Stuckenberger, Dr. Peter
Peter Stuckenberger ist promovierter Kunsthistoriker. Seit über 20 Jahren vermittelt er Inhalte für die Wirtschaft. Der Weitergabe seines fundierten Fachwissens in Kunst- und Architekturgeschichte ist er dabei stets treu geblieben – ebenso wie seinem wissenschaftlichen Schwerpunkt: Franken.
Der Aufbruch in die Moderne der Architektur in den 1920er Jahren lässt sich besonders eindrücklich am Kirchenbau nachvollziehen – auch direkt vor den Toren Erlangens. In der Region entstanden damals markante Bauten mit experimenteller Formensprache und neuen Raumkonzepten. Einige dieser Kirchen schuf der Architekt Fritz Fuchsenberger. Im Vortrag wird sein Landkirchentypus am Beispiel von „St. Josef“ in Baiersdorf und „Unsere liebe Frau in Jerusalem“ in Poxdorf vorgestellt. Anhand von Stilvergleichen und Betrachtungen zu Raumkonzept und Materialästhetik lassen sich diese Bauten im Schaffen eines Reformarchitekten einordnen.
Die beiden Kirchen "St. Josef" in Baiersdorf und "Unsere liebe Frau in Jerusalem" in Poxdorf zeigen exemplarisch, wie sich der stilistische Aufbruch in die Moderne des Sakralbaus im ländlichen Umfeld vollzog. Bei dieser Exkursion ins Erlanger Umland lernen Sie zwei Landkirchen des Architekten Fritz Fuchsenberger aus den Jahren 1923 bis 1925 näher kennen. Sie entdecken unerwartete stilistische Besonderheiten, interessante Materialkombinationen und Raumideen, die von der Suche nach neuen Formen im Sakralbau der 1920er Jahre zeugen. Treffpunkt: Vor dem Haupteingang der Pfarrkirche "St. Josef" in Baiersdorf (Forchheimer Str. 25, 91083 Baiersdorf).