Kulturgeschichte und Archäologie
Unsere kulturgeschichtlichen Veranstaltungen widmen sich einem erweiterten Kulturbegriff und damit all dem, was Menschen sich zum Leben erschaffen.
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Für die aus Frankreich geflüchteten Hugenotten gründete der Markgraf die Neustadt „Christian Erlang“. In der Anfangszeit war die entstehende Stadt geprägt von französischem Flair. Besonders die Hugenottinnen spielten bei der Erziehung der fränkischen Jugend als Gouvernanten eine wesentliche Rolle, sie lehrten das Französische und galante Umgangsformen. Schon die Zeitgenossen wunderten sich über diese belesenen und geachteten weiblichen „Refugiers der französischen Kolonie“.
Eiszeitliche Höhlenmalerei übt eine große Faszination auf die meisten Menschen aus und erlaubt uns den Blick in längst vergangene Zeiten. Doch lässt sie auch tatsächlich Rückschlüsse auf das Leben unserer Vorfahren zu? Und wenn ja, welche? Der Vortrag bietet einen Überblick über einige der bekanntesten "Bilder-Höhlen" (Lascaux, Rouffignac u.a.) und diskutiert mögliche Interpretationen. Welche Themen werden behandelt, welche Tiere abgebildet und was verrät uns das über unsere Vorfahren und, nicht zuletzt, uns selbst?
Mit der Tolerierung des christlichen Glaubens durch Kaiser Konstantin wurde der Grundstein für die Entwicklung einer neuen, religiös geprägten Architektur und Kunst gelegt. In Rom stifteten Kaiser und Päpste monumentale Basiliken und beeindruckende Zentralbauten, deren Innenräume mit prächtigen Mosaiken und kostbaren Kunstwerken ausgestattet wurden. Das Seminar beleuchtet neben dem Kunstschaffen auch Politik und Religion im spätantiken Rom.
Die "Rauhnächte" oder die 12 Tage zwischen Weihnachten um dem Dreikönigstag am 6. Januar gelten von alters her als heilige Zeit, in der möglichst nicht gearbeitet, sondern gefeiert und Rück- und Vorschau gehalten werden soll. Wir beleuchten die Geschichte der Rauhnächte, die Bedeutung der einzelnen Tage und die dazugehörigen keltischen und germanischen Bräuche.
Besaßen Frauen im Mittelalter Bücher, konnten sie lesen oder schrieben sie gar selbst? Mittelalterliche Bilder und Skulpturen zeigen ein vielschichtiges Panorama lesender Frauen, was selten biblisch begründet war. Offenbar existierte ein allgemeines Bedürfnis nach der gelehrten Frau mit Buch in der Hand, wie Maria, die Heilige Katharina von Alexandrien oder die Nonne Christine Ebner vom Ebner-Epitaph in der Sebalduskirche, die der Nachwelt gleich mehrere schriftliche Werke hinterließ: Welche Bedeutung sprach man diesen Buchbesitzenden, lesenden, schreibenden und dozierenden Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft zu? "Siehst du, wie die Heiligen gemalt sind, die dir als Beispiel dienen sollen, damit du, wenn du ein so edles und so schönes Mädchen erblickst, Freude und Stärke und Sicherheit gewinnst und nicht zweifelst", so die Aufforderung eines Predigers zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Sollten derartige Frauendarstellungen die zeitgenössischen Mädchen also bestärken? Ausgehend von Kunstwerken des späten Mittelalters wird diesen Fragen nachgegangen. In Kooperation mit dem Frauenzentrum Erlangen
Auf den Spuren der Normannen und Staufer bereisen wir gedanklich Apulien und besuchen in diesem Dia-Vortrag die eindrucksvollen romanischen Kirchen und das damalige Ende der Welt am Stiefelabsatz. Sizilien war für zahlreiche Dichter das Ende ihrer Italienreise. Goethe schrieb: "Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele, hier ist der Schlüssel zu allem." Tomasi di Lampedusa nannte die Insel "Land ohne Erlösung".
Tagesfahrten
In Leutershausen sehen Sie im Gustav-Weisskopf-Museum den Nachbau des Flugzeugs, mit dem Motorflugpionier Weisskopf schon 1901 kurze Flüge durchführte.
Anschließend werden bei einem Spaziergang in Feuchtwangen die Stiftskirche mit dem klösterlichen Kreuzgang sowie der Marktplatz, den Georg Dehio als Festsaal Frankens bezeichnet hat, besucht. In Dinkelsbühl, einer der schönsten mittelalterlichen Städte Frankens, besichtigen wir Kirchen und die Stadtbefestigung. Weiter geht es nach Ruffenhofen, um das rekonstruierte Römerkastell am Limes anzuschauen.
Veranstalter: Schielein-Reisen
Abfahrt: 8.00 Uhr in Erlangen (Busbahnhof Innenstadt)
Rückkehr voraussichtlich gegen 19.30 Uhr in Erlangen.
In Kooperation mit der vhs Fürth