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Newsletter+ vhs Erlangen

Unser allgemeiner Newsletter macht Sie komfortabel auf ausgewählte Veranstaltungen aus den Programmbereichen Gesellschaft, Kultur, Beruf, Gesundheit, Sprachen und vhs club INTERNATIONAL aufmerksam.

Außerdem informiert er Sie immer wieder auch über interessante Aspekte unserer Arbeit, seit Juli 2020 liefern wir Ihnen außerdem in jeder der monatlichen Ausgaben (Februar - Juli, Oktober - Dezember) ein zeitkritisches Essay eines Gastautors, Buchbesprechungen u. a. m. frei Haus.

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Unser aktueller Newsletter+ zum lesen:

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe, Sie sind gut durch den Sommer gekommen und freuen sich nun auf einen anregenden Herbst und Winter mit und in der Volkshochschule Erlangen. Meine Kolleginnen, Kollegen und ich haben die zurückliegenden Monate im Wesentlichen auch dazu genutzt, ein umfassendes Hygienekonzept zu erarbeiten, damit Sie ganz entspannt und geschützt wieder zu uns kommen können. Zum anderen haben wir, wie Sie dies von uns erwarten dürfen, ein inhaltlich breit gefächertes Veranstaltungsangebot zusammengestellt, das hoffentlich Ihre Neugier weckt. Rund 1200 Kurse, Vorträge und Exkursionen, sind dabei zusammengekommen, die allermeisten als reale Veranstaltung vor Ort. Ein halbes Hundert Online-Veranstaltungen ergänzt diese Präsenztermine.

Ausschließlich im Netz sind in diesem Semester übrigens die Vorträge der beiden Studium-generale-Reihen zu finden. Und weil dieses stark nachgefragte Format heuer sein 10-jähriges Bestehen feiert, können diesmal alle, die bisher keinen Platz mehr bekommen haben, nun gratis und bequem vom eigenen Rechner aus dabeisein, wenn es diesmal um Kultur und Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie das Verhältnis von Mensch und Technik geht. Ein Klick auf den YouTube-Kanal der vhs genügt, und Sie sind dabei - sogar ganz ohne Maske. Absagen müssen wir leider mangels Anmeldungen allerdings das Studium-generale-Debatte-Format.

Dass wir zum Schutz aller Beteiligten eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen in unseren Unterrichts- und Geschäftsräumen treffen müssen, findet sicher Ihr Verständnis. So haben wir beispielsweise wegen der staatlich vorgeschriebenen Abstandsregelungen die Zahl der Sitzplätze stark reduziert. Außerdem ist es bei allen Veranstaltungen vor Ort - auch bei denen mit freiem Eintritt - erforderlich, sich vorher per E-Mail an unsere Geschäftsstelle oder auf unserer Homepage anzumelden. Für den Fall, dass die Teilnehmerzahl die Platzkapazität nicht ausschöpft, kann bis kurz vor Veranstaltungsbeginn - wie bei einem spontanen Lokalbesuch - die Anmeldung handschriftlich auf einem der dann ausliegenden Formulare erfolgen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist in allen von der vhs genutzten Räumen Pflicht, sie kann aber am Sitzplatz abgelegt werden.

Allen lästigen Begleiterscheinungen der „neuen Normalität" zum Trotz - fühlen Sie sich bitte wohl bei uns, freuen Sie sich auf ein tolles Dozententeam und spannende Themen. Vor allem aber, bleiben Sie gesund!

Herzlich grüßt Sie

Ihr Markus Bassenhorst

Direktor der Volkshochschule

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ZEITLUPE

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Deutschland, einig Vaterland!?

Von Pia Heine

„Lasst die Party ausfallen!“, forderte die Journalistin Jana Hensel im Februar dieses Jahres in Hinblick auf die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit. Hensel, Jahrgang 1976 und in Leipzig aufgewachsen, gilt als eine der prominentesten „Lautsprecherinnen“ der sogenannten Dritten Generation Ost. In der öffentlichen Darstellung wird die deutsche Einheit oft als einzig logische Konsequenz, gar als unausweichliche Fortsetzung von Friedlicher Revolution und Mauerfall dargestellt. Doch so einfach ist es dann doch nicht. Friedliche Revolution und Mauerfall gelten zurecht als Ausdruck von Emanzipation und demokratischer Selbstermächtigung der DDR-Bürgerinnen und -Bürger. Die Bilder der mehr als 70.000 Demonstrierenden in Leipzig am 9. Oktober 1989 oder die der geöffneten Grenzübergänge in Berlin einen Monat später treiben nicht nur denen, die damals dabei waren, bis heute Tränen in die Augen. Im Fokus der Beteiligten stand damals aber weniger die Einheit als vielmehr die Forderung nach demokratischen Reformen in der DDR und die Mündigkeit ihrer Bürger.

Es wäre dennoch falsch zu behaupten, die Ostdeutschen hätten die Wiedervereinigung nicht gewollt. Als Stimmungsbarometer dafür galten nicht zuletzt auch die ersten freien Volkskammerwahlen im März 1990. Und die klare Siegerin dieser Wahl war mit fast 41 Prozent der Stimmen die Allianz für Deutschland, die maßgeblich von der Ost-CDU getragen wurde und mit dem bundesdeutschen Kanzler Helmut Kohl ihren wohl prominentesten Wahlkampfhelfer hatte. Sein Versprechen der schnellen Einheit und der „blühenden Landschaften“ wirkte. Über die konkreten Konsequenzen machten sich die meisten Menschen in der herrschenden Aufbruchsstimmung kaum Gedanken. Parolen wie „Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh’n wir zu ihr!“ trugen darüber hinaus nicht gerade zu einer Stärkung bei den Verhandlungen über den Einigungsvertrag bei, sondern erhöhten stattdessen den Druck auf die DDR-Delegation am Verhandlungstisch.

Hensel bezeichnet die Zeit zwischen Mauerfall und Unterzeichnung des Einigungsvertrags als „die Geschichte einer abgewürgten Emanzipation“ – ganz sicher gehört diese Sicht zum Gesamtbild, wenn wir ehrlich über den Stand der deutschen Einheit sprechen wollen. Die im Einigungsvertrag festgelegten Punkte blieben in vielerlei Hinsicht hinter den Erwartungen der Bürgerrechtler zurück; Enttäuschung und Rückzug waren die Konsequenzen.

In einer aktuellen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung geben 74 Prozent der befragten Ostdeutschen an, dass der Einfluss der Wiedervereinigung auf sie persönlich sehr groß oder groß gewesen sei. Angesichts der großflächigen Deindustrialisierung, Massenarbeitslosigkeit und Abwanderungswelle in den frühen 90er-Jahren verwundert diese Einschätzung kaum. Die Stigmatisierung als „fauler Ossi“, die damit einhergehende teils gefühlte, teils tatsächliche Abwertung des Lebens in der DDR und die vielfachen Brüche in den Erwerbsbiografien hinterließen bei vielen tiefe Wunden, die sich bis heute in Form geringerer Wahlbeteiligung und einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber der parlamentarischen Demokratie und unserem Rechtsstaat äußern.

Vieles wurde in den vergangenen 30 Jahren erreicht – die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands verlief bis zur Corona-Krise sehr erfolgreich, die Arbeitslosigkeit ging in den vergangenen Jahren massiv zurück, die Arbeitslosenquoten in Ost und West sind fast schon auf ähnlich niedrigem Niveau. Der Lebensstandard im Osten ist um ein Vielfaches gestiegen, die Infrastruktur infolge hoher Investitionen sogar oft besser als in Teilen Westdeutschlands. Man könnte also – insbesondere mit Blick auf die postsozialistischen Nachbarstaaten und deren bis heute andauernde Transformationsprobleme – durchaus zufrieden sein. Deutschland geht es gut, wahrscheinlich so gut wie noch nie. Und trotzdem gibt es da eben noch Unterschiede: in den Löhnen, in der Tarifbindung, in den Renten, um nur einige zu nennen. Bis heute verdienen Ostdeutsche nicht nur weniger – infolge der Enteignungspolitik in 40 Jahren DDR besitzen sie auch weniger und können entsprechend weniger (ver)erben. Der Niedriglohnsektor im Osten ist mehr als doppelt so groß und auch das Armutsrisiko um ein Vielfaches höher als im Westen. Diese Defizite führen in Summe zu einer sich immer wieder selbst verstärkenden Erzählung des „abgehängten Ostens“. Diese Wahrnehmung überdeckt allzu oft die Errungenschaften, lässt die erwähnten Wunden schwerer heilen und reißt sie sogar immer wieder auf.

30 Jahre nach der Wiedervereinigung fällt das Urteil also ambivalent aus: Ost und West haben sich angenähert, aber eben noch nicht angeglichen. Trotzdem wünscht sich heute wohl kaum jemand ernsthaft in die Zeit der deutschen Teilung zurück. Der Prozess und die Folgen der Wiedervereinigung werden zwar unterschiedlich wahrgenommen, doch dass Ost- und Westdeutschland zusammengehören, ist glücklicherweise unumstritten. Die große Sause zum 30. Geburtstag wird es coronabedingt wohl in diesem Jahr nicht geben – wir tun aber gut daran, den ehrlichen Dialog über den Einigungsprozess zu befördern. Wenn wir dabei vor allem das Prozesshafte betonen und weniger auf die Einigkeit zielen und noch dazu allen Blickwinkeln ihren Raum geben, dann wird dieser Dialog fruchtbar sein.

Die Autorin: Pia Heine, geb. 1986, hat Geschichte, Deutsch und Französisch auf Lehramt an der Technischen Universität Dresden studiert. Nach Auslandsaufenthalten in Paris und Bordeaux absolvierte sie ihr wissenschaftliches Volontariat in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und war anschließend in Ausstellungsprojekten in der Gedenkstätte sowie im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig tätig. Derzeit ist sie Doktorandin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und forscht als Promotionsstipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Gefängnis Waldheim zwischen 1950-1989/90.

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KURSNACHRICHTEN

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Programmbereich Gesellschaft:

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30 Jahre Deutsche Einheit – missglückt und doch erfolgreich? (Vortrag)

Mittwoch, 7.10.2020 | 19.00 Uhr | Friedrichstraße 19 | Historischer Saal

Drei Jahrzehnte nach der Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands häuft sich Kritik am Einigungsprozess und an den anhaltenden Unterschieden zwischen Ost und West. Die junge Leipziger Historikerin Pia Heine erinnert an die Ereignisse von 1989/90, untersucht, wie es heute um die Einheit unseres Landes bestellt ist, und fragt nach den Folgen des bis tief in die Sprache hineinwirkenden Vereinigungsprozesses für die Identität der Menschen in der ehemaligen DDR.

Information: 20W201044

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„Nichts verbreitet sich schneller als Angst“ – Seuchen gestern und heute (Vortrag)

Montag, 12.10.2020 | 19.00 Uhr | Friedrichstraße 19 | Historischer Saal

Pandemien sind stets ein Teil der Menschheitsgeschichte gewesen. Der Vortrag des Erlanger Medizinhistorikers Prof. Dr. Karl-Heinz Leven stellt die gegenwärtige Seuchenbedrohung in einen historischen Kontext und fragt nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in medizinischen, politischen und gesellschaftlichen Reaktionen darauf.

Information: 20W201046

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Alles ist relativ! . . . oder eben doch nicht alles? Eine Einführung in die Relativitätstheorie (Online-Vortrag)

(ab) Dienstag, 13.10.2020 | 16.00 Uhr | vhs-YouTube-Kanal

Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens bietet die Volkshochschule Erlangen das Erfolgsformat „Studium generale“ in diesem Semester kostenfrei und für jedermann zugänglich ausschließlich im Internet an. Zum Auftakt der 7-teiligen Nachmittagsreihe „WissensWelten: Moderne Zeiten“ führt der Erlanger Physiker und Wissenschaftsphilosoph Alexander Laska M. Sc. M. A. in Einsteins Relativitätstheorie ein.

Information: 20W201001

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Der kleine Kindertherapeut (Autorenlesung mit Diskussion)

Mittwoch, 14.10.2020 | 19.00 Uhr | Friedrichstraße 17 | Aula

Bei dieser Kooperationsveranstaltung mit dem Kinderschutzbund Erlangen stellt der Erlanger Jugendpsychiater und Buchautor Dr. Johannes Wilkes seinen bei dtv erschienenen Ratgeber für Eltern vor und diskutiert die Frage, was am besten zu tun sei, wenn Kinder in kleinere oder größere seelische Nöte geraten - etwa beim Verlust des geliebten Stofftieres oder auch angesichts eines Mathe-Sechsers.

Information: 20W250051

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Architektur, Städtebau und Klimaschutz – der schwierige Dreiklang

Mittwoch, 14.10.2020 | 19.30 Uhr | Friedrichstraße 19 | Historischer Saal

Die Klimadebatte verändert zunehmend den Blick auf unsere gebaute Umwelt. Der Nürnberger Architekt und Kulturwissenschaftler Dr. Marian Wild wirft einen Blick auf die historische Entwicklung des Verhältnisses von Architektur und Stadt und stellt ausgewählte Projekte einer klimaorientierten Baukunst vor, die das Bild und die Strukturen der Städte im doppelten Wortsinn nachhaltig beeinflussen.

Information: 20W201048

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Gemeinsam statt einsam: Seniorentag in Erlangen (Messe)

Freitag, 23.10.2020 | 12.00-17.00 Uhr | Heinrich-Lades-Halle

Ein kleines Vortragsprogramm, Angebote zum Entspannen und Zuhören sowie eine Fotopräsentation über das öffentliche Leben in Zeiten der Pandemie erwarten die Teilnehmer(innen) des diesjährigen Seniorentags in der Heinrich-Lades-Halle. Alle Vorträge werden in Gebärdensprache übersetzt und per Live-Stream auch im Internet übertragen. Eine schriftliche Anmeldung ist zwingend erforderlich, da der Zugang zu den einzelnen Veranstaltungen beschränkt ist.

Information: www.erlangen.de/senioren

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Internet of Things – Alles so praktisch vernetzt hier (Vortrag)

(ab) Dienstag, 27.10.2020 | 19.00 Uhr | vhs-YouTube-Kanal

Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens bietet die Volkshochschule Erlangen das Erfolgsformat „Studium generale“ in diesem Semester kostenfrei und nur im Internet an. Zum Auftakt der 10-teiligen Abendvortragsreihe stellt Dr. Christine Funk, Leiterin des Forschungsverbundes Future IoT am Erlanger Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen, die schier unendlichen Einsatzmöglichkeiten vor, die das Internet der Dinge in allen Lebensbereichen einmal bieten könnte.

Information: 20W201002

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Medienkritik – Über den Umgang mit Informationen, Zahlen und Quellen (Vortrag)

Mittwoch, 28.10.2020 | 18.30 Uhr | Friedrichstraße 19 | Historischer Saal

Zeit ist ein zentraler Faktor bei der Vermittlung und Aufnahme von Informationen, gerade in einem Zeitalter, in dem dank globaler Vernetzung eine Nachricht die andere jagt. Besonders wichtig ist der richtige Umgang mit Zahlen und Quellen sowie deren Interpretationen. Der Erlanger Gewerkschafter Colin T. Meier gibt in seiner Einführung in die Medienkritik anhand anschaulicher Beispiele wichtige Hinweise zum klugen Umgang mit der alltäglichen Informationsflut.

Information: 20W201050

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Programmbereich Kultur:

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Nach dem Tutorial ist vor dem Nähkurs (Kompaktkurs)

(ab) Mittwoch, 14.10.2020 (3 Abende) | 17.00-20.00 Uhr | Wilhelmstraße 2f | Raum 3/Textilwerkstatt

Egal, ob es um grundlegende Infos für Neulinge an der Nähmaschine, um clevere Verarbeitung von Stoffen, Gestaltungstipps oder die Planung künftiger textiler Projekte geht: Die erfahrene Kursleiterin, Designerin für Kostüme und Spielzeug, hilft Ihnen, Ihre Träume an der Nähmaschine umzusetzen. Im direkten persönlichen Kontakt löst sie die „Knoten“, die manches Internet-Tutorial möglicherweise im Kopf hinterlässt. Spezielle Fragen richten Sie bitte an agnes.heublein@web.de , Betreff: Nähkurs. Bitte beachten Sie: Die Textilwerkstatt ist nicht barrierefrei zugänglich.

Kursgebühr: 41,40 Euro.

Information: 20W334013

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Farbe und Seele (Workshop)

Samstag, 24.10.2020 | 10.00-17.00 Uhr | Wilhelmstraße 2f | Atelier

Auf Deutsch und Arabisch leitet Sie der syrische Künstler und Kunstpädagoge Khaled Abdo in diesem Kompaktworkshop an, Farben als Spiegelbild der Seele zu verstehen. Zunächst zeichnen Sie mit Bleistift und Pinsel realistische Porträts. Anschließend bringen Sie ihre Gefühle mit Hilfe der Farbe auf das Bild. Bitte mitbringen: Bleistift, Radiergummi, Spitzer, Zeichenpapier DIN A 4 und A 3, Acryl- und/oder Ölfarbe und bei Bedarf Leinwand, Palette, Pinsel in verschiedenen Größen und eine große Fotografie der Person, die sie porträtieren möchten. Bitte beachten Sie: Das vhs-Atelier ist nicht barrierefrei zugänglich.

Kursgebühr: 31,60 Euro.

Information: 20W332101

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Reisen mit Mark Twain (Vortrag)

Montag, 26.10.2020 | 15.00 Uhr | Friedrichstraße 19 | Aula

Reisen mit Mark Twain im Gepäck - eine gute Idee. Mark Twain, der den Mississippi so sehr mochte, ist auch viel in Europa gereist. Er war an Bord der ersten Kreuzfahrt im Mittelmeergebiet. Sie dauerte fünf Monate und ist von zahlreichen Episoden geprägt. Auch sein Bummel durch Europa und die Alpen ist ungewöhnlich – ein unterhaltsamer Nachmittag mit dem berühmten Spötter und unserem Dozenten Werner Gerstmeier.

Information: 20W302303

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Programmbereich Beruf und Computer

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Der fotografische Blick – große Motive (Fotoworkshop)

Samstag, 17.10.2020 | 10.00-16.00 Uhr | Friedrichstraße 17 | EDV-Raum 04

In der Kleingruppe mit maximal 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmern können Sie sich hier den „fotografischen Blick“ erarbeiten. Unter Anleitung der beiden Profifotografinnen Diana Zeiler und Barbara Warner üben Sie dazu an großen Motiven, zum Beispiel Architektur, Landschaft oder Menschen. Perspektive, Formate, Position des Motivs spielen dabei genauso eine Rolle wie Schärfe und Unschärfe oder das richtige Arrangement der Motivelemente. Bitte mitbringen: Ihre Kamera (Typ ist egal) inkl. Zubehör , falls vorhanden auch ein Kartenlesegerät.

Kursgebühr: 42,00 Euro.

Information: 20W401521

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Programmbereich Gesundheit:

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Naturheilkundliche Unterstützung bei Kopfschmerzen (Vortrag)

Dienstag, 13.10.2020 | 19.00 Uhr | Friedrichstraße 17 | Aula

Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen und suchen nach Alternativen zur Schmerztablette. Im Vortrag von Heilpraktikerin Corinna Mürbeth lernen Sie naturheilkundliche Verfahren und entlastende Bewegungsübungen kennen, die Sie jederzeit in Ihrem Alltag einsetzen können, wenn Kopfschmerz auftritt. Außerdem erfahren Sie, wie er entsteht, welche Faktoren den Schmerz begünstigen und wie Sie ihm mit gesunder Ernährung und Bewegung vorbeugen können.

Information: 20W502104

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Stressbewältigung mit Progressiver Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson (Kurs)

(ab) Dienstag, 13.10.2020 | 19.00 Uhr | Friedrichstraße 17 | Raum 24

Stress ist immer mit einer Anspannung der Muskulatur verbunden. Mit der PMR können Sie die gesamte Muskulatur systematisch entspannen, Ihre Atmung wird gleichmäßiger, Herzfrequenz und Blutdruck sinken. Gleichzeitig verbessert sich Ihre Durchblutung und ein wohliges Wärmegefühl entsteht. Angst oder Belastungen können Sie nun besser steuern und reduzieren. Unser Dozent, Dr. Erwin Wendler zeigt Ihnen, wie es funktioniert und wie Sie stressbedingten Krankheiten mit PMR vorbeugen. Sie üben im Liegen. Bitte mitbringen: Matte und Decke.

Kursgebühr: 60,00 Euro.

Information: 20W504202

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DRUCKSACHE

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Die Deutsche Einheit im 30. Jahr -

mehr oder weniger eine Erfolgsgeschichte?

Geht drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung - präziser: nach dem Beitritt der DDR zum Staatsgebiet der BRD - noch immer ein Riss durch Deutschland? Zumindest verläuft einer durch die Reihen der Sachbuchautorinnen und –autoren sowie ihrer Rezensenten. Am besten, Sie, liebe Newsletter-Freunde, machen sich selbst ein Bild.

Der aktuellste Titel unserer kleinen Auswahl, Michael Kraske: Der Riss/Wie die Radikalisierung im Osten unser Zusammenleben zerstört (Ullstein Verlag, 2020, 19,99 Euro),widmet seine Untersuchung dem Phänomen der Demokratieverachtung im Osten, die er bei Großdemonstrationen ebenso diagnostiziert wie im Alltag. Ausgehend vom Verbalradikalismus führender Köpfe der Pegida-Bewegung stellt der Politikwissenschaftler, der nach dem Mauerfall aus der Bundesrepublik bald nach Leipzig „rübermachte“, eine zunehmende Gewöhnung an rechtsextreme Denkmuster fest. Ihnen, so Kraske, solle am besten mit einem „New Deal Ost“ begegnet werden.

Informativ, anregend, in seiner Bewertung von Ost und West aber zu klischeehaft – so lässt sich das Kritikerurteil über Ilko-Sascha Kowalczuk: Die Übernahme/ Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde (C.H. Beck, 2019, 16,95 Euro) zusammenfassen. Auch der ostdeutsche Historiker geht der Frage nach, warum der rechte Populismus in der Ex-DDR so viel Zulauf findet. Seine Antwort: Die Herstellung der staatlichen Einheit erfolgte zu schnell. Dem Tempo seien die Menschen oft nicht gewachsen gewesen. Auch wenn es natürlich Wendegewinner gab, letztlich waren die negativen sozialen Folgen der Wiedervereinigung wie der Wegfall zahlloser Arbeitsplätze, geringere Löhne und Renten enorm. Im Westen der Republik habe dies und allgemein das, was das Leben im Osten hinter den Schreckensfassaden von Stasi und Mauer tatsächlich ausgemacht habe, kaum interessiert.

Wie Kowalczuks Buch erschien auch Steffen Mau: Lütten Klein/Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft (Suhrkamp, 2019, 22,00 Euro) bereits zum Mauerfalljubiläum im vergangenen Jahr. Der Ansatz des gebürtigen Rostockers, heute Soziologieprofessor in Berlin: der Blick von unten, der erkennt, dass mit der gewonnenen (Reise)Freiheit und den materiellen Segnungen der Konsumgesellschaft leider auch die Schattenseiten des Kapitalismus einhergingen. Arbeitsplatzverlust, Angst vor dem Wegfall sozialer Leistungen und vor sozialer Deklassierung, aber auch fehlende Aufstiegsmöglichkeiten für die Jüngeren führten, wie Mau schreibt, zu gebrochenen Biografien und nicht selten zu Wut oder mentaler Erschöpfung. Das Ergebnis, so eine aktuelle Umfrage für das ZDF: Nur 78% der Ostdeutschen bewerten die Demokratie positiv (gegenüber 91 % der Westdeutschen).

Den Blick auf den Einigungsprozess und seine Probleme weiten in ganz besonderer Weise zwei Bücher, die schon vor längerem erschienen sind: Andreas Rödder: Deutschland einig Vaterland/Die Geschichte der Wiedervereinigung (C.H. Beck, 2009, 29,90 Euro) und Petra Köpping: Integriert doch erst mal uns/Eine Streitschrift für den Osten (Ch. Links Verlag, 2018, 18,00 Euro). Sowohl der Mainzer Geschichtswissenschaftler als auch die Sächsische Sozialministerin liefern Standardwerke zum Verständnis der letzten 30 deutsch-deutschen Jahre.

Wie soll man heute diese Zeit bilanzieren? Wie den noch immer nicht abgeschlossenen Lernprozess der Wiedervereinigung charakterisieren? Der Augsburger Hochschullehrer Dietmar Süß traf es vielleicht am besten. Im Frühjahr gab er seiner Rezension von Edgar Wolfrums Buch Der Aufsteiger/Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute (Klett-Cotta, 2020, 24,00 Euro) den Titel „Geschichte einer großen Suchbewegung“.

PG

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SCHLUSSLICHT

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Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dem SCHLUSSLICHT - die Rubrik wurde übrigens wie auch das ZEITLUPE-Essay und die DRUCKSACHE aus der eingestellten Semesterzeitung „SPICKZETTEL" übernommen - möchte sich jede neue Ausgabe des Newsletter+ gern mit einem Augenzwinkern von Ihnen verabschieden. Heute hilft uns dabei die Leipziger Historikerin Pia Heine, die auch die ZEITLUPE-Autorin dieser Ausgabe ist. Wir baten sie um ihre Lieblingswitze über die DDR. Hier zwei davon:

Die Älteren unter Ihnen erinnern sich natürlich noch an den berühmten fistelstimmigen „Spitzbart", den Mauerbauer Walter Ulbricht, bis zu seiner Entmachtung 1971 der starke Mann der DDR. Er habe, so der Scherz, einmal gemeinsam mit seiner Frau Lotte inkognito auf einem Bahnhof in Paris gestanden, als sich ein Gepäckträger näherte und dienstbeflissen rief: „Bagage, Bagage!" Daraufhin Ulbricht zu seiner Frau: „Schnell weg hier, man hat uns erkannt!" Der zweite Witz geht über Ulbrichts Nachfolger Erich Honecker. Der SED- und Staatschef steht eines Morgens auf dem Balkon und sieht die Sonne aufgehen. Er sagt: „Guten Morgen, liebe Sonne." Die antwortet: „Guten Morgen, Genosse Generalsekretär!" Mittags wiederholt sich die Szene und die Sonne antwortet: „Guten Tag, lieber Erich." Auch am Abend grüßt Honecker, in Erwartung eines herzlichen Hallos von der Sonne der Werktätigen, von seinem Balkon aus das rot glühende Zentralgestirn. Diesmal fällt die Reaktion aber unerwartet aus. Sagt die Sonne doch: „Erich, Du kannst mich mal! Ich bin jetzt im Westen."

Den letzten Spott im Staatsamt musste sich Honecker ausgerechnet von einem Intimfeind, der BILD-Zeitung, gefallen lassen. Am Freitag, 13. Oktober 1989, titelte das Boulevardblatt in riesigen Lettern so süffisant wie korrekt: „Am Mittwoch ist Erichs letzter Arbeitstag". Wer mochte, konnte sich an die Posaunen von Jericho erinnert fühlen. Nur bliesen sie diesmal vor den Mauern Ost-Berlins. Bald danach waren sie Geschichte.

PG

Redaktion: Peter Gertenbach


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