Dienstag, 22. September, 2026 Maede Soltani Der Kampf um Demokratie im Iran Im Iran kämpfen Menschen seit vielen Jahren für Demokratie. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung durch die Mullahs wünschen sie sich einen Regimewechsel und ein normales Leben. Am Beispiel des in Teheran lebenden Rechtsanwalts Abdolfattah Soltani, Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2009, zeigt seine in Franken lebende Tochter auf, wie die Zivilgesellschaft schikaniert wird und nun zusätzlich unter den Folgen des Krieges leidet. Dennoch bleibt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft – stärker als je zuvor. Dienstag, 29. September 2026 Dr. Annalena Gras Von digitaler Gewalt bis Femizid: Wie geht das Strafrecht mit Tätern und Opfern um? Kaum ein Thema ist derzeit gesellschafts- wie rechtspolitisch so präsent wie Gewalt gegen Frauen – ob physisch, sexuell oder digital. Besonders häufig fällt im Zusammenhang mit Tötungsdelikten aktuell der Begriff des "Femizids". Doch was genau ist darunter zu subsumieren? Von dieser Frage ausgehend sollen die praktische Häufigkeit geschlechtsspezifischer Gewalt sowie Tätertypen und Motive analysiert werden. Und wird das geltende Strafrecht Tätern und Opfern gerecht? Dienstag, 6. Oktober 2026 Tabea Seum Vom Klick zum Crime - Strafbarkeit und Strafverfolgung im Internet Cyberkriminalität im Internet nimmt zu. Welche typischen Straftaten finden hier statt, welche rechtlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Strafverfolgung gibt es im digitalen Raum? Online-Ermittlungen sind für die Strafverfolgungsbehörden mit Herausforderungen verbunden und stoßen an juristische und praktische Grenzen. Und wie können wir im Alltag digitale Medien sicher nutzen? Neben alltagstauglichen Tipps hierzu werden Themen wie Datenschutz, Hasskriminalität und Desinformationen aufgegriffen und diskutiert. Dienstag, 13. Oktober 2026 Andrea Kuhn Menschenrechte im Film Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte legte 1948 zum ersten Mal die Rechte und Freiheiten aller Menschen fest. Umkämpft sind diese Rechte noch immer. Dokumentar- und Spielfilme thematisieren diesen Kampf seit Jahrzehnten und werden in der Menschenrechtsbildung eingesetzt. Denn bewegte Bilder besitzen eine ungeheure Macht, doch zugleich sind sie umstritten wie nie zuvor. Was macht also einen „guten“ Menschenrechtsfilm aus? Welche unterschiedlichen Herangehensweisen gibt es, und wie kann man den eigenen kritischen Blick schärfen? Anhand vieler Filmbeispiele wird in das Thema eingeführt. Dienstag, 20. Oktober 2026, Dr. Claudia Schorcht Was Ernährung mit Gerechtigkeit zu tun hat Erst zu Beginn der 2000er Jahre hat sich der Begriff „Ernährungsgerechtigkeit“ etabliert, obwohl die Problematik weit älter ist. Es geht um die faire Verteilung des Zugangs zu gesunder, nachhaltiger und kulturell angemessener Nahrung für alle Menschen, inklusive der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen entlang der gesamten Lebensmittelkette. Umgesetzt ist dieses Ideal bisher nicht, vielmehr dominiert eine massive Ernährungsungerechtigkeit. Was sind die Gründe? Und wie lässt sich ihnen begegnen? Dienstag, 27. Oktober 2026, Prof. Dr. Simone Derix Wie prägt Erben die Gesellschaft? Schätzungen zufolge werden aktuell rund 400 Milliarden Euro in Deutschland pro Jahr vererbt oder verschenkt. Was ist (un-)gerecht am Erben? Diese Frage wird seit der Französischen Revolution immer wieder kontrovers diskutiert. Gleichzeitig hat sich grundlegend verändert, wie vererbt und geerbt wird. Diese Geschichte des Erbens und Vererbens wird dargestellt und diskutiert. Was sagt das Erben über den Wandel des Verhältnisses zwischen Individuum, Familie und Staat aus? Über welche Quellen lassen sich Erbpraktiken untersuchen und welche Erkenntnisse kann man daraus ziehen? Dienstag, 10. November 2026, Georg Escher Wie Reichtum die Gesellschaft zerstört In den USA scheint ein kleiner Club von Tech-Milliardären die eigentliche Macht im Staat übernommen zu haben. Während diese Reichtümer angehäuft haben, die das Bruttoinlandsprodukt so mancher Staaten übertreffen, drohen Teile der Gesellschaft den Anschluss zu verlieren. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa nimmt die soziale Spaltung bedenklich zu. In der Folge erstarken die politischen Ränder. Wenn die politische Mitte nicht weiter an Boden verlieren will, ist es höchste Zeit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Gerechtigkeit wieder zu stärken. Dienstag, 17. November 2026, Kai Stähler Wie Diakonie zu sozialer Gerechtigkeit beiträgt Die Diakonie zählt zu den größten Wohlfahrtsverbänden in Deutschland und setzt sich dafür ein, soziale Gerechtigkeit konkret erfahrbar zu machen. Diakonische Einrichtungen unterstützen Menschen in Armut und Notlagen. Sie schützen vor Ausgrenzung und fördern gesellschaftliche Teilhabe. Professionelle Sozialarbeit und gelebte Nächstenliebe wirken hier zusammen. Doch zunehmend schwierige Rahmenbedingungen wie steigende Kosten, wachsende soziale Ungleichheit und Fachkräftemangel erschweren diakonische Arbeit. Dienstag, 24. November 2026 Dieter Rosner Soziale Gerechtigkeit in der Kommune Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe sind wichtige Voraussetzungen für die Sicherung von Demokratie in unserer Gesellschaft. Welchen Beitrag kann die Kommune dazu leisten, gerade wenn es um bezahlbaren Wohnraum, eine gute Kinderbetreuung oder ein würdevolles Altern geht? Der Vortrag fragt nach den politischen Bedingungen und Handlungsmöglichkeiten vor Ort, um Chancengleichheit zu fördern, Armut wirksam zu bekämpfen und allen Bevölkerungsgruppen Teilhabe zu ermöglichen. Dabei wird auch die Bedeutung des Ehrenamts als unverzichtbare Stütze des sozialen Zusammenhalts beleuchtet. Referent*innen: Prof. Dr. Simone Derix, Department Geschichte, FAU Georg Escher, Freier Journalist Dr. Annalena Gras, Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie, FAU Andrea Kuhn, Leiterin des Internationalen Filmfestivals der Menschenrechte, Nürnberg Dieter Rosner, Referent für Jugend, Familie und Soziales, Stadt Erlangen Dr. Claudia Schorcht, vhs Lesecafe Tabea Seum, Fachgruppe Cybercrime, Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie, FAU Maede Soltani, Menschenrechtsaktivistin, Nürnberg Kai Stähler, Vorstandsvorsitzender der Stadtmission Nürnberg und Diakonie Erlangen Moderation: Dr. Susanne Stemmler, vhs Erlangen
Der Vortrag beleuchtet die hohe Kaiserzeit von Kaiser Hadrian über den Philosophenkaiser Marcus Aurelius bis zum zweiten Vierkaiserjahr 193 n.Chr. und der Machtübernahme durch Septimius Severus – eine Phase zwischen Stabilisierung und tiefgreifendem Wandel, die das Imperium nachhaltig prägen und bereits die sogenannte Krise des 3. Jahrhunderts andeuten.
Schon Goethe versuchte sich an ihr mit Schreibübungen und Picasso bewunderte sie: die Kalligraphie der arabischen Buchstaben. Ihre Geschichte ist von Anfang an eng mit dem Islam verbunden. Seit jeher schmückt sie Moscheen wie Amtsgebäude der islamischen Welt und wir rätseln über Inschriften auf Brunnen oder Grabsteinen der osmanischen Zeit. Über Jahrhunderte wurde sie geschrieben und gelehrt, bis ihr die Gründer der türkischen Republik eine Pause verordneten. Nach langer Vernachlässigung erlebt sie nun, zwischen Dubai und der Türkei, ein Revival in der zeitgenössischen Kunst.
Die Epoche Karls V. (1500-1558) war es, in der Nürnberg und das übrige Europa in die erste Globalisierung katapultiert wurden. Amerika war entdeckt, die Schiffe kreuzten über die Weltmeere, die Reformation veränderte Europas Gesicht. Karl V. war der Kaiser der beginnenden Neuzeit. Für Nürnberg und Europa startete ein neues Kapitel der Geschichte.
Deutsche Städte wie Hamburg und Rostock, aber auch Werben an der Elbe oder Korbach in Hessen schmücken sich mit dem Attribut „Hansestadt“. Als „Europas heimliche Supermacht“ und „eine der mächtigsten Handelsorganisationen des Mittelalters“ wird die Hanse bezeichnet. Wie fanden sich etwa 200 Städte zwischen Roermond in den heutigen Niederlanden und Reval, dem heutigen Tallinn in Estland, zu einem Handelsnetzwerk zusammen? Wie wurde der Handel zwischen Lissabon und Novgorod organisiert? Der Vortrag gibt einen Einblick in die Geschichte dieser faszinierenden Organisation, die über mehr als drei Jahrhunderte existierte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Barock! Unter dem Motto „Geschichte und Geschichten“ entführt der Vortrag in die bewegte Vergangenheit des Pegnesischen Blumenordens – der ältesten bis heute bestehenden Sprach- und Literaturgesellschaft Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen historische Hintergründe und berühmte Persönlichkeiten, aber auch überraschende Anekdoten und ein Überblick über das heutige Ordensleben inklusive Irrhain. Der Referent ist im Vorstand des Blumenordens und wird uns - mit Textbeispielen - einen fundierten Einblick in fast 400 Jahre Nürnberger Kulturgeschichte geben.
Obwohl weit im Binnenland gelegen, war Erlangen tief in das System der globalen Ausbeutung eingebunden. Hiesige Forscher wie der Botaniker C. F. Martius erkundeten ferne Kontinente. Erlanger Soldaten, darunter Franz Xaver Epp, der in der NS-Zeit als Führer des Reichskolonialbundes Karriere machte, zogen in die Kolonialkriege jener Zeit. Aus den Kolonien flossen Rohstoffe wie Baumwolle und Elfenbein in die Erlanger Fabriken. Und die Erlanger waren erfreut über das bunte Angebot in den vielen Kolonialwarenläden. Noch heute erinnern zahlreiche Hinterlassenschaften an die koloniale Vergangenheit der Hugenottenstadt.
Die Instrumentalisierung eines nationalen Symbols Neben Porträts von Herrschern sind auch Gebäude oder repräsentative Bauten häufig auf Münzen zu sehen. In diesem Vortrag geht es um das Brandenburger Tor auf Münzen und Medaillen, wobei auch darauf eingegangen wird, wie dieses Symbol über die Jahrhunderte instrumentalisiert wurde, im positiven wie im negativen Sinne.
Unter dem Einfluss Leo von Klenzes geplant, vom Baukunstausschuss in München überarbeitet und von König Ludwig I. genehmigt, ist die im Frühjahr 1844 begonnene und nach endlosen Pannen erst 1851 fertiggestellte Mauritiuskirche in Röttenbach ein Paradebeispiel für die staatliche bayerische Baupolitik im Vormärz. Der Vortrag ordnet die Architektur in die Reihe gleichzeitiger Sakralbauten u.a. in Eggolsheim (St. Martin), Erlangen (Herz Jesu) und Fürth (Unsere Liebe Frau) ein. Er zeigt Licht und Schatten des staatlichen Bauwesens sowie die damalige prekäre Situation der Pfarrei und der Handwerker.
In den Unterlagen der Eltern finden sich alte Dokumente und Fotos. Wer sind diese Personen? Wie sind sie mit mir verwandt? Sie möchten mehr erfahren, wissen aber nicht so recht, wie man beginnen soll? Der Vortrag beschreibt die ersten Schritte und stellt Ihnen die wichtigsten Hilfsmittel vor. Mit der Familiengeschichtsforschung beginnt eine faszinierende Reise in die Vergangenheit der eigenen Familie. Auch werden einige für Einsteiger wichtige Datenbanken vorgestellt, mit denen dann zuhause selber recherchiert werden kann.
Ergänzend zu den Vorträgen zur Familiengeschichtsforschung beschäftigt sich dieser Kurs mit der Kurrentschrift. Über Jahrhunderte hinweg wurden Dokumente in Kurrentschrift geschrieben: Urkunden, Verträge, Einträge in Kirchenbücher, Briefe, Postkarten, Familienbücher, aber wer kann das noch lesen? Der Grundkurs vermittelt elementare Grundkenntnisse und Hilfestellungen für das Lesen von Kurrentschrift. Danach üben wir das Lesen anhand von ausgewählten Dokumenten.
Die Ausstellung zeigt in Fotos, Filmen, Graphic Novels, Medieninstallationen und Gegenständen die Geschichte der bayerischen Diakonie im »Dritten Reich«. Ein Schwerpunkt ist die Verstrickung diakonischer Einrichtungen in die NS-Rassenpolitik und in die NS-»Euthanasie«. Ausstellungsführung mit dem Leiter des Diakoniemuseums. Adresse Diakoniemuseum: Schwarzenbruck, Rummelsberg 47 In Kooperation mit den mittelfränkischen Volkshochschulen
Wie lebte es sich zwischen 1933 und 1945 in Erlangen? Der Alltag wurde durch die Einbindung des Einzelnen in die „Volksgemeinschaft“ politisiert. Antisemitismus, Bücherverbrennung und Euthanasie warfen ihre Schatten auf eine Stadt, die mit dem Kriegsausbruch an der „Heimatfront“ lag. Eine besondere Rolle spielte die FAU, die als „erste national-sozialistische Hochschule im Reich“ bekannt wurde. Der Rundgang spannt einen Bogen von der „Machtergreifung“ bis zum Kriegsende, klammert aber auch bedrohliche Kontinuitäten nicht aus. Treffpunkt: Ecke Hauptstraße / Südliche Stadtmauerstraße (gegenüber vom Geschäft Betten Bühler)
Der Vortrag vermittelt neue Einblicke in den Ablauf der „T4“-Aktion, die Umsetzung des Hungerkosterlasses und die katastrophalen Anstaltsverhältnisse bei Kriegsende. Darüber hinaus werden die Einstellungen und Motive der Anstaltsleitung deutlich, die für die Krankenmorde mitverantwortlich war. Grundlage hierfür sind u. a. persönliche Aufzeichnungen des Direktors Einsle, darunter sein Terminkalender 1945, das Gefängnistagebuch und seine Gelegenheitsgedichte. Bemerkenswert ist auch ein langer Brief an Heinrich Lades (später Erlanger OB), in dem Einsle jenseits bloßer Schuldabwehr seine NS-Vergangenheit reflektiert.
Seltene Einblicke in die sonst verschlossenen Magazine des Stadtarchivs gewährt diese Führung: Das Archiv ist Gedächtnis der Stadt und Ansprechpartner zu allen Fragen der Stadtgeschichte. Hier werden alle Unterlagen der Stadtverwaltung aufbewahrt, die historisch oder rechtlich bedeutsam sind. Darüber hinaus sammelt das Stadtarchiv viele weitere Zeugnisse zur Stadtgeschichte wie Vereins- und Firmenarchive, Nachlässe und Sammlungen von Privatpersonen. Der Leiter des Stadtarchivs informiert über die Arbeit eines Archivs und zeigt Originaldokumente aus mehreren Jahrhunderten Erlanger Stadtgeschichte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Seltene Einblicke in die sonst verschlossenen Magazine des Stadtarchivs gewährt diese Führung: Das Archiv ist Gedächtnis der Stadt und Ansprechpartner zu allen Fragen der Stadtgeschichte. Hier werden alle Unterlagen der Stadtverwaltung aufbewahrt, die historisch oder rechtlich bedeutsam sind. Darüber hinaus sammelt das Stadtarchiv viele weitere Zeugnisse zur Stadtgeschichte wie Vereins- und Firmenarchive, Nachlässe und Sammlungen von Privatpersonen. Der Leiter des Stadtarchivs informiert über die Arbeit eines Archivs und zeigt Originaldokumente aus mehreren Jahrhunderten Erlanger Stadtgeschichte. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Erlangen
Die Erlanger Freimaurerloge "Libanon zu den 3 Cedern" wurde 1757 gegründet und ist somit eine der ältesten Vereinigungen in Erlangen. Sie kann auf über 260 Jahre nahezu ununterbrochene Tätigkeit zurückblicken. Bei dieser Führung durch das Logenhaus erfahren Sie, was Sie schon immer über die Freimaurerei wissen wollten: Was sind ihre geschichtlichen Ursprünge? Was sind die Grundideen? Wer sind die Freimaurer und was sind ihre Ziele? Treffpunkt: Erlanger Logenhaus, Universitätsstraße 25 In Kooperation mit der Freimaurerloge Libanon zu den 3 Cedern Erlangen
Reuth ist seit der Eingemeindung 1972 der östlichste Stadtteil Forchheims - gegenüber vom berühmten Walberla. Trotz seiner Lage an der vielbefahrenen B470 in Richtung Ebermannstadt lohnt es sich, gerade hier einmal anzuhalten und sich den Stadtteil genauer anzusehen. Abseits der Straße gibt es zahlreiche reizvolle Orte, herrliche Ausblicke, eine wunderschöne Natur und historische Schätze. Treffpunkt: Parkplatz am Schweizer Keller in Forchheim-Reuth (Am Schwedengraben 7)
Das Knoblauchsland ist geprägt von Gewächshäusern, Industrie, Gewerbe und verkehrsreichen Straßen. Auch der nahe Flughafen ist sicht- und hörbar. Dennoch befinden sich hier, wenn auch versteckt, ursprüngliche Orte wie Kirchen und der Jahrhunderte alte Irrhain des Pegnesischen Blumenordens am Rande von Kraftshof. Wir wollen eintauchen in die besondere Geschichte dieser Region im „Erlanger Hinterland“. Treffpunkt: An der St. Georgskirche in Nürnberg-Kraftshof (Hauptstraße 170)
"Vor Ort sein und Hören“ – ein offenes, niederschwelliges Angebot politischer Bildungsarbeit in Erlangen vor Ort in Büchenbach. In Gesprächen auf der Straße und im Umfeld der Wohnungen hat der Dozent ein offenes Ohr für Gedanken der Menschen zu Fragen der Zeit. Bei Bedarf kann das Gespräch bei einem Kaffee beim Bäcker um die Ecke fortgesetzt werden. Mit diesem Angebot will die Volkshochschule den Bürger*innendialog fördern. Ort: Straßen und Plätze in Büchenbach, ein Vormittag in der Woche. Start: 5. Oktober, die Termine können über das Servicetelefon der vhs, 09131 86-2668 vereinbart werden.
Als langjähriger Sportchef und Autor der Nürnberger Nachrichten ist Hans Böller einem breiten Publikum bekannt. Mit unzähligen Persönlichkeiten führte er im Laufe seines Berufslebens Interviews, er berichtete über Fußball-Welt- und Europameisterschaften und verfolgte die (Leidens-)Geschichte des 1. FCN. In seiner beliebten Zeitungsrubrik „Unterwegs mit Böller“ ist er nicht nur vielen Schlossherr*innen, sondern auch anderen spannenden Menschen in Franken begegnet. Auch wir werden an diesem Abend mit Böller unterwegs sein und erfahren, was er als Journalist erlebt hat und wie es um den Zeitungsjournalismus steht.
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Der Zugangslink wird Ihnen rechtzeitig zugesandt werden.
Mit der Inhaftierung des Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem İmamoğlu und der gerichtlichen Absetzung des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel versucht Präsident Erdoğan, die Opposition weiter zu schwächen und zu kriminalisieren. Zugleich macht die Zusammenarbeit des türkischen Regimes mit der pro-kurdischen DEM Partei im Rahmen eines vermeintlichen Friedensprozesses mit der PKK die DEM politisch handlungsunfähig und hält sie als frühere Oppositionspartei in Schach. Parallel dazu wird mit einer geplanten neuen Verfassung an einer lebenslangen Alleinherrschaft Erdoğans gearbeitet. Der Aufbau einer türkischen Autokratie vor den Toren Europas vollzieht sich vor den Augen Brüssels und Washingtons. Das Schweigen des Westens gegen über einer umfassenden Autokratie nach russischem Vorbild wird jedoch langfristig die Sicherheit und Stabilität Europas gefährden. Prof. Dr. Burak Çopur ist Politikwissenschaftler, Türkei-Experte und Leiter des Zentrums für Radikalisierungsforschung und Prävention in Essen. Eine Veranstaltung des Türkisch-deutschen Solidaritätsvereins Erlangen in Kooperation mit der vhs Erlangen, in Gedenken an den verstorbenen Vorsitzenden des Vereins Zafer Titiz
Im Vortrag werden an ausgewählten Fallbeispielen aus europäischen Gesellschaften Entstehung und Auswirkungen von Korruption behandelt. Dabei werden alte und neue Muster von Vetternwirtschaft, „Schattenpolitik“ und „Anti-Korruptionskampf“ beleuchtet. Zur Einführung wird ein Aufsatz verschickt.
Prof. Dr. Thomas Demmelhuber bietet fundierte Einblicke in die politischen Dynamiken des Nahen Ostens. Dabei beleuchtet er die Hintergründe der aktuellen Konflikte, ordnet mögliche Entwicklungen ein und analysiert die Rolle der Türkei als regionalen Akteur. Der Vortrag eröffnet einen verständlichen Überblick über die Machtverschiebungen in der Region und deren Bedeutung für die internationale Politik. Prof. Dr. Thomas Demmelhuber ist Lehrstuhlinhaber am Institut für Politische Wissenschaft, Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens (FAU Erlangen). Eine Veranstaltung des Türkisch-deutschen Solidaritätsvereins Erlangen in Kooperation mit der vhs Erlangen, in Gedenken an den verstorbenen Vorsitzenden des Vereins Zafer Titiz
Weihnachtslieder werden und wurden durch die Zeitläufte beeinflusst und verändert. Heiner Bielefeldt begleitet adventliche und weihnachtliche Lieder zum Mitsingen am Flügel und erklärt historische Entwicklungen, die uns deutlich machen, dass auch Liedgut historisches, politisches und kulturelles Zeugnis bestimmter Epochen ist.
Mit Napoleons Eroberung Ägyptens 1798 beginnt der Einbruch europäischer Moderne im Nahen Osten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts brachten Frankreich und England nach und nach die Region unter ihre Kontrolle. Mit dem geheimen Sykes-Picot-Abkommen 1916 und der Balfour-Declaration 1917 ordneten sie den Nahen Osten neu. Die Folgen sind bis heute gravierend, Europas Einfluss jedoch ist verschwunden. In Kooperation mit "Werkstatt Demokratie heute"
Nach dem – vorläufigen? – Ende der Kämpfe in Gaza im Oktober 2025 verkündete US-Präsident Donald Trump, er habe einen „3000-jährigen Krieg“ beendet, dem nun ein „ewiger Frieden“ folgen werde. Doch davon ist die Region noch weit entfernt. Der Wiederaufbau in Gaza ist eine Herkulesaufgabe, die israelische Besatzung im Westjordanland hält unvermindert an. Das Wohlergehen der palästinensischen Bevölkerung scheint überhaupt keine Priorität zu haben. Zudem steht nach dem militärischen Eingreifen Israels und der USA im Iran die ganze Region vor einer Neuordnung. Wie kann es zu einer dauerhaften Aussöhnung Israels mit den arabischen Staaten kommen? Wo verlaufen die Konfliktlinien, und welche Weichen müssten gestellt werden für eine friedlichere Zukunft?
Haben Sie schon einmal versucht, einen Beruf allein durch clevere Ja-Nein-Fragen zu erraten? Bei unserer Reihe „Heiteres Berufe Raten“ hat das Publikum die Chance dazu! Zwei spannende Persönlichkeiten stehen auf der Bühne – doch was genau sie beruflich machen, bleibt vorerst ein Geheimnis. Mit Fragen wie „Arbeiten Sie im Freien?“ oder „Tragen Sie während Ihrer Arbeit eine Uniform?“ tasten Sie sich Schritt für Schritt an die Lösung heran. Ist das Rätsel gelöst, gibt es spannende Einblicke: Unsere Gäste plaudern aus dem Berufsalltag, erzählen Anekdoten und lassen Sie an ihren kuriosesten Erlebnissen teilhaben. Eine Gelegenheit zum Mitraten und Staunen – und ein Abend, der zeigt: Jeder Beruf ist auf seine Art faszinierend. Moderation Sara Schrage und Elisabeth Preuß In Kooperation mit BildungEvangelisch
Haben Sie schon einmal versucht, einen Beruf allein durch clevere Ja-Nein-Fragen zu erraten? Bei unserer Reihe „Heiteres Berufe Raten“ hat das Publikum die Chance dazu! Zwei spannende Persönlichkeiten stehen auf der Bühne – doch was genau sie beruflich machen, bleibt vorerst ein Geheimnis. Mit Fragen wie „Arbeiten Sie im Freien?“ oder „Tragen Sie während Ihrer Arbeit eine Uniform?“ tasten Sie sich Schritt für Schritt an die Lösung heran. Ist das Rätsel gelöst, gibt es spannende Einblicke: Unsere Gäste plaudern aus dem Berufsalltag, erzählen Anekdoten und lassen Sie an ihren kuriosesten Erlebnissen teilhaben. Eine Gelegenheit zum Mitraten und Staunen – und ein Abend, der zeigt: Jeder Beruf ist auf seine Art faszinierend. Moderation Sara Schrage und Elisabeth Preuß In Kooperation mit BildungEvangelisch
Noch hat der Krieg in der Ukraine nicht geendet. Schon jetzt aber ist es notwendig, sich auf Szenarien vorzubereiten, wie ein möglicher Friedensschluss abgesichert werden und wie eine stabile Nachkriegsordnung für die Region aussehen könnte. Ist ein friedliches Miteinander mit Russland denkbar, selbst mit Wladimir Putin im Kreml? Was hat eigentlich zu dem Krieg geführt? Soll sich die Ukraine der Nato und der EU anschließen? Welche Rolle spielt im Hintergrund China? Es geht um viel mehr als einen regionalen Konflikt.
Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Situation der Suizidhilfe in Deutschland im Spannungsfeld von Recht, Ethik und Medizin. Im Fokus stehen die Entwicklungen seit dem Urteil zur Verfassungswidrigkeit des §217, internationale Regelungsmodelle sowie die offene Frage nach der Rolle von Palliativversorgung, Gesundheitswesen und Suizidprävention. Zudem werden Chancen, Risiken und gesellschaftliche Folgen möglicher zukünftiger Regelungen diskutiert.
Der Bedarf an zusätzlichem bezahlbarem Wohnraum wird seit Jahren von Politik, Mietervereinigungen und sozialen Trägern eingefordert – ebenso wie mutige und umsetzbare Konzepte zur Behebung des Mangels. Angesichts steigender Baukosten, hoher Grundstückskosten, hoher Zinsen und dadurch stockender Neubautätigkeit hat sich die Lage weiter verschärft. Zugleich rücken Instrumente wie die Verlängerung der Mietpreisbremse, neue Förderprogramme für sozialen Wohnungsbau und Debatten um serielle Bauweisen und Umnutzung stärker in den Fokus. Architektinnen und Architekten zeigen Wege auf, wie bezahlbarer Wohnraum wirtschaftlich, nachhaltig und mit hoher Baukultur entstehen kann – im Neubau ebenso wie durch intelligente Transformation bestehender Strukturen. Zugleich benennen sie aber auch klare Grenzen, etwa durch regulatorische Hürden, Flächenknappheit und Finanzierungslücken.
Werner Schwanfelder (Text) und Siegfried Staab (Musik) nehmen Sie mit auf eine Reise durch die bewegte Geschichte unserer Region, in der Menschen aus aller Welt – von Juden und Hugenotten über Österreicher und Sudetendeutsche bis hin zu Syrern und Ukrainern – dazu beigetragen haben, das Gesicht unserer Städte und Dörfer zu formen. In einer Zeit, in der über Zuwanderung Debatten geführt werden, schaffen wir Raum für Reflexion und Verständnis. Begleitet von einfühlsamer Musik wird diese Lesung eine positive Sicht auf Migration öffnen. In einer globalisierten Welt erkennen wir, dass Migration nicht nur Herausforderungen mit sich bringt, sondern auch eine Chance für kulturelle Bereicherung und gesellschaftliche Innovation darstellt.
Die Forschungsstelle für religiöse Vielfalt der FAU und die Volkshochschule Erlangen bieten mit AGORA einen Raum für Gespräche über ein komplexes Thema, den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Das Gespräch über dieses Thema ist immer schwierig, oft schmerzlich und führt regelmäßig in Konfrontation und zu verbalen Verletzungen. AGORA bietet einen Raum, in dem klare Regeln für die Debatte gelten. Die drei Nachmittage/Abende werden doppelt moderiert: einmal, um die Gesprächskultur zu wahren und zum anderen inhaltlich. AGORA möchte und kann keine Lösungen präsentieren, sondern einen Raum anbieten, an dem Menschen unterschiedliche Perspektiven austauschen können. Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des Konfliktes auf Deutschland. In Kooperation mit der Forschungsstelle für religiöse Vielfalt an der FAU
Die Forschungsstelle für religiöse Vielfalt der FAU und die Volkshochschule Erlangen bieten mit AGORA einen Raum für Gespräche über ein komplexes Thema, den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Das Gespräch über dieses Thema ist immer schwierig, oft schmerzlich und führt regelmäßig in Konfrontation und zu verbalen Verletzungen. AGORA bietet einen Raum, in dem klare Regeln für die Debatte gelten. Die drei Nachmittage/Abende werden doppelt moderiert: einmal, um die Gesprächskultur zu wahren und zum anderen inhaltlich. AGORA möchte und kann keine Lösungen präsentieren, sondern einen Raum anbieten, an dem Menschen unterschiedliche Perspektiven austauschen können. Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des Konfliktes auf Deutschland. In Kooperation mit der Forschungsstelle für religiöse Vielfalt an der FAU
Häusliche Gewalt ist keine Ausnahme und hinterlässt (un)sichtbare Spuren. Scham, Schuldzuweisungen und Unwissen verhindern oft offene Gespräche. Die Ausstellung zeigt Realitäten Betroffener und gibt Hintergrundwissen. Sie ermutigt, hinzusehen und Hilfe anzunehmen. Wir laden zur Midissage mit Grußworten des Oberbürgermeisters von Erlangen und der Ausstellungsmachenden des Staatsministeriums ein. In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen
Häusliche und partnerschaftliche Gewalt bleibt oft verborgen und betrifft viele Lebensbereiche. Fachkräfte aus den Erlanger Institutionen wie Frauennotruf und der Beratungsstelle des Frauenhauses geben an diesem Abend Einblicke in ihre Praxis, informieren über Dynamiken, konkrete Handlungsmöglichkeiten und bieten einen Raum für Fragen, Austausch und gemeinsames Nachdenken im Rahmen der Ausstellung.
Gewalt im eigenen Zuhause oder in Paarbeziehungen betrifft auch Kinder und Jugendliche, direkt oder auch als Beobachtende. Die Ausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ beschreibt eindrücklich Gewaltsituationen. Die Schüler*innen werden in den Workshops von Fachkräften des Frauennotrufs (und Frauenhauses) altersgerecht und in einem geschützten Rahmen begleitet. Sie vermitteln Wissen, stärken Handlungssicherheit und bieten Raum für Fragen.
Gewalt im eigenen Zuhause oder in Paarbeziehungen betrifft auch Kinder und Jugendliche, direkt oder auch als Beobachtende. Die Ausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ beschreibt eindrücklich Gewaltsituationen. Die Schüler*innen werden in den Workshops von Fachkräften des Frauennotrufs (und Frauenhauses) altersgerecht und in einem geschützten Rahmen begleitet. Sie vermitteln Wissen, stärken Handlungssicherheit und bieten Raum für Fragen.