in Erlangen e.V., Goethe-Gesellschaft
Moses Mendelssohn (1729-1786) gilt als Schlüsselfigur der jüdischen Aufklärung. So verband er den jüdischen Glauben, dem er stets die Treue hielt, mit einer lebhaften Teilnahme an den philosophischen und theologischen Auseinandersetzungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er war nicht nur ein Freund Lessings, sondern stand mit vielen nicht-jüdischen Schriftstellern und Gelehrten der Zeit in Beziehung. Diesen begegnete er stets mit Respekt und Wertschätzung, forderte beides jedoch auch ganz entschieden für sich und die jüdischen Religion ein. In einer Zeit des zunehmenden Antisemitismus kann er deshalb für uns eine wichtige Leitfigur sein. Der Vortrag stellt vor dem Hintergrund von Mendelssohns Biographie zentrale Aspekte seiner Gedankenwelt heraus und zeigt auf, wie diese auch heute noch im jüdisch-christlichen Dialog befruchtend wirken können.
Ob als Legenden-Gestalt oder als Goethes Bühnenfigur - den "Faust" zu vertonen war schwierig. Goethe hätte sich Mozart oder Giacomo Meyerbeer als Komponisten gewünscht, aber Mozart war bereits tot. Wie durften Librettisten und Komponisten mit einem so "heiligen" klassischen Text umgehen? Deutschsprachige Komponisten fanden nach Form und Inhalt ganz andere Lösungen als ihre italienischen oder französischen Kollegen. So entstanden sehr unterschiedliche musikalische Werke: vom innigen Lied über das Oratorium bis hin zur Grande Opera.
Veranstaltung der Goethe-Gesellschaft in Erlangen e.V.
Erlangen ist bekannt für seine Gastronomiedichte. Weniger bekannt ist, dass das schon seit 300 Jahren so ist: Bereits damals kam hier auf je 100 Einwohnende ein Gasthaus. So manches gibt es bis heute, andere leben in Namen von der Apfel- bis zur Schiffstraße weiter. Garküchen, Zunftherbergen, Hotels, Burschen- und Soldatenkneipen: Ihre Geschichten erzählen die Entwicklung Erlangens – von den Hugenotten bis zum Universitäts- und Garnisonsstandort, vom Brauerei-Boom bis zum Stadtwachstum nach 1945.
Treffpunkt: Martin-Luther-Platz/Ecke Schulstraße