Bruder, Herbert
Naturwissenschaft
Worin unterscheidet sich die Welt des Allerkleinsten von unserer Alltagswelt? Der Vortrag beleuchtet die quantenmechanischen Naturgesetze, die kein Analogon in der klassischen Physik haben: Superposition, Verschränkung und das Beobachterproblem. Grundlage ist das Heisenbergsche Unschärfe-Prinzip. Die Merkwürdigkeiten der Quantenwelt werden am Doppelspalt-Experiment erläutert. Aber, weshalb verhält sich die Welt des Allerkleinsten anders als die makroskopische Welt? Des Weiteren wird die Entstehung der Naturkräfte im Quantenfeld-theoretischen Zusammenhang erläutert.
Unsere Gene sind die „genetische Hardware“ im Zellkern. Ob sie aktiv sind, steuern Genschalter – die „Software“ der Gene. Umweltfaktoren können über Signalwege die Genaktivität beeinflussen, ohne die DNA-Sequenz zu verändern. Heute weiß man: Erbanlagen und Umwelt wirken zusammen. Der Vortrag zeigt, wie Ernährung, Stress oder Lebensstil unsere Gene beeinflussen. Epigenetische Veränderungen können zu neurodegenerativen Erkrankungen führen und in Keimzellen sogar an kommende Generationen weitergegeben werden.
CRISPR/Cas-Systeme sind molekulare „Genscheren“. Mit ihnen lässt sich DNA in lebenden Zellen gezielt schneiden und verändern. Dadurch eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten in der Forschung, Medizin und Landwirtschaft. Der Vortrag zeigt, wie diese Technik funktioniert, warum sie als präzise, schnell und vielseitig gilt und welche Chancen und ethischen Fragen sie mit sich bringt. Beispiele aus der Praxis verdeutlichen das breite Anwendungsspektrum – von resistenten Pflanzen über Tierzucht bis zur medizinischen Forschung.