Boampong-Brummer, Katja
Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Mittleren Geschichte in Erlangen begann die nunmehr jahrzehntelange währende Dozententätigkeit an verschiedenen Institutionen mit Vorträgen zu Themen aus diesen Fachgebieten wie auch kulturgeschichtlichen Phänomen mit dem Versuch, ins Details zu schauen bei gleichzeitiger Herstellung von Zusammenhängen und Querverbindungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Tätigkeit als wissenschaftliche Reiseleiterin, zunächst für ein renommiertes Studienreisebüro, seit 1996 in Eigenverantwortung. Die Wege führen quer durch Europa und darüber hinaus. „Grenzüberschreitungen“ können dabei zu positiven und bereichernden Erfahrungen gemacht werden.
Sie trafen sich als Köpfe völlig unter-schiedlicher Kunstbewegungen: Sie regten sich an, waren Konkurrenten, hatten verschiedene Auffassungen, kontroverse ästhetische Maßstäbe. Sie fanden Schnittmengen und empfanden zeitlebens Respekt füreinander. Die Geschichte fand Platz für beide.
Die Arbeitsgemeinschaft zwischen Picasso und Braque bestand nur temporär und konnte den Belastungen nicht standhalten. Die künstlerischen Wege trennten sich. Aber diese entscheidenden Jahre, die den Kubismus einleiteten, veränderten die Kunstgeschichte. Eine vorübergehende Begegnung von innovativer Dynamik: „Wir suchten nach einer Art anonymer Persönlichkeit. Wir waren bereit, unsere eigene Person völlig in den Hintergrund treten zu lassen, um das Ursprüngliche zu finden. Laien konnten unsere Bilder nicht unterscheiden, was uns überhaupt nicht störte, denn es ging um unsere Arbeit und das Problem, mit dem sie uns konfrontierte.“ (Braque, 1908)