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© Simon Maik

Escher, Georg

Georg Escher war lange Jahre außenpolitischer Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten. Heute schreibt er außenpolitische Kolumnen für die relevanzreporter.de. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Deutschen Journalistenschule (djs) in München. Schwerpunkte seiner journalistischen Arbeit sind die weltpolitischen Krisenfelder, vom Mittleren und Nahen Osten über Afrika bis hin zu Osteuropa. Selbstverständlich gehören auch die EU sowie die USA (wo Escher an der Ohio State University studierte) dazu.

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Studium generale: "Recht und Gerechtigkeit"
Di. 22.09.2026 19:00 Uhr
Maede Soltani
Dr. Annalena Gras
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Kursnummer 26W201001

Im Studium generale der vhs Erlangen findet seit bald 15 Jahren jedes Semester ein politischer, gesellschaftlicher und philosophischer Diskurs zu Themen unserer Zeit statt. Wir wollen hinterfragen, weiterdenken, Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Grundlage hierfür ist das wissenschaftlich fundierte Wissen, das Expert*innen allgemeinverständlich in ihren Beiträgen vermitteln. Hier kommen wir über aktuelle, aber auch zeitlose Themen ins Gespräch.

Dienstag, 22. September, 2026 Maede Soltani Der Kampf um Demokratie im Iran Im Iran kämpfen Menschen seit vielen Jahren für Demokratie. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung durch die Mullahs wünschen sie sich einen Regimewechsel und ein normales Leben. Am Beispiel des in Teheran lebenden Rechtsanwalts Abdolfattah Soltani, Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2009, zeigt seine in Franken lebende Tochter auf, wie die Zivilgesellschaft schikaniert wird und nun zusätzlich unter den Folgen des Krieges leidet. Dennoch bleibt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft – stärker als je zuvor. Dienstag, 29. September 2026 Annalena Gras Von digitaler Gewalt bis Femizid: Wie geht das Strafrecht mit Tätern und Opfern um? Kaum ein Thema ist derzeit gesellschafts- wie rechtspolitisch so präsent wie Gewalt gegen Frauen – ob physisch, sexuell oder digital. Besonders häufig fällt im Zusammenhang mit Tötungsdelikten aktuell der Begriff des "Femizids". Doch was genau ist darunter zu subsumieren? Von dieser Frage ausgehend sollen die praktische Häufigkeit geschlechtsspezifischer Gewalt sowie Tätertypen und Motive analysiert werden. Und wird das geltende Strafrecht Tätern und Opfern gerecht? Dienstag, 6. Oktober 2026 Dr. Tabea Seum Vom Klick zum Crime - Strafbarkeit und Strafverfolgung im Internet Cyberkriminalität im Internet nimmt zu. Welche typischen Straftaten finden hier statt, welche rechtlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Strafverfolgung gibt es im digitalen Raum? Online-Ermittlungen sind für die Strafverfolgungsbehörden mit Herausforderungen verbunden und stoßen an juristische und praktische Grenzen. Und wie können wir im Alltag digitale Medien sicher nutzen? Neben alltagstauglichen Tipps hierzu werden Themen wie Datenschutz, Hasskriminalität und Desinformationen aufgegriffen und diskutiert. Dienstag, 13. Oktober 2026 Andrea Kuhn Menschenrechte im Film Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte legte 1948 zum ersten Mal die Rechte und Freiheiten aller Menschen fest. Umkämpft sind diese Rechte noch immer. Dokumentar- und Spielfilme thematisieren diesen Kampf seit Jahrzehnten und werden in der Menschenrechtsbildung eingesetzt. Denn bewegte Bilder besitzen eine ungeheure Macht, doch zugleich sind sie umstritten wie nie zuvor. Was macht also einen „guten“ Menschenrechtsfilm aus? Welche unterschiedlichen Herangehensweisen gibt es, und wie kann man den eigenen kritischen Blick schärfen? Anhand vieler Filmbeispiele wird in das Thema eingeführt. Dienstag, 20. Oktober 2026, Dr. Claudia Schorcht Was Ernährung mit Gerechtigkeit zu tun hat Erst zu Beginn der 2000er Jahre hat sich der Begriff „Ernährungsgerechtigkeit“ etabliert, obwohl die Problematik weit älter ist. Es geht um die faire Verteilung des Zugangs zu gesunder, nachhaltiger und kulturell angemessener Nahrung für alle Menschen, inklusive der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen entlang der gesamten Lebensmittelkette. Umgesetzt ist dieses Ideal bisher nicht, vielmehr dominiert eine massive Ernährungsungerechtigkeit. Was sind die Gründe? Und wie lässt sich ihnen begegnen? Dienstag, 27. Oktober 2026, Prof. Dr. Simone Derix Wie prägt Erben die Gesellschaft? Schätzungen zufolge werden aktuell rund 400 Milliarden Euro in Deutschland pro Jahr vererbt oder verschenkt. Was ist (un-)gerecht am Erben? Diese Frage wird seit der Französischen Revolution immer wieder kontrovers diskutiert. Gleichzeitig hat sich grundlegend verändert, wie vererbt und geerbt wird. Diese Geschichte des Erbens und Vererbens wird dargestellt und diskutiert. Was sagt das Erben über den Wandel des Verhältnisses zwischen Individuum, Familie und Staat aus? Über welche Quellen lassen sich Erbpraktiken untersuchen und welche Erkenntnisse kann man daraus ziehen? Dienstag, 10. November 2026, Georg Escher Wie Reichtum die Gesellschaft zerstört In den USA scheint ein kleiner Club von Tech-Milliardären die eigentliche Macht im Staat übernommen zu haben. Während diese Reichtümer angehäuft haben, die das Bruttoinlandsprodukt so mancher Staaten übertreffen, drohen Teile der Gesellschaft den Anschluss zu verlieren. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa nimmt die soziale Spaltung bedenklich zu. In der Folge erstarken die politischen Ränder. Wenn die politische Mitte nicht weiter an Boden verlieren will, ist es höchste Zeit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Gerechtigkeit wieder zu stärken. Dienstag, 17. November 2026, Kai Stähler Wie Diakonie zu sozialer Gerechtigkeit beiträgt Die Diakonie zählt zu den größten Wohlfahrtsverbänden in Deutschland und setzt sich dafür ein, soziale Gerechtigkeit konkret erfahrbar zu machen. Diakonische Einrichtungen unterstützen Menschen in Armut und Notlagen. Sie schützen vor Ausgrenzung und fördern gesellschaftliche Teilhabe. Professionelle Sozialarbeit und gelebte Nächstenliebe wirken hier zusammen. Doch zunehmend schwierige Rahmenbedingungen wie steigende Kosten, wachsende soziale Ungleichheit und Fachkräftemangel erschweren diakonische Arbeit. Dienstag, 24. November 2026 Dieter Rosner Soziale Gerechtigkeit in der Kommune Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe sind wichtige Voraussetzungen für die Sicherung von Demokratie in unserer Gesellschaft. Welchen Beitrag kann die Kommune dazu leisten, gerade wenn es um bezahlbaren Wohnraum, eine gute Kinderbetreuung oder ein würdevolles Altern geht? Der Vortrag fragt nach den politischen Bedingungen und Handlungsmöglichkeiten vor Ort, um Chancengleichheit zu fördern, Armut wirksam zu bekämpfen und allen Bevölkerungsgruppen Teilhabe zu ermöglichen. Dabei wird auch die Bedeutung des Ehrenamts als unverzichtbare Stütze des sozialen Zusammenhalts beleuchtet. Referent*innen: Prof. Dr. Simone Derix, Department Geschichte, FAU Georg Escher, Freier Journalist Dr. Annalena Gras, Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie, FAU Andrea Kuhn, Leiterin des Internationalen Filmfestivals der Menschenrechte, Nürnberg Dieter Rosner, Referent für Jugend, Familie und Soziales, Stadt Erlangen Dr. Claudia Schorcht, vhs Lesecafe Tabea Seum, Fachgruppe Cybercrime, Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie, FAU Maede Soltani, Menschenrechtsaktivistin, Nürnberg Kai Stähler, Vorstandsvorsitzender der Stadtmission Nürnberg und Diakonie Erlangen Moderation: Dr. Susanne Stemmler, vhs Erlangen

Kursnummer 26W201001
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Kosten: 90,00
Dozent*in:
Maede Soltani
Dr. Annalena Gras
Tabea Seum
Andrea Kuhn
Dr. Claudia Schorcht
Prof. Dr. Simone Derix
Georg Escher
Kai Stähler
Dieter Rosner
Ist Frieden in Nahost möglich? (Vortrag)
Di. 08.12.2026 19:00 Uhr
Georg Escher
Kursnummer 26W201061

Nach dem – vorläufigen? – Ende der Kämpfe in Gaza im Oktober 2025 verkündete US-Präsident Donald Trump, er habe einen „3000-jährigen Krieg“ beendet, dem nun ein „ewiger Frieden“ folgen werde. Doch davon ist die Region noch weit entfernt. Der Wiederaufbau in Gaza ist eine Herkulesaufgabe, die israelische Besatzung im Westjordanland hält unvermindert an. Das Wohlergehen der palästinensischen Bevölkerung scheint überhaupt keine Priorität zu haben. Zudem steht nach dem militärischen Eingreifen Israels und der USA im Iran die ganze Region vor einer Neuordnung. Wie kann es zu einer dauerhaften Aussöhnung Israels mit den arabischen Staaten kommen? Wo verlaufen die Konfliktlinien, und welche Weichen müssten gestellt werden für eine friedlichere Zukunft?

Kursnummer 26W201061
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Kosten: kostenlos
Dozent*in:
Georg Escher
Nach einem Kriegsende in der Ukraine: Wie geht es weiter? (Vortrag)
Di. 12.01.2027 19:00 Uhr
Georg Escher
Kursnummer 26W201067

Noch hat der Krieg in der Ukraine nicht geendet. Schon jetzt aber ist es notwendig, sich auf Szenarien vorzubereiten, wie ein möglicher Friedensschluss abgesichert werden und wie eine stabile Nachkriegsordnung für die Region aussehen könnte. Ist ein friedliches Miteinander mit Russland denkbar, selbst mit Wladimir Putin im Kreml? Was hat eigentlich zu dem Krieg geführt? Soll sich die Ukraine der Nato und der EU anschließen? Welche Rolle spielt im Hintergrund China? Es geht um viel mehr als einen regionalen Konflikt.

Kursnummer 26W201067
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Kosten: kostenlos
Dozent*in:
Georg Escher
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14.09.26 19:23:08