich für Voraussagen eingesetzt. Vieles, schon früher Vorhergesagte, hat sich längst bewahrheitet. Dienstag, 19. Mai 2026, Christina MerkelWissenschaftsjournalismus – eine wichtige "Übersetzungsarbeit" Ob Gentechnik, Digitalisierung oder Corona - immer mehr Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung haben direkten Einfluss auf das Leben der Menschen. Doch wie gelangt das Wissen aus den "Elfenbeintürmen" in die Öffentlichkeit? Der Wissenschaftsjournalismus leistet hier unerlässliche "Übersetzungsarbeit". Freilich schaffen es nicht alle Themen aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen unserer Region in die lokale Tageszeitung. Nach welchen Kriterien hier die Auswahl geschieht, was die Menschen interessiert und was nicht, sind Fragen, die die Redaktionen vor große Herausforderungen stellen. Referent*innen: Prof. Dr. Jörn Glasenapp, Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften, Universität Bamberg Prof. Dr. Florian Höhne, Fachbereich Theologie, FAU Dr. Michael Jungert, FAU Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (ZIWIS) Prof. Markus Kaiser, Dekan der Fakultät Angewandte Mathematik, Physik und Allgemeinwissenschaften, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm Laura Kneppe, Stabsstelle Presse und Kommunikation/Wissenschaftskommunikation, FAU Dr. Magda Luthay, Leitung des Büros für Gender und Diversity, FAU Christina Merkel, Wissenschaftsjournalistin, Verlag Nürnberger Presse Prof. Dr. Thomas Mölg, Institut für Geographie, FAU Dr. Erik Sengewald, Psychologische Forschung und Entwicklung, Bundesagentur für Arbeit Moderation: Dr. Susanne Stemmler, vhs Erlangen